Logo Landeshauptstadt Düsseldorf
Aktuelle Themen:

Lokale Agenda 21 - Chronik

Lokale Agenda 21 - Infos : Chronik

Olympia-Bewerbung der Landeshauptstadt Düsseldorf

Olympia-Dorf aus der Agenda-Perspektive


aus: AGENDA 21 Nr.8 (3/2003)

Es wird spannend: Am 12. April 2003 entscheidet das Nationale Olympische Komitee (NOK), welche deutsche Stadt / Region das Rennen für die internationale Bewerbung der Olympischen Spiele 2012 macht. Positiv gestimmt begleitet eine Arbeitsgruppe der Lokalen Agenda Düsseldorf ehrenamtlich die Olympia-Bewerbung. Ihre Ziele formulierte sie auch öffentlich mit einer Ausstellung während des Werkstattverfahrens "Olympisches Dorf Lörick". Mit Jochen Kuhn saß ein AgendaVertreter in der Jury, die sich für den Entwurf der Australier Bruce Eeles und Kathy Trelease entschied. Sie hatten das Sportlerzentrum für die Olympischen Spiele in Sydney 2000 geplant.

Es sollen die Olympischen Spiele der Nachhaltigkeit werden. Da liegt es nahe, dass Düsseldorf in seiner Olympia-Bewerbung für 2012 auch den Agenda-Prozess inklusive aller Einzelprojekte anführt. Doch es blieb nicht allein auf dem Papier beim Bekenntnis zu den AgendaZielen. Bereits im Vorfeld des von den Städten Düsseldorf und Meerbusch veranstalteten Werkstattverfahrens knüpften Agenda-Aktive mit Unterstützung des Umweltamtes Kontakt zur Olympia GmbH.

Eine ehrenamtliche Agenda-Arbeitsgruppe, die die Olympiabewerbung grundsätzlich begrüßt, hat das Verfahren inhaltlich begleitet.

Im Rahmen des Werkstattverfahrens im November 2002 in den Böhler-Werken informierte die Arbeitsgruppe in einer Ausstellung über ihre Ziele. Für die Agenda-Aktiven war neben anderen Jochen Kuhn (Fachforum II "Lebensraum Stadt") nicht nur als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Der Düsseldorfer Architekt und Stadtplaner gehörte in seiner Eigenschaft als Agenda-Vertreter zur Experten-Jury, die am 28. November den Entwurf der Sydney-Architekten zur möglichen Architektur des Olympischen Dorfes am Rhein kürte. "Bei dem Verfahren standen alle unter enormem Zeitdruck, die Vorbereitungszeit war sehr kurz", beschreibt Kuhn die Atmosphäre. Da sich die Fronten zwischen Stadt und Löricker Bürgerinnen und Bürgern verhärtet hatten, suchte Jochen Kuhn den direkten Kontakt und das Gespräch mit den Besuchern in der Arbeitshalle der Böhler-Werke. "Auch die Architektenteams haben den Protest und die Ängste der Menschen hautnah mitbekommen", berichtet der Agenda-Vertreter seinen Eindruck. Dass die Australier ihn und die gesamte Jury mehrheitlich überzeugten, lag daran, "dass das Sydney-Team den Auslobungstext ganz präzise zur Kenntnis genommen und einen Kontakt zum Rhein geschaffen hat". In der Auslobung, so Kuhn, seien auch die ökologischen Vorgaben genau formuliert. Da in Düsseldorf und anderswo noch oft zu viel Landschaft verbraucht werde, sei der Vorschlag der Australier am überzeugendsten: die Böhler-Werke, bei einer Olympiade an Rhein und Ruhr als Teil des Dorfes für die Logistik genutzt (Großküche, -wäscherei), könnten später für Gewerbe und Wohnraum umgenutzt werden. Die Sportlerwohnungen in den Holzhäuschen, die auf Meerbuscher Gebiet entstehen sollen, könnten abgebaut und in allen Olympia-Städten der Region als Wohnstätten wieder aufgebaut werden.

Doch wenn die Olympiabewerbung auch das NOK überzeugt, ist er sehr zufrieden. Für den erfahrenen Architekten steht fest: "Die Region, insbesondere das Ruhrgebiet, braucht einen Impuls." Die Olympischen Spiele 2012 sieht Agenda-Mann Kuhn dafür als "Riesenchance".
Mit der aktiven Begleitung des Werkstattverfahrens enden die Olympia-Aktivitäten der Lokalen Agenda nicht. Vorstellungen, so u.a. zum wichtigen Thema Mobilität, tauschte die Arbeitsgruppe nach Redaktionsschluss dieses Agenda-Rundbriefes mit der Olympia GmbH aus. Überlegungen, die auch ohne Olympische Spiele interessante Ansätze für die Stadt und Region aufzeigen.

Lokale Agenda 21 und Olympia 2012


Die Lokale Agenda 21 Düsseldorf setzt sich für Olympia 2012 an Rhein und Ruhr ein. Sie will dafür:

  • den Ansatz der Nachhaltigkeit in der Bewerbung nach Kräften unterstützen
  • die Umsetzung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen in allen Planungsphasen begleiten
  • die Möglichkeiten einer ressourcenschonenden Entwicklung im Bereich Düsseldorf-Meerbusch mitdiskutieren
  • die Anregungen von Bürgern und Betroffenen mitaufnehmen und sich für deren Belange einsetzen
  • die Perspektiven einer raumverträglichen Nachnutzung als einen Schwerpunkt der Planung hervorheben


Zurück zur Chronik

Lokale Agenda 21- Infos : Chronik

Sprachauswahl und Hauptnavigation:

dein.düsseldorf

16. Mai 2012 | 22:42 Uhr

Mi
12°
Details Do
16°
Details Fr
18°
Details