Helmut-Käutner-Preis
Der zurzeit mit 10.000 Euro dotierte Preis gilt als einer der wichtigsten deutschen Filmpreise.
Die Auszeichnung wurde vom damaligen Leiter des Filmforums und Begründer des Filmmuseums der Landeshauptstadt Düsseldorf, Klaus G. Jaeger, zur Erinnerung an den in Düsseldorf geborenen Regisseur Helmut Käutner 1982 ins Leben gerufen. Käutners Engagement und geistige Unabhängigkeit in einer Zeit der Unterdrückung können als beispielhaft gelten. Außerdem war der vielseitig talentierte Künstler in hohem Maße am Wiederaufbau der deutschen Filmlandschaft der Nachkriegszeit beteiligt. Als einige seiner bedeutendsten Filme können Des Teufels General (1954/55), Himmel ohne Sterne (1955) oder Der Hauptmann von Köpenick (1956) genannt werden.
Aufgrund der Entscheidung eines Preisgerichts, das aus Filmwissenschaftlern, Kritikern, einem Regisseur, einem Produzenten, dem Direktor des Filmmuseums, dem Leiter der Filmstiftung und Vertretern der Kulturpolitik besteht, wird der Preis vom Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf - zeitnah zu Käutners Geburtstag am 25. März - anfangs alle zwei, nunmehr alle drei Jahre verliehen an
„Persönlichkeiten, die durch ihr Schaffen die Entwicklung der deutschen Filmkultur nachdrücklich unterstützen und beeinflussen, ihr Verständnis gefördert und zu ihrer Anerkennung beigetragen haben, ein Preis zur Förderung der Filmkultur”. (aus der Satzung)
Christoph Schlingensief
Aktueller Preisträger des
Helmut-Käutner-Preises 2010
„Christoph Schlingensief hat von Beginn an alle Möglichkeiten des kreativen Filmemachens genutzt. Er hat in allen seinen Produktionen mehrere Funktionen ausgefüllt, vom Kameramann über den Drehbuchautor bis zum Regisseur und Produzenten. Er hat seine Karriere am experimentellen Rande des Kinos begonnen und ist bis ins medienwirksame Zentrum vorgestoßen, ohne sich jemals in den Mainstream zu begeben. Er hat sich in seinem Schaffen viel mit seinem Heimatland und dessen Geschichte auseinandergesetzt, und es wie kein Zweiter verstanden, das eigentlich langsame Medium Film zur Reflektion über aktuelle Themen zu nutzen.” (Auszug aus der Begründung der Jury)
Direktor
des Filmmuseums
Bernd Desinger
Tel0211.89-93770
Fax0211.89-93768
Zahlen und Fakten
-
1993
Gründung -
2.200m2
Fläche für Filmgeschichte -
500.000
Fotos -
25.000
Plakate -
500
Schattenspielfiguren -
5.500
Filmkopien -
12.000
Videos und DVD's -
29.200
Buchtitel -
133
Sitze in der Black Box -
dem Kino im Filmmuseum


