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Die Landeshauptstadt Düsseldorf wird auch in diesem Jahr vom 12. – 15. November auf der Paris Photo vertreten sein

  • Duesseldorf and Photography, ParisPhoto 2025, Booth E30, Digital Sektor, © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: William Basseux Duesseldorf and Photography, ParisPhoto 2025, Booth E30, Digital Sektor, © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: William Basseux

Zum 200-jährigen Jubiläum der Fotografie präsentiert die Landeshauptstadt Düsseldorf vom 12. bis 15. November 2026 erneut ihre fotografische Gegenwart im Digital Sektor auf der Paris Photo im Grand Palais. Die Präsentation Düsseldorf and Photography, initiiert von der Kommission Fotostadt Düsseldorf, widmet sich der Frage, wie sich Fotografie im Kontext der zeitgenössischen Kunst als medienübergreifende Praxis verändert.

Die Präsenz Düsseldorfs auf der Paris Photo wird in diesem Jahr durch weitere institutionelle Beiträge ergänzt. Thomas Ruff, einer der international prägenden Künstler aus Düsseldorf, wird die zentrale großformatige Präsentation im Eingangsbereich des Grand Palais gestalten. Diese Installation wird auf der Paris Photo ebenfalls in einem Talkprogramm mit Florian Ebner und Thomas Ruff besprochen.

Außerhalb des Grand Palais plant das Goethe-Institut Paris begleitend zur Paris Photo eine Ausstellung mit Arbeiten von Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf aus den Klassen von Prof. Peter Piller und Prof. Josephine Pryde. Damit wird die aktuelle künstlerische Lehre als Bestandteil der Düsseldorfer Fotografiegeschichte und ihrer gegenwärtigen Weiterentwicklung sichtbar.


Die Mitglieder der Bernd-und-Hilla-Becher-Preis Fachjury 2027 stehen fest

  • Bernd-und-Hilla-Becher-Preis 2025, Foto: Sofia Brandes Bernd-und-Hilla-Becher-Preis 2025, Foto: Sofia Brandes

Sophie Haslinger (geboren 1986) ist seit 2022 Kuratorin am KunstHausWien – Museum Hundertwasser mit Schwerpunkt zeitgenössische Fotografie und ökologische Themen. Sie lebt in Wien und ist seit dem 1. August 2026 neue Direktorin des Fotomuseum Winterthur (Schweiz). Haslinger studierte Kunstgeschichte und Kommunikationswissenschaft (Magister, Universität Wien). Zuvor arbeitete sie ab 2015 als Assistenzkuratorin und ab 2022 als Leiterin der Ausstellungsabteilung im KunstHausWien. Sie kuratiert regelmäßig Ausstellungen (u. a. in Magdeburg, Luxemburg) und verfasst Texte für Ausstellungskataloge.

Shannon Ebner (geboren 1985) ist eine US-amerikanische Fotokünstlerin und Hochschullehrerin in New York. Sie lebt in New York City und ist Chair der Fotografie- Abteilung am Pratt Institute (School of Art, New York). Ebner hat einen Master of Fine Arts (Fotografie) der Yale School of Art sowie einen Bachelor (Fotografie) am Bard College erworben. Zuvor war sie Dozentin an der University of Southern California (USC) Roski School, wo sie von 2007–2013 als Area Head des Fachbereichs Fotografie tätig war. Als Künstlerin ist sie bekannt für Fotoarbeiten und Videoarbeiten, die in namhaften Museen (MoMA, Whitney, Guggenheim usw.) gezeigt wurden.

Anna Planas (geboren 1980) ist seit Ende 2022 die künstlerische Leiterin der Messe Paris Photo in Paris. Sie zog 2006 aus Spanien nach Paris, um ihre berufliche Laufbahn der Fotografie zu widmen. Planas hat einen Master in Kulturmanagement der Universität Barcelona. Sie arbeitete mehrere Jahre bei der Magnum-Fotoagentur und war an der Gründung der Galerie Le Bal in Paris beteiligt. Anschließend gründete sie die Galerie Temple (Paris) und kuratierte Ausstellungen, darunter „The Hobbyist“ für das Fotomuseum Winterthur und die Rencontres d’Arles. Seit 2020 leitet sie den Buchladen/Galerie delpire & co in Paris (Verlagsbetrieb und Ausstellungen).

Dr. Linda Conze, Leiterin der fotografischen Sammlung am Kunstpalast, Düsseldorf ist beratendes Mitglied.


ECHT JETZT – 40 Preise sind vergeben! / Deutscher Jugendfotopreis 2026 / Ausstellung im KIT / bis 15.11.2026

  • Preisverleihung des Deutschen Jugendfotopreises in der Kunsthalle Düsseldorf, 2026 Foto: © Katrin Chodor Preisverleihung des Deutschen Jugendfotopreises in der Kunsthalle Düsseldorf, 2026 Foto: © Katrin Chodor

Strahlende Gesichter bei den diesjährigen Preisträger*innen des Deutschen Jugendfotopreises. Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 25 Jahren wurden am Samstagabend den 19.9.2026 in der voll besetzten Kunsthalle Düsseldorf prämiert. Sie kommen aus 11 Bundesländern. Vergeben wurden 40 Preise, die die Jury aus über 8.000 eingereichten Arbeiten ausgewählt hatte. Insgesamt erhielten die Gewinner*innen Preisgelder in Höhe von 14.000 Euro.

We're gonna be royals: 40 Preise sind vergeben! - Deutscher Jugendfotopreis


Optik Oldschool hat InovisCoat und FilmoTec übernommen

  • © Optic Oldschool © Optic Oldschool

Chris Vandebroek, Mitbegründer von Optik Oldschool, hat InovisCoat (Monheim) und FilmoTec (Wolfen, Bitterfeld) übernommen. Mit dieser Übernahme entwickelt und vertreibt Optik Oldschool nicht mehr nur Fotofilme, sondern ist nun selbst Filmhersteller mit Sitz in Düsseldorf.

A new chapter begins. – Optik Oldschool


Ein Bericht über die Fotografie in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: Stephan Macháč 2024
Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: Stephan Macháč 2024

Ein Bericht über die Fotografie in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist seit Jahrzehnten eng mit der Fotografie verknüpft. Der Bericht "Düsseldorf und Fotografie", den das Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Medienwissenschaftlerin Dr. Christina Irrgang erstellt hat, dokumentiert, wo die Akteurinnen, Akteure, Institutionen und Initiativen der Fotografie in Düsseldorf aktuell stehen.

Der Bericht verdeutlicht die Diversität des internationalen Fotostandortes und bietet eine aktuelle Grundlage, um die zukünftige fotografische Entwicklung in Düsseldorf zu fördern. Darüber hinaus wird die Rolle der Fotografie in Düsseldorf, ihre wichtigsten Orte für die Vermittlung, Erforschung und Archivierung, die regionale und internationale Vernetzung sowie ihre Bedeutung als Wirtschaftsfaktor gespiegelt.

Seit der Erfindung der Fotografie ist Düsseldorf eng mit dem Medium verbunden. Frühzeitig haben Künstlerinnen und Künstler in Düsseldorf die Fotografie kontinuierlich in ihre künstlerische Praxis integriert. Daraus hat sich ein international einzigartiges Netzwerk aus Lehre, Produktion, Verarbeitung und Präsentation von Fotografie entwickelt. Dieses Netzwerk und der Umgang mit dem Medium Fotografie als Kulturgut sollen auch zukünftig gemeinsam mit allen Beteiligten weiterentwickelt werden.

Aus diesem Grund hat die Landeshauptstadt Düsseldorf im Mai 2021 die deutschlandweit erste Koordinierungsstelle für Fotografie im Kulturamt eingerichtet und stellt nun den im Juni 2022 fertiggestellten Bericht "Düsseldorf und Fotografie" vor. Der Bericht ist vollständig als PDF-Datei auf dieser Seite abrufbar.

  • Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf

Wir stellen regelmäßig Auszüge aus dem 100-seitigen Kulturamtsbericht „Düsseldorf und Fotografie“ vor und geben Hintergrundinformationen über die Historie, das Netzwerk, die Akteur*innen, Institutionen und Initiativen der Fotografie in Düsseldorf. Diesen Monat stellen wir den Auszug über die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln vor.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln beherbergt das August Sander Archiv mit dem weltgrößten Bestand an Originalabzügen, erhaltenen Glasnegativen, Sanders Korrespondenz sowie Bibliothek. Ein weiterer bedeutender Bestand der Institution ist das Archiv von Bernd und Hilla Becher. Mit diesen Archiven werden zwei fotografische Werkbestände im Rheinland vereint. Hieran anknüpfend ist eine Sammlung aufgebaut worden, welche die Tradition, Gegenwart und zukünftige Entwicklung der dokumentarisch konzeptuellen Fotografie reflektiert. Gabriele Conrath-Scholl leitet die Photographische Sammlung seit 2007. Ihre jahrelange Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie wird von ihrem besonderen Blick und ihrer reflektierten Bezugnahme zum Fotografischen begleitet. In der Auseinandersetzung darüber, welche Bedeutung das Medium für ein Fotoinstitut in Düsseldorf haben kann, das städteübergreifende Kooperationen betreibt, hebt sie die Bedeutung des Rheinlands und speziell auch die der Landeshauptstadt hervor: „Düsseldorf kann auf eine bedeutende künstlerische Tradition verweisen, in der die Fotografie in vielfältiger Weise aufgenommen ist. Dabei kommt vor allem der Kunstakademie ein zentraler Stellenwert zu. Hinter all diesen Persönlichkeiten mit ihren Werken steht ein großes und kostbares Kapitel der Kunst- und Fotografiegeschichte, dass in Deutschland geschaffen wurde und international in die Gegenwartskunst und -fotografie höchst einflussreich ausstrahlt. Dieses wertvolle Kulturerbe sollte vor Ort geschützt und vielseitig reflektiert werden. Die Stadt erweist sich so als Keimzelle für die künstlerische Akzeptanz des Mediums mit weitreichender Wirkung. Nicht zuletzt ist eine große Zahl fotografischer Akteure, Ateliers und damit in Verbindung stehender Firmen in Düsseldorf beheimatet. Düsseldorf kann vor diesem Hintergrund Vernetzungen wie Synergien in unterschiedliche Richtungen bieten.“


Düsseldorf und Fotografie Karte

Düsseldorf und Fotografie Karte

Für eine bessere Orientierung in der Fotostadt Düsseldorf, haben wir eine „Düsseldorf und Fotografie“ Karte erstellt und in unseren Stadtplan maps.duesseldorf.de integriert.


FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DÜSSELDORF

FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DÜSSELDORF

ECHT JETZT – Deutscher Jugendfotopreis 2026 / KIT – Kunst im Tunnel in Düsseldorf / bis 15.11.2026

  • Foto: © Katrin Chodor (für Deutscher Jugendfotopreis 2026) Foto: © Katrin Chodor (für Deutscher Jugendfotopreis 2026)

ECHT JETZT richtet den Blick auf das, was junge Menschen bewegt: auf ihre Fragen, ihre Beziehungen und ihre Perspektiven. In einer Zeit des Wandels eröffnet die Ausstellung einen Raum für Vergewisserung, Austausch und Innehalten. In 40 Arbeiten zeichnet ECHT JETZT ein Bild davon, wie junge Menschen ihre Gegenwart gestalten. Die Ausstellung erlaubt Einblicke in die Facetten, die ihre Leben heute prägen: Sie erzählt von Anteilnahme und Neugier, von Solidarität und Gemeinschaft, von Fragmentierung und Zusammenhalt, von Glauben und Hoffnung. Sie zeigt die Gleichzeitigkeit gesellschaftlicher und privater Kämpfe und macht den Perspektivenreichtum junger Menschen sichtbar.

ECHT JETZT Deutscher Jugendfotopreis 2026 – KIT
Deutscher Jugendfotopreis

 


I, etcetera / Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen / bis 17.1.2027

  • I, etcetera-Julie Becker, Postersize Copy Machine, 1996 I, etcetera-Julie Becker, Postersize Copy Machine, 1996

Künstler*innen: Julie Becker, Chan Hau Chun, Oto Gillen, Robert Glück, Danae Io; Alex Kitnick, Doreen Mende, Fiona Vilmer

Im Zentrum der Gruppenausstellung I, etcetera steht die Auseinandersetzung mit künstlerischer Subjektivität als etwas stets Prozesshaftem und Relationalem. Ausgehend davon richtet die Ausstellung den Blick auch auf die Institution selbst und auf die Prozesse, in denen sich deren eigene Subjektivität herausbildet und artikuliert. Sie fragt danach, wie narrative Strategien und spekulative Entwürfe, die in künstlerischen Praktiken ebenso wie in institutionellen Prozessen wirksam werden, Vorstellungen des Selbst prägen, verschieben und in ein Verhältnis zu anderen setzen.

I, etcetera / Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf


THE FORTUNATE TO SURVIVE WERE FEW (it must be a new season or a bank holiday) / Sarah Kürten / LED-Screen, Johannes-Rau-Haus / bis 6.12.2026 / täglich 5 bis 22 Uhr

  • LED-Screen am Johannes-Rau-Haus, Sarah Kuerten, 2026 LED-Screen am Johannes-Rau-Haus, Sarah Kuerten, 2026

Die für den Public Screen entwickelte Serie, THE FORTUNATE TO SURVIVE WERE FEW (it must be a new season or a bank holiday), führt Sarah Kürtens langjährige Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Bild, Sprache und Wahrnehmung fort. Ausgangspunkt ist ihr Gedicht, mit dem gleichnamigen Titel, das neoliberale Vorstellungen von Individualismus und unbegrenztem Wachstum einer Poetik der Relationalität und gegenseitigen Abhängigkeit gegenüberstellt. Diese Themen werden in neun Bildarbeiten aufgegriffen, die aus Fotografien eines Spinnennetzes, eines Hundes, einer Wasserpumpe und eines Steins sowie einer Industrieanlage entwickelt sind. Durch Rasterung, Vergrößerung und das fortwährende Herauslösen von Bildfragmenten entstehen neue visuelle Konstellationen, die zwischen mikroskopischer Detailansicht und makroskopischem Überblick oszillieren. Wie ihre Lyrik und Prosa eröffnen auch die Bilder keine eindeutigen Aussagen, sondern machen sichtbar, wie sich Formen, Bedeutungen und Zusammenhänge erst im Verhältnis zueinander bilden. Sprache und Bild fungieren dabei als gleichwertige künstlerische Medien, die Bedeutung als etwas Prozesshaftes und Relationales begreifen.

PUBLIC SCREEN: THE FORTUNATE TO SURVIVE WERE FEW (it must be a new season or a bank holiday) von Sarah Kürten / September bis November 2026 - Neue Fotografie


Radu Darvas – Fotografien aus Siebenbürgen / Gephart Hauptmann Haus / bis 13.11.2026

  • © Radu Darvas © Radu Darvas

Radu Darvas (1973 in Rumänien geboren, 2015 in Dresden verstorben) wuchs während des Ceaușescu-Regimes in Rumänien auf. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Bukarest und hielt sich aus familiären Gründen oft in Siebenbürgen auf. Mitte der 1990er-Jahre zog er nach Dresden, um sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste fortzusetzen. Die in der Ausstellung gezeigten Fotografien stammen aus Viscri/Deutsch-Weißkirch, einer Gegend, die heute vom Tourismus geprägt ist. Zur politischen Wendezeit und auch danach verblieb dort überwiegend die ältere Generation der Siebenbürger Sachsen in den Dörfern. Die besonderen Momente und Begegnungen im Alltag dieser Menschen hielt der Künstler mit sensiblem Blick mit der Kamera fest. Am 15.10. und 28.10.2026 um 19 Uhr findet ein Vortrag und Ausstellungsrundgang statt.

