Lokale Agenda 21 - Projekte - Projekt Nr. 38
Zweiter Grüner Ring
Agenda Relevanz
Der "Zweiter Grüne Ring" betrifft alle Standbeine der Nachhaltigkeit.
ökologisch:
Grüne Flächen und verbindende Schneisen sind gerade in dicht bebauten und stark besiedelten innerstädtischen Gebieten wichtig. Sie tragen dazu bei, das lokale Klima zu verbessern, sie binden Feinstaub und mindern Lärm. Sie bilden das Rückgrat einer ökologischen Vernetzung.
sozial:
Der Aufenthalt im Grünen erhöht die Lebensqualität erheblich. Das Wohn- und Arbeitsumfeld wird erlebbar, es verbindet Menschen und schafft sichere Wege für alle, die nicht mit dem Auto unterwegs sind.
ökonomisch:
Eine wirtschaftlich attraktive Stadt braucht auch ein attraktives Umfeld. Viele Verbesserungen sind ohne großes Budget realisierbar. Gleichzeitig werden Investoren in die Pflicht genommen, neben lukrativen Baukörpern auch ausgleichende Grünflächen zu gestalten.
Vorbildcharakter des Projektes
Der zweite Grüne Ring führt durch dicht besiedeltes, dicht bebautes, historisches Stadtgebiet, das charakteristisch die geschichtliche Entwicklung der Stadt berührt. Der Weg führt vorbei an historischen Parkanlagen und Gebäuden an Lebensbereichen des wohlhabenden Bürgertums um 1910, an dem ersten modernen Gebäude nach dem Krieg, vorbei an Gebäuden berühmter anderer Architekten wie Schneider-Esleben, Hentrich, Petschnigg, vorbei an Verwaltungs-, Wohn- und Arbeitsbereichen der Vor- und Nachkriegszeit. Er hat sein Zentrum in den aus Wettbewerben hervorgegangenen hochaktuellen Neubauvierteln von den Derendorfer Stadtquartieren bis zur Tannenstraße. Dieser Zusammenhang bietet die Chance aus der Normalität herauszutreten. Der Zweite Grüne Ring soll mit den umgebenden Wohnquartieren vernetzt werden durch Fußwege, Bäume und beruhigte Straßen. Die Infotafeln vermitteln eine Beziehung zur Geschichte, zur Architektur, zur Gartenarchitektur und zur Natur. Auf diesem Wege entsteht ein neues Leuchtturmprojekt für Düsseldorf.
Bürgerbeteiligung
Das Wesen des Projektes ist die Bürgerbeteiligung. Gemeinsam wird überlegt, wo der Zweite Grüne Ring verlaufen soll und wie er realisiert wird. In der Umsetzung dieses Projektes planen Bürger über die Agenda mit der Verwaltung und der Politik zusammen Flächen, die sie u. U. selbst nutzen.
Finanzierung
Die Finanzierung erfolgt im Rahmen der Neuplanungen für die jeweiligen Bereiche. Einzelne Kosten wurden bisher vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt übernommen.
Träger des Projektes
Fachforum II gemeinsam mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt, Stadtplanungsamt, dem Amt für Verkehrsmanagement und den o. g. ehrenamtlichen Akteuren.

