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Nachhaltigkeit

Lokale Agenda 21- Aktuelles

Agenda 21 - Hauptstadt des Fairen Handels

Fairer Handel ist "notwendig"; er verbessert die oft katastrophale ökonomische ökologische, und soziale Situation der Menschen, weiterhin ermöglicht er Bildung und somit Zukunft.

Ökonomie:

Der Handel insbesondere mit wirtschaftlich schwächeren Ländern erfolgt auch heute noch in einer Form, die die Interessen der Menschen dort nicht ausreichend berücksichtigt. Oft reichen Löhne nicht aus, um sich und seine Kinder zu ernähren. Schulbildung, ärztliche Versorgung werden dann schnell zu unbezahlbarem "Luxus". Das Mitarbeiten von Kindern - auch unter ausbeuterischen Bedingungen - ist oft der einzige Ausweg, den Familien zum Überleben sehen.

Der faire Handel zahlt existenzsichernde Löhne, er ermuntert die Menschen in den Ländern, sich zusammen zu schließen und gemeinsam ihre Produkte zu verkaufen. Ausbeuterische Kinderarbeit ist verboten und findet beim Fairen Handel nicht statt; durch faire Löhne für die Erwachsenen soll sie grundsätzlich überflüssig werden. Das beim fairen Handel erwirtschaftete Geld wird oft auch in gemeinsame Projekte z. B. zur Trinkwasserversorgung investiert. Damit setzt sich der faire Handel deutlich von den z. T. sonst herrschenden ausbeuterischen Bedingungen ab und sichert selbstbestimmte Zukunft in den Ländern des Südens.

Ökologie:

Über die ILO-Kernarbeitsnormen werden auch ökologische Mindeststandards durchgesetzt. Diese sind elementar wichtig, da sie helfen, das natürliche Umfeld zu erhalten und Gesundheit der MitarbeiterInnen nicht zu gefährden.

Am Beispiel Blumen zeigt es sich die Situation besonders dramatisch: Die konventionelle Blumenzucht in den Ländern des Südens ist durch massiven Einsatz von z. T. bei uns verbotenen und gesundheitsgefährdenden Pestiziden mit fatalen Folgen für die ArbeiterInnen verbunden. Grundwasser (und damit auch Trinkwasser) und Boden werden durch diese Stoffe und falsch dosierten Dünger über lange Zeit verseucht. Zur fairen Produktion von Blumen gehört neben den anderen Anforderungen des fairen Handels auch ein nachhaltiger Umgang mit der Natur und der Gesundheit der ArbeiterInnen.

Soziales:

Selbst staatlich zugesicherte Rechte und Mindestlöhne werden in vielen Betrieben in Ländern des Südens und Ostens nicht eingehalten. Rechte der Arbeitnehmer und insbesondere Arbeitnehmerinnen werden nicht geachtet - Arbeitnehmer, die sich beschweren durch andere Kräfte ersetzt...

Die ILO-Kernarbeitsnormen und der faire Handel garantieren Mindestrechte, sowohl im Hinblick auf die Bezahlung, als auch auf die Behandlung als Mensch mit Bedürfnissen und Rechten.

Bildung:

Ein wichtiger Bestandteil des fairen Handels sind verpflichtende Bildungsangebote - für die ArbeiterInnen und deren Kinder. Nur die Kombination eines Verbotes ausbeuterischer Kinderarbeit und Bildungsmöglichkeiten für Kinder bietet die Chance für eine bessere Zukunft dieser Menschen.

Auch hier tragen Projekte zum fairen Handel an Schulen - fächerübergreifend - zu einer nachhaltigen Bildung bei.

Weitere Informationen zum Fairen Handel finden Sie unter www.transfair.org

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16. Mai 2012 | 22:41 Uhr

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