Radu Darvas: Schwarz-Weiß-Fotografien aus Siebenbürgen – Ausstellung im GHH Düsseldorfumänischen Künstlers Radu Darvas im Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf über Alltag, Geschichte und Kultur Siebenbürgens


Moral_Staat_Norm / Michael Reisch / Schadowstr. 38, Kö-Bogen II / bis 31.10.2026 / täglich 20 – 23 Uhr

  • Moral_Staat_Norm, Text-Video-Arbeit, 01:44 min, Loop, 2026, adaptiert für LED-Wand, 4 x 70 m, (simulation) Moral_Staat_Norm, Text-Video-Arbeit, 01:44 min, Loop, 2026, adaptiert für LED-Wand, 4 x 70 m, (simulation)

Im Oktober 2026 wird die großformatige LED-Wand von TAKE A BOW mit Michael Reischs Text-Video-Arbeit Moral_Staat_Norm zu einem öffentlichen Denkraum. In animierter Folge erscheinen Begriffe wie „Moral“, „Staat“, „Norm“, „Macht“, „Agenda“ und „Wahrheit“ und verdichten sich zu einer offenen Matrix gesellschaftlicher Aushandlung. Sprache beschreibt Wirklichkeit nicht nur, sie ordnet sie. In Moral_Staat_Norm setzt Michael Reisch Begriffe in Beziehung, die gesellschaftliche und politische Debatten strukturieren. „Wissen“, „Wahrheit“ und „Fakt“ begegnen „Doktrin“, „Glaube“ und „Agenda“, „Gemeinwohl“ steht neben „Privileg“. Die Arbeit formuliert dabei keine eindeutige Lesart. Vielmehr entstehen durch Reihenfolge, Wiederholung und Gegenüberstellung wechselnde Spannungsfelder, in denen Bedeutungen instabil werden und sich neu aufeinander beziehen.

recent | Michael Reisch


House of Balagan – JUBILÄUM! 10 Jahre Sammlung Philara / bis 14.2.2027

  • Ausstellungsplakat, House of Balagan, Sammlung Philara, 2026 Ausstellungsplakat, House of Balagan, Sammlung Philara, 2026

Künstler*innen: Christoph Westermeier, Marcel Odenbach, Sigmar Polke, Katharina Sieverding, Wolfgang Tillmans, Rosemarie Trockel, u. a.

Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens in Düsseldorf Flingern freut sich die Sammlung Philara, im Juni 2026 mit HOUSE OF BALAGAN eine umfassende Sammlungspräsentation zu eröffnen. Mit weit mehr als 100 Arbeiten von über 80 Künstler*innen werden sowohl die weitläufige Halle als auch sämtliche Kabinette der Sammlung Philara bespielt. Die Ausstellung zeigt einen konzentrierten und zugleich repräsentativen Ausschnitt aus der Sammlung Gil Bronners, die heute fast 2000 Werke umfasst. Ergänzt wird die Präsentation durch ausgewählte Arbeiten aus der Sammlung von Bronners Eltern, die das Kunstinteresse des Sohnes früh prägten. Zudem sind Werke aus den Sammlungen seiner Kinder Philip und Lara, nach denen das Ausstellungshaus benannt ist, vertreten.

HOUSE OF BALAGAN | Philara


Eva Rubinstein / Galerie Maria Sels / 29.08. – 31.10.2026 / Eröffnung 28.8. 19 Uhr

  • Restaurant, Arles, 1984 © Eva Rubinstein und Courtesy: Galerie Clara Maria Sels Restaurant, Arles, 1984 © Eva Rubinstein und Courtesy: Galerie Clara Maria Sels

Die international renommierte, in New York lebende Fotografin Eva Rubinstein feierte am 18. August 2026 ihren 93. Geburtstag. Aus diesem Anlass würdigt die Stadt Düsseldorf das außergewöhnliche Lebenswerk der Künstlerin mit einem Doppelausstellungsprojekt in der Galerie Clara Maria Sels und im Museum Schloss Benrath. Rubinstein entwickelte eine unverwechselbare Bildsprache, die sich fast ausschließlich auf Schwarzweiß-Fotografie beschränkt. In ihren Arbeiten erkundet sie die Verbindung zwischen der sichtbaren Realität und einer unsichtbaren emotionalen Ebene. Innenräume, intime Porträts ihres Vaters oder die Spurensuche in Polen werden in den Fotografien wiederholt thematisiert. Eva Rubinstein bezeichnete ihre Fotografie oft als eine Erkundung der „dritten Dimension“. Damit meinte sie die Verschmelzung der sichtbaren Realität mit den verborgenen Emotionen des Betrachters.

Galerie Clara Maria Sels - Home


Proof of Life / Eva Rubinstein / Schloss Benrath / bis 29.11.2026

  • Bett, Minnesote, 1978, Eva Rubinstein Bett, Minnesote, 1978, Eva Rubinstein

Die eindringlichen Schwarzweiß-Fotografien von Eva Rubinstein erzählen von der Poesie des Alltags und erforschen innere Emotionen durch die Wahrnehmung der äußeren Welt. Die 93-jährige polnisch-amerikanische Künstlerin hält in ihren Bildern sowohl die Schönheit als auch die Melancholie des Daseins fest und lässt gewöhnliche Momente in besonderem Licht erscheinen. Nach einer Karriere als Tänzerin und Schauspielerin entdeckte sie die Fotografie als Medium, um ihre Umgebung und die „dritte Dimension“ zu erkunden – die Verschmelzung von äußerer Realität und inneren Empfindungen. Seit 1970 ist so ein umfangreiches fotografisches Werk entstanden, das in der Ausstellung exemplarisch gezeigt wird.

Ausstellungen – Schloss Benrath


Formensprache / Bernd und Hilla Becher, Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff / Galerie Ludorff / bis 24.10.2026

  • Ausstellungsansicht, Bernd & Hilla Becher, Hochöfen (Winderhitzer), 1982-1988, 10 Silbergelatineabzüge, 10-teilig. Links: Brigitte & Martin Matschinsky-Denninghoff, Denkmal (Stein IV), 1988, Messing und Zinn auf Schiefersockel. Rechts: Lynkeus, 1977, Messing und Zinn auf Holzsockel Ausstellungsansicht, Bernd & Hilla Becher, Hochöfen (Winderhitzer), 1982-1988, 10 Silbergelatineabzüge, 10-teilig. Links: Brigitte & Martin Matschinsky-Denninghoff, Denkmal (Stein IV), 1988, Messing und Zinn auf Schiefersockel. Rechts: Lynkeus, 1977, Messing und Zinn auf Holzsockel

Bernd und Hilla Becher prägten mit ihren fotografischen Typologien von Industriebauten die internationale Fotografie seit den 1960er Jahren. Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff entwickelten parallel dazu eine skulpturale Sprache, die von Spannung, Bewegung und räumlicher Konstruktion bestimmt ist. Die Gegenüberstellung der Werke macht formale und konzeptuelle Parallelen sichtbar. Die Fotografien von Hilla und Bernd Becher folgen einer klaren Systematik und untersuchen industrielle Architektur in seriellen Zusammenhängen. Die Skulpturen von Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff beschäftigen sich mit Gleichgewicht, Verdichtung und der Beziehung von Körper und Raum. Beide Künstlerpaare verbindet die enge Zusammenarbeit über viele Jahrzehnte hinweg sowie das Interesse an konstruktiven Prozessen und der Wirkung von Form im Raum. Die Ausstellung führt diese Positionen in einen direkten Dialog und eröffnet neue Perspektiven auf das Verhältnis von Fotografie und Skulptur.

