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Feuerwehr mit Einsatzrekord

Geschäftsbericht 2008: Brandschützer und Rettungsdienst mussten im vergangenen Jahr 109.000 Mal ausrücken

Einen neuen Einsatzrekord verzeichnete die Düsseldorfer Feuerwehr für das Jahr 2008. Erstmals verzeichnet der Einsatzleitrechner mehr als 109.000 Einsätze, die die Mitarbeiter von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr im vergangenen Jahr in Atem hielten. "Der Geschäftsbericht von Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz zeigt die Leistungsbilanz einer professionell arbeitenden Großstadtfeuerwehr. Leistungsstärke und Hilfe rund um die Uhr sind garantiert", erklärt Feuerwehrdezernentin Helga Stulgies bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2008.

Von den 109.166 (2007: 104.686) Einsätzen sind 101.084 (96.923) Rettungsdiensteinsätze, 2.680 (2.732) Brandeinsätze und 4.862 (5.031) Technische Hilfeleistungen wie zum Beispiel die Beseitigung von Ölspuren, Tierrettungseinsätze oder die Gefahrenbeseitigung umgestürzter Bäume nach Orkanböen. Die Zahl der Einsätze nahm damit im Vergleich zum Vorjahr um 4.500 zu. Den größten Zuwachs verzeichnet der Einsatzleitrechner bei den Notfalleinsätzen im Rettungsdienst mit 2.044 Rettungswageneinsätzen und 380 Notarztanforderungen mehr als 2007.

"Die Feuerwehr ist für die Düsseldorfer ein verlässlicher und kompetenter Partner, auf den man sich im Notfall stets verlassen kann. Der 24-Stunden-Tagesdienstplan sieht 147 Feuerwehrmitarbeiter, Rettungsassistenten und Spezialeinsatzkräfte vor. Insgesamt arbeiten im Amt 889 Mitarbeiter, davon 30 Frauen", erläutert Feuerwehrchef Peter Albers. 89 junge Leute sind noch in der Feuerwehr-Ausbildung. 19 Verwaltungsbeamte und 56 tariflich Beschäftigte arbeiten im Hintergrund und sorgen dafür, dass der komplexe "Feuerwehrapparat" auf Hochtouren läuft. In der eigenen Zentralwerkstatt, die zum Beispiel alle Wartungsarbeiten an den rund 320 Fahrzeugen ausführt, werden derzeit vier angehende Mechatroniker ausgebildet. Den größten Teil des Mitarbeiterstamms stellen die 725 Feuerwehrbeamten.

1.361 Sturm- und Wasserschäden

Die Jahresbilanz weist für die Brände und Technischen Hilfeleistungen ein ähnlich hohes Niveau wie in den Vorjahren auf. Bei den 1.361 gemeldeten (2007: 1.480) Sturm- und Wasserschäden mussten fallweise nahezu alle Feuerwachen und Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr entsandt werden, um Hilfe zu leisten. So auch am 21. November, wo innerhalb kurzer Zeit 200 Schadenstellen zu bearbeiten waren. Bei einem Kellerbrand in Hassel waren 168 Bewohner betroffen und brauchten Schlagkraft und Knowhow der Feuerwehr. "Es war ein arbeitsreiches Jahr nicht ohne Herausforderungen", betont der Feuerwehrchef. Zwar blieb Düsseldorf von Großschadenslagen oder Katastrophen verschont, jedoch mussten viele Brand-, Technische Hilfeleistung-, sowie Rettungsdiensteinsätze bewältigt werden.

Bedauerlich sind die zwei (2007: 2) Toten durch Brandrauch 2008: Eine 68-jährige Frau kam am Samstag, 8. März um 1.15 Uhr bei einem Brand in ihrer Wohnung an der Mühltaler Straße ums Leben. Die Brandursache blieb unklar. Ein 83-jähriger Mann kam bei einem Zimmerbrand in der Engelbertstraße ums Leben, Auslöser: angebranntes Essen.

Erfreulich dagegen, dass inzwischen alle Vorbereitungen zum Neubau der Feuer- und Rettungswache Nord in der Nähe des Flughafens getroffen wurden. Die Fertigstellung ist für Mitte 2010 geplant. Auch bei den Fahrzeugen rüstet sich die Feuerwehr für die Zukunft. Jeweils ein Löschzug einer völlig neuen Generation wurde auf drei Feuer- und Rettungswachen in den Dienst gestellt. Ein Zug besteht aus einem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20/16) und einem Drehleiterfahrzeug (DLK 23/12). "Sicherheit, Ergonomie und Umweltschutz standen als Beschaffungskriterien ganz vorne", so Peter Albers.

Feuerwehr-Splitter


  • Die neue Stufenausbildung zum Brandmeister ist weiterhin auf Erfolgskurs. Bis 2011 bietet die Feuerwehr weiteren 36 jungen Menschen auf diesem Weg eine zukunftssichere Berufsausbildung an.
  • Im Mai feierte die Freiwillige Feuerwehr - Löschgruppe Himmelgeist - das 100-jährige Bestehen.
  • Im Juni war die Feuerwehr Gastgeber für die diesjährigen Landessportmeisterschaften. Über 1.000 Feuerwehrleute von Berufsfeuerwehren, Freiwilligen Feuerwehren und Werkfeuerwehren aus Nordrhein-Westfalen nahmen daran teil.
  • Im November 2008 gab es den Skyrun im Rheinturm als ein weiteres herausragendes Sportereignis. An diesem Lauf nahmen 300 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet teil.
  • Die Umbauarbeiten am Mitteltrakt der Feuerwache Umweltschutz und Technische Dienste an der Posener Straße wurden beendet und bei einem Tag der offenen Tür anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Öffentlichkeit vorgestellt.
  • Lob: "Die Erfolge des Jahres 2008 wären ohne den großen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht möglich gewesen. Ihnen gilt deshalb unser besonderer Dank", lobt Feuerwehrdezernentin Helga Stulgies.

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22. Mai 2012 | 20:35 Uhr

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