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Herz und Bauch der Kunst- und Gartenstadt

Altstadt

Die Düsseldorfer Altstadt ist für viele gleichbedeutend mit der "Längsten Theke der Welt". Wo gibt es das schon, dass sich auf kaum einem Quadratkilometer mehr als 300 Kneipen, Discos, Bars, Clubs, Restaurants und Imbisse geradezu "knubbeln"?

Aus der ganzen Region reisen Menschen an, um zwischen Ratinger Straße und Carlsplatz den Alltag zu vergessen. Wer meint, diese Situation würden die 2.300 Düsseldorfer Altstädter doch arg belasten, der irrt. Eine Befragung von 200 Bewohnern zur Stadtteilqualität ergab, dass der einzigartigen Mix aus Gewerbe, Freizeit, Gastronomie, Kultur und Wohnen als urbanes Cityquartier geschätzt wird.

Doch die Altstadt ist noch mehr. Sie ist der historische Kern der Stadt. Hier stehen die gotische Basilika St. Lambertus mit dem schiefen Turm, Schlossturm und das alte Rathaus von 1573 mit dem barocken Reiterstandbild des Kurfürsten Jan Wellem. In der Bolkerstraße wurde 1797 Düsseldorfs größter Sohn der Stadt, der Dichter Heinrich Heine geboren. Seinem Geburtshaus direkt gegenüber erhebt sich die Neanderkirche, in welcher der Kirchenmusiker Joachim Neander wirkte. Und kaum einen Steinwurf weit entfernt befindet sich jenes kleine Theater, das Düsseldorf als Stätte von Kabarett und Kleinkunst berühmt machte - das legendäre Kom(m)ödchen. Die Kunstakademie, die Kunstsammlung NRW, die spätbarocke Andreaskirche sind weitere Glanzpunkte.

Carlstadt

Mit 0,46 qkm ist die angrenzende Carlstadt -die "andere" Altstadt- der kleinste Stadtteil Düsseldorfs. Hier, in einem der flächenmäßig kleinsten Stadtteile der Landeshauptstadt, sind die schönen Altbauhäuser sorgfältig restauriert.

So fällt es nicht schwer, sich in die Zeit zurück zu versetzen, als etwa Robert und Clara Schumann hier wohnten. Deshalb ist hier auch die Robert-Schumann- Gesellschaft beheimatet.

An der Bilker Straße ist das international renommierte Heinrich-Heine-Institut zuhause, gegenüber bietet das Marionettentheater anspruchsvolles Puppentheater. Die Stadtgeschichte hat im Stadtmuseum ihre Heimstatt.

Eigenes Flair bringen die zahlreiche Antiquitäten-Läden und Schmuck-Geschäfte der gehobenen Klasse in die Carlstadt. Einen eigenen Stellenwert besitzt der Carlsplatz mit seinem vielfältigen und internationalen Angebot. Hoch über die Dächer der Carlstadt erhebt sich das Mannesmann-Hochhaus, der erste Hochhaus-Neubau nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute residiert in diesem Haus Vodafone und nur der Name der Rheinuferpromenade vor dem Haus erinnert noch an das Düsseldorfer Traditionsunternehmen Mannesmann.

Pempelfort

Pempelfort ist aufs engste mit Düsseldorfs Entwicklung als Kunst- und Gartenstadt verbunden. Große Teile des Hofgartens mit dem Hofgärtnerhaus (heute Theatermuseum), das im 18. Jahrhundert erbaute Schloss Jägerhof (heute Sitz des Goethe-Museums) liegen in Pempelfort. Der Künstlerverein Malkasten wacht heute über den Garten des einstigen Jacobi-Besitzes. Dieser 1848 gegründete Verein war zur Hochzeit der Düsseldorfer Malerschule Zentrum des geselligen Lebens der Stadt. Auch heute zählt der idyllisch gelegene Malkasten mit seinem Restaurant zu den angesagten Adressen der Stadt.

Zum Stadtteil Pempelfort gehört übrigens auch der 1925 errichtete Ehrenhof-Komplex mit Tonhalle, NRW-Forum und dem nach gründlicher Sanierung neu eröffneten Komplex "museum kunst palast". Pempelfort ist mit seinen 2,69 qkm und 26.800 Einwohnern der größte und am dichtesten besiedelte Stadtteil der Stadtbezirkes 1. Unmittelbar an dem großflächigen Güterbahnhofgelände der Deutschen Bundesbahn gelegen, wird sich dieser Stadtteil wie auch Derendorf erheblich verändern, sollten die bestehenden Pläne realisiert werden. In den neuen Düsseldorfer Stadtquartiere würden 140.000 qm für Wohnen und 300.000 qm Bürofläche für 9.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Derendorf

Dieser tiefgreifende Umstrukturierungsprozess zieht sich noch weiter bis zur Ostgrenze Derendorfs, der Rossstraße hin. Geplant ist, das 15 ha große, bisher als Reservefläche für landeseigene Nutzungen vorgehalten Gebiet "Tannenstraße" mit seiner denkmalgeschützten Bausubstanz, als neuen Wohn- und Bürostandort zu etablieren. Mit dieser Planung wird eine Entwicklung fortgesetzt, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als die Düsseldorfer Festungsanlagen geschleift und damit die äußeren Stadtviertel integriert worden waren, ihren Ursprung nahm. Industrialisierung, die Eisenbahn und die kräftigen Impulse der Gründerjahre beschleunigten die Entfaltung dieses Stadtteils.