FormenSprache. Bernd & Hilla Becher / Brigitte & Martin Matschinsky-Denninghoff


What takes shape / Lilian Kreutzberger und Anna Vogel / COSAR / bis 17.10.2026

  • New Cities, 2026 (Detail), Tusche auf Pigment Print, ca. 160 cm x 120 cm, Anna Vogel, Courtesy COSAR, Düsseldorf New Cities, 2026 (Detail), Tusche auf Pigment Print, ca. 160 cm x 120 cm, Anna Vogel, Courtesy COSAR, Düsseldorf

What takes shape / Lilian Kreutzberger und Anna Vogel / COSAR / bis 17.10.2026

What takes shape / Lilian Kreutzberger und Anna Vogel / COSAR / bis 17.10.2026

COSAR präsentiert eine dialogische Ausstellung der Künstlerinnen Lilian Kreutzberger und Anna Vogel. Beiden gemeinsam ist eine offensichtliche Ambiguität im Umgang mit den medialen Ressourcen ihrer Arbeiten. Anna Vogel transformiert Fotografie durch digitale und manuelle Eingriffe wie Zeichnung, Kratzen, Übermalen oder Collagieren. Dadurch entstehen Bilder, die durch ihre technische und inhaltliche Vieldeutigkeit faszinieren und zwischen Dokumentation und Fiktion schweben. Lilian Kreutzbergers Arbeiten bewegen sich zwischen Malerei, Fotografie, Skulptur und digitalem Imaging und erforschen die Grenzen zwischen physischem und virtuellem Raum. Sie kombiniert traditionelle künstlerische Praktiken mit avancierten Technologien und digitalen Bildsystemen. Die Arbeiten von Anna Vogel und Lilian Kreutzberger sind dabei immer von vielschichtiger künstlerischer Komplexität und ästhetischem Reiz geprägt, ihr visuelles und haptisches Angebot verführt den Betrachter sich eingehend mit seiner Sicht auf die Welt auseinanderzusetzen.

Home – COSAR


Irmel Kamp / Linn Lühn / bis 17.10.2026

  • Foto: Irmel Kamp © Albrecht Fuchs Foto: Irmel Kamp © Albrecht Fuchs

Seit mehr als vier Jahrzehnten fotografiert Irmel Kamp Architektur und führt dabei langfristige Forschungsprojekte durch, die sich auf einen bestimmten Stil oder eine bestimmte Region konzentrieren. Die aktuelle Ausstellung präsentiert eine Auswahl aus zwei ihrer bedeutendsten Werkkomplexe: „Modern Architecture in Tel-Aviv 1930–1939“ ist das Ergebnis einer fünfjährigen Forschungsarbeit, die mehr als 600 Gebäude umfasste; Kamp realisierte sie zwischen 1987 und 1993 – also noch vor den umfassenden städtischen Erhaltungsmaßnahmen und der Anerkennung der Stadt als UNESCO-Welterbe im Jahr 2003. Das zweite Projekt, „Les Années Trente“ (realisiert 1996–1997), widmet sich der Architektur der Moderne der 1930er Jahre in Brüssel. Beide Projekte bilden eine Art Archäologie eines lokalen „International Style“. Anstatt lediglich „Wohnmaschinen“ darzustellen – jenes wegweisende Diktum Le Corbusiers –, wirken die Gebäude auf Irmel Kamps Fotografien deutlich „bewohnt“ und weniger mechanisch; sie sind durchdrungen von einem Gefühl für Ort und Zeit sowie einer Poetik der Präsenz.

LINN LÜHN - Gallery in Düsseldorf


Le Songe des idoles / Valérie Belin / Van der Grinten Galerie / bis 7.11.2026

  • Porcelain Parrot Bird (China Girls Series), 2018, 177 x 134 x 5 cm, Ed. 6+2 AP, Valérie Belin Porcelain Parrot Bird (China Girls Series), 2018, 177 x 134 x 5 cm, Ed. 6+2 AP, Valérie Belin

Die Ausstellung Le songe des idoles – die erste in den neuen Räumen in Düsseldorf Flingern – gibt den Auftakt der neuen Zusammenarbeit mit einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen der französischen Szene, Valérie Belin. Es ist zugleich die erste signifikante Präsentation dieser herausragenden Vertreterin der Gegenwartsfotografie in Deutschland seit über zwanzig Jahren. Mit vierzehn Fotografien aus den letzten zwölf Jahren gewährt diese repräsentative Auswahl Einblicke in die wesentlichen Aspekte ihres Schaffens. Seit Ende der 1990er Jahre hat Valérie Belin rund fünfzig Serien geschaffen und dabei eine kraftvolle Bildsprache mit großer thematischer Kohärenz entwickelt. Ausgehend von den Anforderungen der analogen Fotografie und der Studioaufnahme hat sie nach und nach neue technische Möglichkeiten in ihre Arbeit integriert. Ihre großformatigen Schwarz-Weiß-Serien „Miroirs“ (1997), „Bodybuilders“ (1999), „Mariées marocaines“ (2000) oder „Mannequins“ (2003), die sich durch skulpturale Präzision und übernatürliche Schärfe auszeichnen, sind zu Ikonen geworden und haben die Geschichte der zeitgenössischen figurativen Fotografie maßgeblich geprägt.

Le songe des idoles – Van der Grinten Galerie


ALLEZ GUT / Lennart Brede / Anna Laudel Galerie / bis 22.10.2026

  • Lennart Brede, Cut your Teeth, Fine Art Print, Silk scarf, 150 x 120cm, courtesy der Künstler und Anna Laudel Galerie Lennart Brede, Cut your Teeth, Fine Art Print, Silk scarf, 150 x 120cm, courtesy der Künstler und Anna Laudel Galerie

Die Galerie Anna Laudel präsentiert mit ALLEZ GUT erneut eine Einzelausstellung des Berliner Künstlers Lennart Brede. Der Ausstellungstitel wirkt zunächst wie eine beiläufige Alltagsfloskel. Tatsächlich beschreibt ALLEZ GUT eine Haltung zwischen Zuversicht und Verantwortung. In einer Zeit wachsender Ungewissheit formuliert der Titel die bewusste Entscheidung, den Glauben an das Gute nicht aufzugeben. Die Ausstellung beginnt dort, wo vertraute Sicherheiten ihre Selbstverständlichkeit verlieren.

Lennart Brede: Allez Gut — DC Open


Bendzulla x Breunig: Bilder / Johannes Bendzulla und Andreas Breunig / Petra Rinck Galerie / bis 24.10.2026

  • Bendzulla x Breunig: Bilder, Petra Rinck Galerie, 2026 Foto: A. R. Bendzulla x Breunig: Bilder, Petra Rinck Galerie, 2026 Foto: A. R.

Die Petra Rinck Galerie präsentiert erstmals Gemeinschaftsarbeiten der beiden Künstler Johannes Bendzulla und Andreas Breunig. Die gezeigte Werkgruppe führt die jeweiligen bildnerischen Ansätze der beiden Künstler zusammen – bei Bendzulla in den digitalen Medien verwurzelt, bei Breunig in der Malerei. In ihrer jeweiligen künstlerischen Praxis verfolgen beide einen medienreflexiven Ansatz, der zum verbindenden Element ihrer Zusammenarbeit wird. Die Ausstellung ist die Antwort der beiden Künstler auf eine im Grunde einfache Frage: Wie könnte ein Bild in der Medienrealität des Jahres 2026 aussehen?

Upcoming Exhibitions - Petra Rinck Galerie


Asia Pop / NRW Forum / bis 23.5.2027

  • Oliver Sieber, Sailor Chibi Moon, Potsdam 2006, from: Character Thieves 2005-2007, pigment print, 93 cm x 113 cm Oliver Sieber, Sailor Chibi Moon, Potsdam 2006, from: Character Thieves 2005-2007, pigment print, 93 cm x 113 cm

Künstler*innen: Corina Gertz, Katja Stuke, Oliver Sieber, u. a.

Comics, Film, Essen und vieles mehr – ostasiatische Popkultur prägt den globalen Mainstream entscheidend mit. Das NRW-Forum präsentiert mit ASIA POP die erste umfassende Ausstellung in Deutschland, die sich dieser Entwicklung und ihren kulturpolitischen, wirtschaftlichen und ästhetischen Einflüssen widmet. Von Kawaii-Charakteren wie Hello Kitty über Animationsfilme von Studio Ghibli, K-Pop Bands wie BTS bis hin zu Games wie Black Myth Wukong: ASIA POP macht die Vielfalt der Populärkultur aus Ostasien erlebbar. In Düsseldorf, der Stadt mit der größten ostasiatischen Bevölkerung Deutschlands, entwirft das NRW-Forum auf 1200 Quadratmetern und anhand von rund 400 Werken ein visuelles, klangliches und kulinarisches Panorama ostasiatischer Popkultur.

