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Live-Hacking:

Die unterschätzte Bedrohung

Im April hatte die Versatel AG zu einem besonderen Digitalk-Event in die Düsseldorfer Toplocation "Templum" geladen: Mit seiner Live-Hacking-Show lockte Mark Semmler, Profi-Hacker und Experte für IT-Forensic, rund 170 interessierte Gäste ins Templum und bescherte der Digitalen Stadt Düsseldorf damit einen neuen Teilnehmerrekord.

Unkonventionell, kommunikativ und unterhaltsam demonstrierte Semmler mit Hilfe frei verfügbarer Software dem Publikum Angriffe auf Unternehmensnetzwerke - ohne dabei die Schwelle des Legalen zu überschreiten. Ziel des Sicherheitsspezialisten ist es lediglich, zu sensibilisieren und aufzuzeigen, wie sorglos viele Firmen immer noch mit der Sicherheit ihres Netzwerks umgehen.

Digitalk-Gäste
Rund 170 Gäste waren zum "Live-Hacking" gekommen.

Denn in Europa, so schätzt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, entstehen Unternehmen durch Computerangriffe Jahr für Jahr Schäden von rund 22 Milliarden Euro. Und diese Zahl ist noch eher niedrig gegriffen - denn welches Unternehmen gibt schon gern zu, dass ihm die jüngsten Innovationen oder sensible Daten seiner Kunden abhandengekommen sind. Am stärksten betroffen sind mittelständische Betriebe, nicht zuletzt, weil das Thema trotz immensen Gefahrenpotenzials immer noch zu wenig ernst genommen wird.

Der Referent Mark Semmler ist studierter Dipl.-Informatiker mit Hacker-Vergangenheit und führt heute in Darmstadt das Unternehmen "Mark Semmler Security Services". Zusammen mit sieben Mitarbeitern betreut er europaweit renommierte Unternehmen zu allen Fragen der IT-Sicherheit.



Gastgeber
Von links: Marc Lützenkirchen, Nadia Müller, Versatel AG, Chris Proios, Digitale Stadt Düsseldorf

Mark Semmler
IT-Security-Spezialist Mark Semmler mit der unterschätzten Gefahr: dem USB-Stick. (Alle Fotos: Andreas Oos)

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10. Februar 2012 | 02:11 Uhr

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