Golzheim

Sprichwörtlich "up to date" kommt der Stadtteil Golzheim daher: Das attraktive, an den Rhein grenzende Gebiet nördlich der City hat sich zu einem der bedeutendsten Bürostandorte der Stadt entwickelt. Hier haben sich auch Agenturen, Modefirmen, die Fachhochschule und große Hotels angesiedelt. Messe und Flughafen sind nicht weit.

Der bereits von unseren Urahnen in der Steinzeit favorisierte Siedlungsboden in Golzheim (hier und in Stockum wurden die ältesten Überreste von Besiedlungen gefunden) ist bis zum heutigen Tag eine der begehrtesten Adressen der Stadt geblieben. Dass die geplanten neuen Großprojekte den Nutzungsdruck in den gewachsenen Wohngebieten weiter aufbauen könnten, wird von vielen Golzheimern befürchtet. Die Sicherung bzw. Gewährleistung eines maßvollen Nebeneinanders ist daher für die Zukunft dieses Stadtteiles von hoher Bedeutung.

Treffpunkt für viele sportlich ambitionierte Düsseldorfer ist der Rheinpark. Hier messen Nachbarschaften, Büro- und Thekenmannschaften ihr Können. Direkt am Rheinufer ist der weitläufige Park auch Veranstaltungsstätte. Circus Roncalli ist hier alle Jahre wieder zu Gast, an lauen Sommerabenden lockt das Open-Air-Kino.

Golzheim ist die Wiege des Düsseldorfer Messegeschehens. Hier fand 1902 die großen Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung, 1926 die Ausstellung für Gesundheitspflege, -fürsorge und Leibesübungen, die "Gesolei" und 1937 die Schau "Schaffendes Volk" der Nationalsozialisten statt. Große Ausstellungen waren für Düsseldorf stets auch eine Gelegenheit, die Stadt weiter zu entwickeln. Die Rheinfront vom Ehrenhof über die Siedlung Golzheim bis hin zum Nordpark verdankt ihre Gestalt diesen Ausstellungen.

Stadtmitte

Düsseldorfs Stadtmitte ist das Shopping-Center schlechthin. Die Königsallee, die alle nur die "Kö" nennen, misst zwar gerade mal einen Kilometer, zählt aber zweifelsohne zu den großen Boulevards dieser Welt. Hier hat der Luxus seine Adresse: Juweliere, Ladengeschäfte vieler berühmter Mode-Labels reihen sich aneinander. Die Schadow Arkaden und die Trend-Kaufhäuser "Sevens" und "Stilwerk" setzen Maßstäbe. Wem das Angebot hier zu exklusiv ist, der kommt an der benachbarten Schadowstraße auf seine Kosten. Sie gilt als die umsatzstärkste Einkaufsstraße Europas mit einer besonders dichten Folge von Kaufhäusern.

Auch die Top-Adressen der Kultur finden sich in Stadtmitte: Schauspielhaus und die Deutsche Oper am Rhein. Obwohl Geschäfts- und Büroflächen stark vertreten sind, ist die Stadtmitte eine der dichtbewohntesten Stadtteile (über 7000 Einwohner/qkm = 6. Stelle noch vor Oberbilk) Düsseldorfs. Damit Wohnen und Arbeiten harmonieren kann, sind an die Stadtplanung besondere Herausforderungen gestellt. Großzügige und innovative Frei- und Grünflächengestaltung, wie im Zusammenhang mit dem Hochhausprojekt Graf-Adolf-Platz 5 sind dabei unerläßlich. Auch das Sorgenkind der Düsseldorfer Plätze, der Worringer Platz, in den nicht weniger als sieben Hauptverkehrsstraßen münden, hat ein freundlicheres Gesicht erhalten. Viel Licht und neue Gestaltung sollen die Aufenthaltsqualität verbessern helfen.

Neben Licht existiert bekanntlich auch Schatten. Diesen nimmt man leider im Bereich um den Hauptbahnhof in Form der Drogen- und Prostitutionsszene wahr. Um diesen Schatten zu erhellen, suchen Mitglieder der Bezirksvertretung 1 gemeinsam mit den Anwohnern, Vertreter sozialer Einrichtungen, Polizei und Verwaltung nach Lösungen. Hierzu ist ein spezieller Arbeitskreis des kriminalpräventiven Rates des Stadtbezirkes 1 gegründet worden.


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23. Nov. 2014 | 06:39 Uhr

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