ASIA POP: NRW-Forum Düsseldorf (de)


Echtzeit / Haus der Wissenschaften – Karl-Arnold-Haus / bis 25.2.2027

  • © Akademie der Wissenschaft und der Künste, 2026 © Akademie der Wissenschaft und der Künste, 2026

Künstler*innen: Candida Höfer, Liz Deschenes, Tobias Hohn und Stanton Taylor, Rosemarie Trockel, u. a.

Echtzeit ist nach Leben nach Microsoft das zweite Kapitel einer interdisziplinären Auseinandersetzung mit dem sogenannten „Haus der Wissenschaften“ – auch als „Karl-Arnold-Haus“ bekannt. Seit 1970 beherbergt das von Hans Schwippert zwischen 1958 und 1960 errichtete, mittlerweile denkmalgeschützte Gebäude, die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste. In Echtzeit tritt der bedeutende Bau der Nachkriegsmoderne in den Dialog mit künstlerischen Arbeiten, die Fragen von Architektur, Raum und Zeit unter dem Aspekt einer sich dauerhaften beschleunigenden Gegenwart reflektieren. Träge und widerständige Architektur trifft auf das Versprechen permanenter Verfügbarkeit und Unmittelbarkeit. Kunst entfaltet sich in diesem Rahmen nicht in „White Cubes“, sondern interagiert unmittelbar mit den räumlichen Gegebenheiten – macht sich diese gar zu eigen.

Echtzeit: Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste


Personal Perspectives – 50 Jahre Leica Galerien / Leica Galerie Düsseldorf / bis 16.1.2027

  • Oaxaca, Oaxaca, Mexico, 1990 © Alex Webb Oaxaca, Oaxaca, Mexico, 1990 © Alex Webb

Mit der Eröffnung der ersten Leica Galerie in Wetzlar vor 50 Jahren legte das Unternehmen den Grundstein für sein kulturelles Engagement, dessen Erfolgskonzept bis heute mit mittlerweile 27 Galerien auf der ganzen Welt fortgeführt wird. In Kooperation mit den weltweit tätigen Leica Galeristinnen und Galeristen ist eine spannende und vielseitige Ausstellung entstanden. Mit vielen Leica Klassikern und ebenso vielen Neuentdeckungen. Aus diesem Konvolut an Lieblingsbildern wurde die Auswahl für Personal Perspectives kuratiert. So vielfältig die Programme der Galerien sind, so facettenreich ist auch die Ausstellung, die in der neuen Leica Galerie Düsseldorf präsentiert wird.

„Personal Perspectives - 50 Jahre Leica Galerien“


Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Vorschau

Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Vorschau

Deutscher Fotobuchpreis 26/27 / KAP 1 / Zentralbibliothek Düsseldorf / 8.12.2026 – 29.1.2027

  • Fotos: © Susanne Suttner, Schwandorf für Deutscher Fotobuchpreis und Stefan Effenhauser, Stadt Regensburg Fotos: © Susanne Suttner, Schwandorf für Deutscher Fotobuchpreis und Stefan Effenhauser, Stadt Regensburg

Das Medium Buch trifft auf die Kunst der Fotografie. Der Deutsche Fotobuchpreis ist weit mehr als ein Wettbewerb. Er ist ein Prädikat für visuelle und haptische Exzellenz. Die Preisträger*innen des Jahrganges 26/27 werden in einer exklusiven Ausstellung im KAP1, dem Ausstellungsbereich der Zentralbibliothek präsentiert. Der Deutsche Fotobuchpreis wird jährlich an Werke verliehen, die durch eine besondere Symbiose aus fotografischer Vision, herausragender Gestaltung und drucktechnischer Qualität bestechen. Eine unabhängige Jury bewertet hierbei Veröffentlichungen von Verlagen sowie Eigenpublikationen (Self-Publishing). Ab dem 8.12.2926 haben Sie die Möglichkeit, die »Crème de la Crème« der Fotoliteratur zu entdecken. Von monumentalen Bildbänden bis hin zu intimen, künstlerischen Fotoprojekten. Das Projekt wird von der Kommission Fotostadt Düsseldorf gefördert.

Deutscher Fotobuchpreis – Der Deutsche Fotobuchpreis ist ein jährlicher Wettbewerb, bei dem die besten Fotobücher des deutschsprachigen Raumes in mehreren Kategorien von einer unabhängigen Jury ausgezeichnet werden.


Haus u r 2026 / Gregor Schneider / Kunsthalle Düsseldorf / 17.10.2026 – 17.1.2027

  • Foto: Gregor Schneider © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Gregor Schneider © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Die Kunsthalle Düsseldorf zeigt mit Haus u r 2026 eine umfassende Ausstellung des international renommierten Künstlers Gregor Schneider. Im Zentrum steht sein seit den 1980er-Jahren fortgeführter Werkkomplex Haus u r, der zu den einflussreichsten raumbezogenen Arbeiten der Gegenwartskunst zählt. Spätestens seit Schneider im Jahr 2001 für Totes Haus u r im Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, ist das Haus u r international bekannt. Seither wurden Räume aus diesem fortlaufenden Werk in zahlreichen bedeutenden Museen weltweit gezeigt.

Haus u r 2026 / Kunsthalle Düsseldorf


Drilling for Warmth / Charlotte Rupprath / Nails Projectroom e. V. / 9.10. – 5.11.2026 / Eröffnung 8.10. 18 – 21 Uhr

  • Drilling for Warmth, 2026 © Charlotte Rupprath Drilling for Warmth, 2026 © Charlotte Rupprath

In der Ausstellung „Drilling for Warmth“ präsentiert Charlotte Rupprath skulpturale und fotografische Arbeiten, die Fragmente menschlicher und tierischer Körper untersuchen. Die Werke wirken wie Spuren eines in einem einzigen Moment erstarrten Archivs. Auf die Weise wird ein fortlaufender Untersuchungsprozess sichtbar gemacht. Charlotte Rupprath nutzt das Medium der Fotografie sowohl als Instrument der Beobachtung als auch als Mittel der Erkenntnisgewinnung. Sie vergrößert und fragmentiert ihre Beobachtungen von Mensch und Tier und entzieht die dargestellten Motive dabei ihrem Kontext sowie einer eindeutigen Interpretierbarkeit.

NAILS projectroom


At a Distance / Enya Burger und Katja Pilipenko / AURA Kunstraum / 02.10. – 24.10.2026 / Eröffnung 02.10.2026 18 – 21 Uhr

  • Ausstellungsplaka, At a Distance, 2026 © Elena Byalaya Ausstellungsplaka, At a Distance, 2026 © Elena Byalaya

Vorboten der Leidenschaft / Akademie-Galerie / 12.10.2026 – 30.1.2027 / Eröffnung 12.10.2026, 18 Uhr

  • Ausstellungsplakat, Vorboten der Leidenschaft, Akademie-Galerie, 2026 Ausstellungsplakat, Vorboten der Leidenschaft, Akademie-Galerie, 2026

Zum Auftakt zeigt die neue Leiterin der Akademie-Galerie der Kunstakademie Düsseldorf, Ruth Noack, erstmals frühe Gemälde von Nan Hoover neben einer Skulptur von Luise Kimme – und gibt einen Ausblick auf ihr Programm bis 2029. Die Akademie soll zu einem lebendigen Treffpunkt werden – für alle, die sich für Kunst interessieren. Auf Grundlage der Sammlung sollen sich künftig Ausstellungen, die gemeinsam mit Studierenden entstehen, mit kleineren Präsentationen und Veranstaltungen abwechseln. So gibt es während der gesamten Dauer von „Vorboten der Leidenschaft“ jeden Donnerstag um 18 Uhr Programm, wobei sich Gespräche, Vorträge, Eröffnungen und Führungen abwechseln. Zur Ausstellungseröffnung werden begleitend Arbeiten von Andreas Bee, Richard Helbin, Ludwig Kuffer, Claudia Schmacke unter dem Titel Aus dem Vollen schöpfen gezeigt.

