Erstes Konjunkturbarometer der Digitalen Stadt Düsseldorf
Das Geschäftsklima der regionalen ITKM-Wirtschaft bleibt auch im Frühjahr 2009 im "positiven Bereich"
Das Geschäfts- und Konjunkturklima der regionalen ITKM-Wirtschaft (Unternehmen der Informationstechnik und Telekommunikation sowie der Medien-, Kommunikations- und Werbeindustrie) bleibt im Frühjahr 2009 "im positiven Bereich" (Geschäftsklimaindex: 106) und damit deutlich über den Vergleichswerten der deutschen Wirtschaft (Index: 82). Allerdings hat sich das Konjunkturwetter - nicht zuletzt angesichts der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise - tendenziell eingetrübt.
Die Konjunkturklima-Werte zeigen im Gegensatz zur bundesweiten Entwicklung (noch) nicht auf Rezession. Der Grund: Geschäftslage wie auch -erwartungen der ITKM-Wirtschaft bleiben im Mai 2009 im positiven Bereich. Dabei wird die zukünftige Geschäftsentwicklung positiver beurteilt als die tatsächliche aktuelle Geschäftslage.
Das Geschäfts- und Konjunkturklima der ITKM-Wirtschaft ist derzeit in der Stadt Düsseldorf am positivsten. Die IT-/TK-Unternehmen, umsatz- und mitarbeiterstarke sowie ältere Unternehmen weisen zurzeit ein unterdurchschnittliches Konjunkturklima auf. Alle Werte liegen aber noch deutlich über bundesweiten Vergleichswerten.
Das Konjunkturklima der ITKM-Wirtschaft ist im Frühjahr 2009 von einem deutlich überdurchschnittlichen Auftragsklima getragen. Aber auch Umsatz- und Personalklima bleiben im positiven Bereich. Im "konjunkturpessimistischen" Bereich befindet sich nur das Ertrags- bzw. Gewinnklima.
Investitionsbereitschaft auf hohem Niveau - trotz Finanz- und Wirtschaftskrise
Die Investitionsbereitschaft der regionalen ITKM-Wirtschaft ist trotz Finanz- und Wirtschaftskrise und im Vergleich zur bundesdeutschen Wirtschaft überdeutlich positiv. Hierbei präferieren die regionalen ITKM-Unternehmen deutlich Investitionen in innovative Prozesse und Produkte. Die Investitionsneigung ist ein wichtiger Zukunftsindikator für konjunkturellen Optimismus und Gradmesser für das Vertrauen in die eigenen Leistungspotenziale.

Pressekonferenz DSD-Barometer
Die meisten regionalen ITKM-Unternehmen nennen (neben Investitionen) eigene Aktivitäten zur Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter am häufigsten, um ihr Unternehmen zukunftsfähig zu halten. Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise werden allerdings immer deutlicher: Acht von zehn ITKM-Unternehmen in der Metropolregion Düsseldorf verspüren deutlich oder leicht negative Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf das eigene Unternehmen und die Geschäftstätigkeit. Im Vorjahr hatten nur rund 30 Prozent der mittelständischen Unternehmen in der Region von ungünstigen Auswirkungen berichtet.
Fachkräftemangel: oft Folge von mangelhafter (Aus)Bildung und mangelndem Interesse der Bewerber
Das Thema Fachkräftemangel bleibt virulent - bei leicht abnehmender Tendenz. Eine deutliche Mehrheit der ITKM-Unternehmen nennt die Faktoren "mangelhafte (Aus)Bildung / mangelndes Interesse der Bewerber" am häufigsten, die den Fachkräftemangel verschärfen bzw. die Verfügbarkeit von Fachkräften einschränken. Weitere Faktoren sind die starke Konkurrenz um Fachkräfte sowie bürokratische Hemmnisse.
Ingesamt "gute" Schulnoten für die Rahmenbedingungen in der Metropolregion Düsseldorf
Die Rahmenbedingungen des Unternehmensstandortes "Metropolregion Düsseldorf" erhalten aus Sicht der ITKM-Unternehmen gute bis noch gute Bewertungen (mittlere Schulnote: 2,06). Überdurchschnittlich positiv werden die regionale Infrastruktur sowie das Gastronomie-, Kultur- und Freizeitangebot bewertet. Deutlich kritischer wird die Wettbewerbsintensität sowie das Angebot an adäquatem Wohnraum beurteilt.

Die Projektträger: (von links) Dr. Rainer Bovelet, Synergie 2, Dr. Detlef Frormann, Creditreform, Jürgen Gerreser, Wirtschaftsförderung Düsseldorf, Thomas Jarzombek MdL, CDU-Landtagsfraktion, Chris Proios, Digitale Stadt Düsseldorf, Jutta Zülow, Zülow AG, Dr. Matthias Mehrtens, Stadtwerke Düsseldorf, Rolf-Christian Kassel, VVA Networks, Heiko Grillenberger, Logica, Theo Goergens, Flughafen Düsseldorf (Fotos: gtk)
Positive Konjunkturlage der ITKM-Wirtschaft spiegelt sich auch in Strukturdaten wider
Die Wirtschaft der Metropolregion Düsseldorf verfügt im Strukturvergleich zur bundesdeutschen Wirtschaft über eine starke Position. Diese spiegelt sich insbesondere in einer deutlich überdurchschnittlichen Bestands- und Umsatzentwicklung von Gesamtwirtschaft und "Zukunftsbranche" (ITKM-Wirtschaft) wider. Zwischen 2004 und 2008 haben der Unternehmensbestand um rund 16 Prozent und der Unternehmensumsatz um rund 19 Prozent zugenommen.
Die Kommunikations- und Werbebranche bleibt die größte und umsatzstärkste Teilbranche des "Zukunftssegments" der Metropolregion Düsseldorf (Anteil an Bestand: 56 Prozent / Umsatz: 60 Prozent). Die stärksten Zunahmen bei Bestand und Umsatz 2004 / 2008 verzeichnen Medien- (Umsatz: plus 16 Prozentpunkte) und IT- / TK-Unternehmen (Bestand: plus 38 Punkte).
DSD-Barometer: ein Serviceangebot der Digitalen Stadt Düsseldorf e.V.
Das DSD-Konjunkturbarometer ist ein Serviceangebot der Digitalen Stadt Düsseldorf e.V., mit dem der "Puls" der ITKM-Wirtschaft in unserer Region gefühlt werden soll. Hierzu wurde unter anderem erfragt, wie die hiesigen ITKM-Unternehmen ihre derzeitige Geschäftssituation und die Aussichten für die nächsten Monate beurteilen.
Die Umfrageergebnisse werden neben einer Pressekonferenz im Juli auf verschiedenen DSD-Veranstaltungen der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das DSD-Konjunkturbarometer 2009 steht zum Download bereit:
DSD-Konjunkturbarometer 2009 (2,2 MB)

