Firmenpreis für Hauptschulen - zum Fairen Handel
Agenda 21 - Hauptstadt des Fairen Handels
Firmenpreis für Hauptschulen - zum Fairen Handel
exemplarisch für Fair-Handels-Projekte an Schulen
Dieser Wettbewerb, der von Düsseldorfer Firmen gesponsert wird, will die Stärken von Hauptschulen, gute Projekte und engagierte Schülerinnen und Schüler fördern, sowie das Ansehen von Hauptschulen in der Öffentlichkeit verbessern. Die Chancen von HauptschülerInnen beim Einstieg in das Berufsleben sollen erhöht und der Kontakt zwischen den Schulen und Firmen intensiviert werden.
Jeder Wettbewerb hat einen anderen thematischen Schwerpunkt, in diesem Jahr ist es der Faire Handel.
Ziele des Projektes:
Der Firmenpreis für Hauptschulen gehört zu den ersten zehn Lokale Agenda Projekten in Düsseldorf. Im Schuljahr 2007/2008 läuft die inzwischen vierte Ausschreibung. Ziel ist es, Hauptschulen zu fördern und zu fordern. Mit Unterstützung von Firmen wird alle zwei Jahre ein Wettbewerb um nachhaltige Projekte gestartet. Den Hauptschulen winken attraktive Preise der beteiligten Firmen, sie zeigen großes Engagement, Kreativität und Bereitschaft, sich intensiv und längerfristig mit aktuellen Fragestellungen auseinander zu setzen.
Gerade die Preisverleihung in feierlichem Rahmen, bei der die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte vorstellen, fördert das Selbstvertrauen der Jugendlichen und überrascht die übrigen Teilnehmer (Sponsoren, Schulausschuss, Lokale Agenda) immer wieder durch die Souveränität der Darstellungen.
- Fachforum I der Lokalen Agenda
- Wäschedienst Heinze
- DaimlerChrysler
- E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG
- Stadtwerke Düsseldorf AG
- AWISTA GmbH
- Schulverwaltungsamt
- Umweltamt, Lokale Agenda
Firmenpreis für Hauptschulen 2007 - zum Fairen Handel
Inhaltlich geht es bei diesem Preis um Fragen wie: Fairer Handel in Zeiten von "Geiz ist geil"? Warum soll ich für höhere Löhne in weit entfernten Ländern eintreten, wo hier das Einkommen - gerade von Familien - immer knapper wird? Was wissen wir von den Kaffeebauern in Südamerika oder Afrika? Wo wächst eigentlich Schokolade? Was ist fair? ...
Das Thema fairer Handelsstrukturen klingt zunächst sehr abstrakt und kompliziert. Auf den zweiten Blick sehen wir, dass jeder konkret beteiligt ist. Zu den Aspekten wie weltweiter Handel funktioniert, welche Rolle mein Geld als Kunden spielt, woher die Dinge kommen, die wir verbrauchen, welche Erfahrungen, Erinnerungen oder kulturellen Besonderheiten damit verknüpft sind usw., gibt es viele Blickwinkel auf das Thema. Der "Firmenpreis für Hauptschulen" lädt ein, diese zu entdecken und daraus eigene Sichtweisen zu entwickeln. Methodisch ist der Wettbewerb nicht eingeschränkt: von einer spielerischen oder künstlerischen Aufbereitung, über ein Theaterstück oder eine Internetaktion ist alles möglich.
Es ist grundsätzlich nicht neu, das Thema Fairer Handel in die Schulen zu bringen, aber gerade für Hauptschulen, an denen viele sozial schwache SchülerInnen sind, ist es eine Herausforderung, den Blick über eigene (finanzielle) Schwierigkeiten hinaus auf dieses Thema zu werfen.
Die Hauptschulen in Düsseldorf genießen einen guten Ruf, Skandale wie in anderen Städten gibt es nicht. Das ist auch Ergebnis des großen Engagements der Lehrerinnen und Lehrer in den Hauptschulen und der Schulleitungen. Bei alledem ist es wichtig, gerade dieser oft als unterprivilegiert dargestellten Schulformen die Möglichkeit zu geben, sich positiv in der Öffentlichkeit darzustellen; dazu gehören auch gute Projekte.
Gerade an den teilnehmenden Schulen gelingt es für viele, z. T. alle (!) AbgängerInnen der 10. Klasse einen Ausbildungsplatz oder eine gewollte Weiterqualifizierung zu finden. Kontakte zwischen den Schulen, Firmen und Ämtern werden geknüpft, z. B. die angebotenen Praktika bieten die Möglichkeiten zum intensiven Kennenlernen.
Die Firmen lernen Hauptschulen und ihre SchülerInnen von einer ganz anderen Seite kennen. Gerade die potentiellen Ausbilder für HauptschülerInnen haben ein Interesse daran SchülerInnen für ihren Bereich zu interessieren und interessierte SchülerInnen zu erleben. Projekte, die Schlüsselqualifikationen bewusst machen und stärken sind aus Sicht der Sponsoren extrem wichtig, da diese als Voraussetzung bei den Azubis erwartet werden. Die Schulen sind - trotz der vielen anderen Anforderungen und der Mehrarbeit, die das Projekt kostet - froh über diese Möglichkeit, in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Kreativ und gerne greifen die LehrerInnen und SchülerInnen die Projektideen auf.
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