Vorboten der Leidenschaft - Kunstakademie Düsseldorf


Taras Polataiko – Ein Künstler als Archäologe auf der Suche nach dem alten Czernowitz / Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus / Deutsch-osteuropäisches Forum / 21.11.2026 – 31.1.2027 / Eröffnung 19.11.2026 19 Uhr

  • © Taras Polataiko © Taras Polataiko

Taras Polataiko setzt sich in seinen Arbeiten mit Erinnerung, Identität, Geschichte sowie den Folgen von politischen Umbrüchen, Gewalt und Katastrophen auseinander. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er mit Projekten zur ukrainischen Geschichte, zum kulturellen Gedächtnis und zu den Nachwirkungen historischer wie gegenwärtiger Konflikte. Die Ausstellung zeigt ausgewählte Videoarbeiten, Fotografien, Performances und Dokumentationen künstlerischer Interventionen. Sie geben Einblick in das vielschichtige Werk eines Künstlers, der Erinnerung nicht als statisches Archiv begreift, sondern als lebendigen Prozess des Wiederentdeckens, Befragens und Neu-Erzählens. Zur Eröffnung findet um 19 Uhr ein Gespräch mit Taras Polataiko, Prof. Dr. Alexander Wöll und Matthias Richter statt

Taras Polataiko: Auf der Suche nach dem alten Czernowitz


Große Werkschau / Andreas Gursky / Kunstsammlung NRW / 2027

  • Foto: © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Courtesy Sprüth Magers Foto: © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Courtesy Sprüth Magers

Die Kunstsammlung NRW zeigt 2027 eine große Werkschau des Fotokünstlers Andreas Gursky. Darin wird auch dessen aktuelles Bild „Harry Styles“ zu finden sein. Die Idee dazu entstand bei einem Besuch des Popstars in Gurskys Düsseldorfer Atelier. Das mehr als vier Meter lange und zweieinhalb Meter hohe Kunstwerk mit dem Titel „Harry Styles“ wird zentraler Bestandteil der großen Werkschau sein, die die Kunstsammlung NRW im November 2027 im K21 in Düsseldorf präsentiert.

Andreas Gursky | News


FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DEUTSCHLAND UND INTERNATIONAL

FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DEUTSCHLAND UND INTERNATIONAL

Katharina Sieverding und Joseph Beuys / Museum Schloss Moyland / Bedburg-Hau / 11.10.2026 - 7.2.2027

  • Katharina Sieverding, Schichtseite nach unten VIII 1971/2007 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Klaus Mettig © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Katharina Sieverding, Schichtseite nach unten VIII 1971/2007 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Klaus Mettig © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

In dieser Ausstellung tritt Katharina Sieverding in den Dialog mit ihrem ehemaligen Professor Joseph Beuys. Der Fokus liegt dabei auf ihrer Zeit an der Düsseldorfer Kunstakademie und fasst Aspekte von Beuys‘ Lehre wie Beteiligungsprozesse und Werte wie Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie ins Auge. Die Ausstellung umfasst rund 140 Werke von Katharina Sieverding und Joseph Beuys, darunter Fotografien, Zeichnungen, Film- und Diaprojektionen sowie raumbezogene Arbeiten. Ergänzt werden sie durch Fotografien und Dokumente aus dem Joseph Beuys Archiv des Museums Schloss Moyland, dem Archiv Katharina Sieverding und Klaus Mettig sowie verschiedenen Theaterarchiven.

Zur Eröffnung am 11.10.2026 um 14 Uhr begrüßen Stephan Reinders, Bürgermeister Gemeinde Bedburg-Hau
und Dr. Antje-Britt Mählmann, Künstlerische Direktorin Stiftung Museum Schloss Moyland. Es folgt danach ein
Podiumsgespräch mit Pola Sieverding, Orson Sieverding, Prof. Dr. Diana Weis und Dr. Wolfgang Zumdick, Moderation: Dr. Alexander Grönert

Katharina Sieverding & Joseph Beuys: Schloss Moyland


1 day in space / Ed Atkins / Gladstone Gallery / Seoul, Korea / bis 31.10.2026

  • 16th of April, 19.21‘30‘‘ (Passive Mech), Ed Atkins 16th of April, 19.21‘30‘‘ (Passive Mech), Ed Atkins

Mit der Ausstellung 1 day in space zeigt Gladstone die Werke des renommierten britischen Künstlers Ed Atkins am neuen Standort der Galerie in Seoul. Atkins, bekannt für eine multidisziplinäre Praxis, in der das technologische Surrogat als vermittelndes Instrument fungiert, etwa im Umgang mit Fragen von Zeit, Verlust sowie dem Spannungsfeld zwischen Dauerhaftigkeit und Vergänglichkeit, wendet sich hier analogen Strategien zu. Diese greifen die Fragen, die sein Werk seit Langem durchziehen, erneut auf und stellen sie in einen neuen Kontext. Mit der Präsentation einer bedeutenden neuen Videoarbeit sowie einer Reihe erweiterter fotografischer Werke, Skulpturen und Frottagen bietet 1 day in space nicht nur eine visuelle Allegorie der Familie, sondern wirft auch Fragen dazu auf, was es bedeutet, das Reale freizulegen und neu zu konstituieren.

1 day in space | Gladstone Gallery


jpegs ny / Thomas Ruff / David Zwirner / New York, USA / bis 31.10.2026

  • Thomas Ruff, jpeg ny02, 2004 Thomas Ruff, jpeg ny02, 2004

David Zwirner freut sich, eine bedeutende Werkgruppe von Fotografien des Künstlers Thomas Ruff in der Galerie am Standort 533 West 19th Street in New York zu präsentieren. Die zwölf ausgestellten Arbeiten stammen aus der Serie jpegs ny einem Teilkomplex der umfassenderen jpegs-Reihe des Künstlers – und basieren auf Bildern der Anschläge auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001. Die Ausstellung, die mit dem 25. Jahrestag der Anschläge zusammenfällt, wurde vom Künstler als Gedenken an diesen Tag konzipiert. Vor der Präsentation in New York war diese Werkgruppe bereits im Rahmen des Sektors „Unlimited“ auf der Art Basel 2026 zu sehen.

Thomas Ruff: jpegs ny | New York: 19th Street | Opening September 10, 2026 | David Zwirner


Entangled Lines x Sigmar Polke. Athanor NOW / Berit Schneidereit / Kunsthaus NRW Kornelimünster / Aachen / bis 30.11.2026

  • Berit Schneidereit, Luminogramm und Chemigramm auf Silbergelatinepapier (kontinuierlich Licht-sensitiv), 2026 © the artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Berit Schneidereit, Luminogramm und Chemigramm auf Silbergelatinepapier (kontinuierlich Licht-sensitiv), 2026 © the artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Im Rahmen des internationalen Forschungs- und Vermittlungsprojekts „Sigmar Polke. Athanor NOW“, initiiert von der Anna-Polke-Stiftung, entwickelt die Künstlerin Berit Schneidereit für das Kunsthaus NRW ein ortsspezifisches Ausstellungsprojekt, das über den Zeitraum eines halben Jahres in zwei ineinandergreifenden Teilen realisiert wird. Ausgehend von erweiterter Fotografie als einer liquiden, prozesshaften und materialbasierten künstlerischen Praxis untersucht Schneidereit das fotografische Medium als Ausdruck eines Kontinuums von Zeit und Raum. Zentrale Bezugspunkte bilden dabei Sigmar Polkes „Dürerschleifen“, die 1986 Teil seiner ikonischen Athanor-Installation im Deutschen Pavillon der Biennale von Venedig waren, sowie seine experimentellen fotografischen Arbeiten mit Pflanzenranken aus dem gleichen Zeitraum.

