Aquazoo Löbbecke Museum - Haltung und Zucht von Insekten
Langfühlerschrecken (Ensifera)

Langfühlerschrecke (Grille)
Die Langfühlerschrecken, zu ihnen gehören die Blattheuschrecken und die Grillen, haben lange Fühler und zu Sprungbeinen entwickelte Hinterbeine. Zur Lauterzeugung werden die Flügel aneinander gerieben. Die Hörorgane befinden sich in den Vorderbeinen. Weltweit sind etwa 9.000 Arten bekannt.
Die Weibchen der Langfühlerschrecken haben einen Legeapparat, mit dem sie die Eier einzeln in die Erde, in oder an Pflanzenteile ablegen. Der Legeapparat kann röhrenförmig sein wie bei den Grillen oder sichelförmig wie bei den Laubheuschrecken.

Heimchen (Acheta domesticus, links) mit röhrenförmigem Legeapparat, Laubheuschrecke (Ancylecha fenestrata) mit sichelförmigem Legeapparat
Heimchen (Acheta domesticus) und die südeuropäische Grille (Gryllus bimaculatus) werden auf Grund ihrer starken Vermehrung und kurzen Entwicklungsdauer für Terrarientiere als Futtertiere gezüchtet. Sie benötigen für eine rasche Entwicklung eine Temperatur zwischen 25 und 28°C. Als Nahrung erhalten sie Salat, Möhre und Apfel, etwas Fischfutter (Teichsticks) dient als Zusatznahrung. Sobald die Weibchen erwachsen sind, werden ihnen Behälter mit einem etwa 5 cm hohen, leicht feuchten Torf-Sand-Gemisch zur Eiablage angeboten. Damit die Tiere nicht unnötig im Ablagesubstrat herumgraben, kann der Ablagebehälter mit einer Lochplatte abgedeckt werden.

Eier im Blatt und geschlüpfte Larve von Ancylecha fenestrata
Die Blattheuschrecke Stilpnochlora couloniana aus Kuba klebt ihre Eier in langen Reihen bevorzugt an dünne Zweige. Dieser Vorgang kann mehrere Stunden dauern. Andere Arten, z.B. Ancylecha fenestrata, ritzen Blätter an und schieben die Eier zwischen Blattober- und unterseite.

Kubanische Blattheuschrecke (Stilpnochlora couloniana) bei der Eiablage
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