Aquazoo Löbbecke Museum - Haltung und Zucht von Insekten
Schaben (Blattoptera)

Amerikanische Schabe, Periplaneta americana.
Schaben sind überwiegend in den Tropen und Subtropen beheimatet. Durch den Handel werden sie weltweit verschleppt. Ihre Anpassungsfähigkeit ermöglichte es einigen von ihnen auch außerhalb der Tropen in menschlichen Siedlungen Fuß zu fassen. Dazu zählen z.B. die Küchenschabe (Blatta orientalis), die Deutsche Schabe (Blattella germanica), die Amerikanische und Australische Schabe (Periplaneta americana und P. australasiae), die Braunbandschabe (Supella longipalpa) sowie die Gewächshausschabe (Pycnoscelis surinamensis). Die Mehrzahl der weltweit etwa 4.000 Schabenarten belästigt den Menschen aber nicht. Einige von ihnen werden als Terrarientiere angeboten - entweder als Schau- oder als Futtertiere.

Totenkopfschabe Blaberus fuscus.
Für die Haltung interessant sind die geflügelte Totenkopfschabe (Blaberus craniifer) und die flügellose Madagaskar-Riesenschabe (Gromphadorrhina portentosa).
Schaben sind überwiegend Pflanzenfresser und in ihrer Nahrungsauswahl nicht gerade wählerisch. Sie lassen sich sehr leicht züchten, vorausgesetzt, man kommt ihrem hohen Wärmebedürfnis (25-30°Celsius) bei ausreichender Feuchte nach.
Als Zuchtgefäße eignen sich Plastikbecken ab 5l Größe, die einerseits eine dicht schließende Gazeabdeckung besitzen müssen, um eine ausreichende Lüftung gewährleisten. Wenn die Tiere an den Wänden des Behälters hochkrabbeln können, ist dies mit Talkum, Vaseline oder Paraffin zu verhindern. Eine wenige Zentimeter hohe, leicht feuchte Torfschicht auf dem Boden und ein Stück Korkrinde als Unterschlupf komplettieren die Grundausstattung des Zuchtbehälters.
Die Tiere fressen diverses Obst. Zur Deckung des Eiweißbedarfs wird Trockenfutter für Katzen oder Hunde gereicht.
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