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Lokale Agenda 21 - Chronik : Chronik - Xiriki

"Xiriki" schützt den Regenwald und seine Bewohner

Aus: AGENDA 21 Nr. 8 (3/2003).

Mit dem 100-Bilder-Projekt des Künstlers Michael Müller war die Landeshauptstadt indirekt auf dem Weltgipfel 2002 in Johannesburg vertreten. Durch den Ankauf des Bildes "Xiriki" bekennt sich Düsseldorf zur globalen Verantwortung.

Mit hundert Tafelbildern, jeweils einen Quadratmeter groß, erzählt der Chemnitzer Maler Michael Müller von seinen Reisen nach Amazonien. Fasziniert und betroffen vom Zustand der Natur und den indigenen Kulturen machte er sich an sein künstlerisches Werk: Jedes einzelne der 100 Bilder bezieht sich auf einen Begriff der Menschen in Amazonien, der im weiteren Sinne das Wort "Grün" bedeutet.

Das "Bilderteppich-Projekt" von Michael Müller und dem Verein Klima-Bündnis wählte das GoetheInstitut "Inter Nations" als seinen Beitrag für den Weltgipfel in Johannesburg aus. Die Idee: Europäische Städte kaufen die Bilder, zeigen sie der Öffentlichkeit und machen so auf die Probleme der Amazonasindianer aufmerksam. Fast 80 Prozent des Kaufpreises fließen an Projekte im brasilianischen Regenwald.

Das Düsseldorfer Beispiel: Die Stadt erwarb für 2500 Euro das Bild mit dem Titel „Xiriki“. Der Leiter des Umweltamtes, Dr. Werner Görtz, erläutert die Bedeutung: "Xiriki bezeichnet den Platz, an dem Maniokwurzeln verarbeit werden." Das Wort stehe für "die Küche im Regenwald", hier werden die Feldfrüchte mühevoll zerkleinert. "Xiriki" drückt damit ebenfalls ein Ritual aus. Der Erlös des Bildes wird vor Ort in Brasilien eingesetzt: "Umweltprobleme und Krankheiten haben die indigenen Völker schrumpfen lassen", berichtet Dr. Görtz. Deshalb müsse nicht nur ihr Lebensraum Regenwald geschützt werden. Das Geld für "Xiriki" fließt aus diesem Grund in ein Hebammenprojekt: Die Frauen werden mit Schiffen ausgestattet, um so mobiler zu sein. Ziel: Die Bevölkerungszahl soll stabil gehalten werden.

"Xiriki" war bisher u.a. im Düsseldorfer Aquazoo zur sehen. Dr. Werner Görtz begründet: "Der Aquazoo ist für den Artenund Biotopschutz eine sehr renommierte Adresse." Das Bild wird in Zukunft auch in anderen Kulturzentren (momentan im Salzmannbau, Himmelgeister Straße) zu sehen sein. Für den Leiter des Düsseldorfer Umweltamtes ist es ebenso vorstellbar, dass "Xiriki" in Düsseldorfer Kirchen präsentiert wird.


Ansprechpartner
Klima-Bündnis
(Europäische Geschäftsstelle)
Galvanistr. 28
60486 Frankfurt a.M.
Telefon 069.70790083


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