Berit Schneidereit – Entangled Lines x Sigmar Polke. Athanor NOW - Kunsthaus NRW Kornelimünster


recollected #2 / Jana Müller und Martina Sauter / AFF Galerie / Berlin / bis 18.10.2026

  • Ausstellungsansicht, recollected #2, Berlin, 2026 Foto: © Martina Sauter Ausstellungsansicht, recollected #2, Berlin, 2026 Foto: © Martina Sauter

Die AFF Galerie in Berlin präsentiert die „recollected #2“ mit Arbeiten von Jana Müller und Martina Sauter. Ausgangspunkt der Ausstellungsreihe „recollected“ ist die Frage, wie Erinnerung entsteht und über Speichermedien wie Fotografien bewahrt und vermittelt wird. Fotografie steht dabei in einem besonderen Verhältnis zur Vergangenheit: Sie hält Momente fest, setzt Orte und Personen in Szene und wird selbst zum Träger individueller wie kollektiver Erinnerungen. Zugleich spielen Kontext, Auswahl und persönliche Assoziationen eine zentrale Rolle bei der Betrachtung und Interpretation von Bildern. Im Zentrum der Ausstellung stehen Fragen nach dem Umgang mit fotografischen und archivalischen Bildern, ihrer Bedeutung für die Konstruktion und Rekonstruktion von Erinnerung sowie nach den Leerstellen, die zwischen dokumentierter Geschichte und persönlicher Erfahrung entstehen können. Kuratiert wird die Ausstellung von Miriam Hüning.

AFF Galerie


POSTURES / HALTUNGEN – Menschen des Centre Pmpidou nach August Sander / Florian Ebner und Andreas Langfeld / GLASMOOG Halle, Kunsthochschule für Medien Köln / bis 7.11.2026

  • Abb.: Florian Ebner & Andreas Langfeld, "Firoud Dib, Rudy Fréchou-Mondésir, agents de sûreté (nach August Sander, Zöllner, 1926)", 2022–2024, Fotografie, 55 x 45 cm (gerahmt) Abb.: Florian Ebner & Andreas Langfeld, "Firoud Dib, Rudy Fréchou-Mondésir, agents de sûreté (nach August Sander, Zöllner, 1926)", 2022–2024, Fotografie, 55 x 45 cm (gerahmt)

Wenn zwei Systeme zusammentreffen, entsteht Reibung, im besten Falle etwas Neues. Da gibt es auf der einen Seite eine herausragende fotografische Archivarbeit, August Sanders Menschen des 20. Jahrhundert, die vor 100 Jahren ihren Ausgang genommen hat. Da steht auf der anderen Seite eine der größten europäischen Kulturinstitutionen, das Pariser Centre Pompidou, in dem etwa 2.000 Menschen arbeiten und das im kommenden Jahr 50 Jahre alt wird. Den Ausgangspunkt der gezeigten Arbeit bildet das Scheitern eines Buchprojekts zu Sander am Centre Pompidou.
Als Reaktion auf verwehrte Fotografien des Kölner Fotografen entstand der Plan, die Idee seines Porträtatlas in die heutige Zeit zu überführen und auf seine soziale Relevanz zu testen. Als umfangreiches kollektives Porträt konzipiert, zeigen alle Fotografien dieser Ausstellung Menschen, die einen Bezug zum Centre Pompidou haben, ob sie dort arbeiten oder forschen und lernen, Kunst produzieren oder in seinem Schatten leben.

GLASMOOG zeigt: Florian Ebner & Andreas Langfeld – Postures / Haltungen - KHM


In Suspension / Alex Grein / Kunstverein Ruhr / Essen / bis 20.12.2026

  • Not Yet Titled (dissolve), 2015, Alex Grein, Inkjet-Print Not Yet Titled (dissolve), 2015, Alex Grein, Inkjet-Print

Alex Grein untersucht Zustände des Übergangs, der Speicherung und der Auflösung. Die Ausstellung gliedert sich in zwei miteinander korrespondierende Werkgruppen, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Bilder zwischen Materialität, Erinnerung und Vergänglichkeit oszillieren. Im Zentrum des Raumes befindet sich auf einem Sockel das verflüssigte Fotoarchiv der Künstlerin. Fotografische Bilder werden ihrer ursprünglichen Form entzogen und in Museum Jars überführt – Gefäße, die traditionell der Bewahrung und Konservierung dienen. Diese verschlossenen transparenten Behälter konkretisieren anschaulich ein Bildarchiv besonderer, geradezu substantieller und essentieller Art. An den Wänden des Ausstellungsraums ist hingegen eine zweite Werkgruppe zu sehen, die sich mit der Materialisierung digitaler Bilder auseinandersetzt. Alex Grein überführt flüchtige, nur als Datensätze vorliegende Bildzustände in beeindruckende großformatige Prints und hält den Moment ihrer Auflösung fest.

Kunstverein Ruhr


Exposure / Alex Grein / Galerie Giesela Clement / Bonn / bis 24.10.2026

  • Burning Sun III Pictures on a Screen 2026, Alex Grein, 107x75 cm, Inkjet Print Courtesy die Künstlerin und Galerie Gisela Clement Burning Sun III Pictures on a Screen 2026, Alex Grein, 107x75 cm, Inkjet Print Courtesy die Künstlerin und Galerie Gisela Clement

In der Ausstellung Exposure, welches sich auf die Enthüllung und Offenlegung von Informationen sowie den fotografischen Terminus der Belichtung bezieht, thematisiert Alex Grein Wahrnehmungsstrategien. Mit neuen Arbeiten reflektiert die Künstlerin digitale Bildwirkungen und den damit begleitenden Informationszyklus, welche die Prozesse und Sehweisen unter den Folgen von Klima und Social Media kontextualiseren. Dieses Jahr wurde Alex Grein mit dem Luise-Straus-Preis 2026 vom Landesverband Rheinland (LVR) ausgezeichnet, verbunden mit einer Ausstellung im Max Ernst Museum Brühl.

Ausstellungen · Alex Grein


Life – Death / Katharina Sieverding / Galerie Thomas Schulte / Berlin / bis 7.11.2026

  • Ausstellungsansicht, Life-Death, Katharina Sieverding, Artweek Berlin, 2026 COPYRIGT Galerie Thomas Schulte Ausstellungsansicht, Life-Death, Katharina Sieverding, Artweek Berlin, 2026 COPYRIGT Galerie Thomas Schulte

Anlässlich der Berlin Art Week 2026 präsentiert die Galerie Thomas Schulte die Ausstellung Life–Death von Katharina Sieverding. Im Zentrum der Ausstellung steht der gleichnamige Film aus dem Jahr 1969, ergänzt durch großformatige Filmstills. Das im damaligen West-Berlin entstandene Werk spiegelt eine frühe Phase im Schaffen der Künstlerin sowie einen historischen Moment tiefgreifender politischer, gesellschaftlicher und ästhetischer Umbrüche wider. Bemerkenswert ist zudem, dass "Life–Death" bereits 1972 auf der documenta 5 in Kassel gezeigt wurde – ein früher Beleg für die kunsthistorische Bedeutung der Arbeit.

Life–Death | Galerie Thomas Schulte


Zu den Sternen! Weltraum und Weltflucht seit der Moderne / Arp Museum Bahnhof Rolandseck / Remagen / bis 10.1.2027

  • Katharina Sieverding, Die Sonne um Mitternacht schauen (RED), SDO/ NASA, 2011–14 © Katharina Sieverding, Foto: Klaus Mettig, VG Bild-Kunst Bonn, 2026 Katharina Sieverding, Die Sonne um Mitternacht schauen (RED), SDO/ NASA, 2011–14 © Katharina Sieverding, Foto: Klaus Mettig, VG Bild-Kunst Bonn, 2026

Künstler*innen: Katharina Sieverding, Dominique Gonzalez-Foerster, Thomas Ruff, u. a.

Seit jeher dient der Weltraum als mächtige Projektionsfläche für Sehnsüchte und Utopien – angesichts globaler Krisen hält er immer noch die Vision einer alternativen Existenz bereit. Apokalyptisches Erwachen und exzentrischer Grenzverlust werden mit rund 100 Werken von der Moderne bis zur Gegenwart beleuchtet.

