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Aquazoo Löbbecke Museum - Haltung und Zucht von Insekten

Aquazoo - Löbbecke Museum, Insektarium, , Mantodea

Fangschrecken (Mantodea)

Sphodromantis spec.
Sphodromantis spec.

Fangschrecken sind wärmeliebende Tiere. Weltweit kommen etwa 2.500 Arten vor, die ihr Hauptverbreitungsgebiet in den Subtropen und Tropen haben. Die europäische Gottesanbeterin Mantis religiosa kommt auch in warmen Gegenden Süddeutschlands vor. Sie ist streng geschützt.
Den Namen "Gottesanbeterin" erhielten die Tiere auf Grund der charakteristischen Haltung der zu Fangarmen umgewandelten Vorderbeine, die dem Tier das Aussehen eines Beters verleihen.

Fangschrecken sind räuberisch und meist auch kannibalisch. Nur wenige Arten können im Terrarium bedenkenlos in Gemeinschaftshaltung untergebracht werden, hierzu zählt die Wandelnde Geige Gongylus gongylodes. Etliche Arten können in den Larvenstadien bei ausreichendem Futterangebot ohne große Verluste zusammen gehalten werden (Creobroter pictipennis).

Adulte Weibchen werden sehr gefräßig. Hierodula und Sphodromantis-Arten sollten nach Geschlechtern getrennt werden, sobald man dies unterscheiden kann. Die männlichen Larven neigen nicht zum Kannibalismus. Weibliche Larven gleicher Größe können in einem Insektarium ohne große Verluste zusammen gehalten werden, die im Durchschnitt kleineren männlichen Larven würden sie aber auffressen. Erst zwei Wochen nach der Imaginalhäutung wird in das Becken eines soeben gefütterten Weibchens ein Männchen hinzugesetzt.

Die Weibchen legen ihre Eier in Eipaketen, den Ootheken ab. Ein weibchen legt mehrere Eipakete ab. Diese Ootheken unterscheiden sich bei den einzelnen Arten.

Gottesanbeterin, Weibchen mit Oothek
Gottesanbeterin, Sphodromantis viridis, Weibchen mit Oothek



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10. Februar 2012 | 07:29 Uhr

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