Zu den Sternen! Weltraum und Weltflucht seit der Moderne / Arp Museum Bahnhof Rolandseck


The Heart of the Matter / Carrie Mae Weems / C/O Berlin / bis 3.2.2027

  • Welcome Home, 1978–84, © Carrie Mae Weems. Courtesy the artist and Gladstone Gallery, New York, Fraenkel Gallery, San Francisco, and Galerie Barbara Thumm, Berlin Welcome Home, 1978–84, © Carrie Mae Weems. Courtesy the artist and Gladstone Gallery, New York, Fraenkel Gallery, San Francisco, and Galerie Barbara Thumm, Berlin

Die Ausstellung und die begleitende Monografie bieten einen umfassenden neuen Überblick über das Werk der international renommierten Künstlerin Carrie Mae Weems (geboren 1953), die sich in ihren eindringlichen Fotografien mit Fragen von kultureller Identität, Patriarchat und sozialer Zugehörigkeit auseinandersetzt. Die Schau spannt den Bogen über Weems’ gesamtes Schaffen und zeigt die Tiefe und Vielfalt ihrer künstlerischen Ausdrucksweise. Zu sehen sind frühe, ikonische Serien wie Family Pictures and Stories (1978–1984) ebenso wie ihre jüngsten Arbeiten über Schwarze Glaubensgemeinschaften. Die Ausstellung hebt Weems’ einzigartige Fähigkeit hervor, die Komplexität und die Ungerechtigkeiten der Welt um uns herum sichtbar zu machen. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Räume, die in den gängigen Erzählungen häufig ausgeblendet werden: Ateliers, Plantagen im Süden der USA, häusliche Interieurs sowie die „unsichtbaren Institutionen“ Schwarzer Communities, die in Zeiten fortbestehender Unterdrückung als Orte des Glaubens entstanden sind. Diesen stellt Weems Bilder von Denkmälern und Museen gegenüber. Jene Repräsentationsorte, die historisch oft von Ausschluss geprägt waren.

Carrie Mae Weems | C/O Berlin


Carrie Mae Weems / Galerie Barbara Thumm / Berlin / bis 31.10.2026

  • Ausstellungsaussicht, Carrie Mae Weems © Galerie Barbara Thumm e.K. 2026 Ausstellungsaussicht, Carrie Mae Weems © Galerie Barbara Thumm e.K. 2026

Im Laufe einer mehr als vier Jahrzehnte umspannenden Karriere hat Weems ein komplexes und vielschichtiges Werk geschaffen, das Fotografie, Film, Installation und andere Medien umfasst und sich zugleich mit den gesellschaftlichen und politischen Fragen der Gegenwart auseinandersetzt, die unsere Welt bis heute prägen.

Galerie Barbara Thumm \ Carrie Mae Weems


Speicher II / Jörg Sasse / Ruhr Museum / Essen / Dauerausstellung bis 31.3.2028

  • Jörg Sasse, Speicher II © Ruhr Museum / Christoph Sebastian Jörg Sasse, Speicher II © Ruhr Museum / Christoph Sebastian

Auf der 17-Meter-Ebene der Dauerausstellung begegnen Sie mit dem SPEICHER II jetzt einem besonderen Kunstwerk des Berliner Künstlers Jörg Sasse. Das mobile Depot ist zugleich Archiv, Skulptur und kuratorisches Experiment: 512 Fotografien aus dem Ruhrgebiet der 1950er- bis 2009er-Jahre lagern in einem begehbaren, von allen Seiten zugänglichen „Bildspeicher“. Aus einer ursprünglichen Auswahl von rund 2.000 Fotografien hat Sasse Bilder aus anonymen Quellen, fotografischen Nachlässen und eigenen Beständen zusammengestellt und künstlerisch bearbeitet. So entsteht ein visuell aufeinander abgestimmtes Archiv, das persönliche wie kollektive Erinnerungen an das Ruhrgebiet bündelt.

Einladung zum Bilderhängen: Wöchentlicher Wandel in der Dauerausstellung.
Der SPEICHER II ist jedoch mehr als ein Ausstellungsobjekt: Er lädt zur aktiven Mitgestaltung ein. Sie können jeden Donnerstag von 15:30 bis 17 Uhr bei unserer „Einladungen zum Bilderhängen“ selbst zu Kurator*innen werden. Gemeinsam mit einem Guide wählen Sie in der Gruppe Fotografien aus, kombinieren sie neu und präsentieren ihre Auswahl an der Wand neben dem Speicher. Auf diese Weise entstehen fortlaufend wechselnde Bildensembles – überraschende Dialoge, individuelle Perspektiven und immer neue Erzählungen aus der Region.

Interaktives Kunstwerk SPEICHER II von Jörg Sasse im Museum | Ruhr Museum


Rooms / Stages / Helmut Newton Foundation, Museum für Fotografie / Berlin / bis 15.11.2026

  • u r 8 total isolierter Raum, Giesenkirchen 1989 © Gregor Schneider / VG Bild-Kunst, Bonn u r 8 total isolierter Raum, Giesenkirchen 1989 © Gregor Schneider / VG Bild-Kunst, Bonn

Künstler*innen: Gregor Schneider u. a.

Die Künstler dieser Gruppenausstellung sind jeweils mit einem Werkkomplex vertreten. Sie beziehen den Raum bewusst in ihre inszenierten Porträts ein, nutzen Langzeitbelichtungen, um Menschen oder Tänzer verschwinden zu lassen, oder konzentrieren sich auf menschenleere Innenräume. Diese leeren Räume reichen vom eigenen Atelier der Künstler mit wechselnden Möbelarrangements bis hin zu Museen in Versailles oder Dresden, in denen wir uns unweigerlich bestimmte Szenarien vorstellen. Ergänzend zu gerahmten Fotografien werden Teile der Ausstellungsfläche durch wandfüllende Foto-Wandbilder akzentuiert. Die Präsentation umfasst aufwendige räumliche Interventionen, die eigens für eine einzige Aufnahme geschaffen wurden, ebenso wie unwirtliche und doch perfekt gestaltete U-Bahn-Tunnel in Berlin und London sowie Aufnahmen aus Tanz und Theater.

Rooms / Stages at the Museum für Fotografie


Have a look / Judith Samen / Galerie Gisela Clement / Bonn / bis 10.11.2026

  • o. T. (Hämatom Kora II), 2024, 77 x 51 cm © Judith Samen o. T. (Hämatom Kora II), 2024, 77 x 51 cm © Judith Samen

Die Galerie Gisela Clement präsentiert eine umfangreiche Werkschau mit Arbeiten von Judith Samen aus verschiedenen Schaffensperioden, sowie neuer Arbeiten.

Galerie Gisela Clement


Industrial: Seidenstraße 3000 / Kunsthalle Dortmund und HMKV Dortmund/ bis 10.1.2027

  • Chongqing Express © Katja Stuke und Oliver Sieber Chongqing Express © Katja Stuke und Oliver Sieber

Künstler*innen: Katja Stuke und Oliver Sieber, u. a.

Seidenstraßen 3000 klingt nach Science-Fiction, nach einem exotischen Ort in einer fernen Zukunft. Tatsächlich sind die Seidenstraßen jedoch nie verschwunden, sondern haben sich lediglich in Form, Umfang und Tempo verändert. Anstelle von Karawanen, die mit kostbarer Seide beladen die Wüsten Zentralasiens durchquerten, transportieren heute Züge, Lkws und Containerschiffe Öl, Getreide, Rohstoffe, Ersatzteile und Industriegüter – die Dinge, aus denen unser tägliches Leben besteht.

Kunsthalle Dortmund | INDUSTRIAL: Seidenstraßen 3000
Soon: Seidenstraßen 3000 – KATJA STUKE


Where ist the sky / Galerie Rüdiger Schöttle / München / bis 24.10.2026

  • Cancale III, 2023 © Elger Esser Cancale III, 2023 © Elger Esser

Künstler*innen: Elger Esser, u. a.

Der Himmel ist ein diffuses Phänomen. Wo befindet sich der Himmel? Über unseren Köpfen, im Spiegel des Wassers, hinter einer Rauchwolke oder nur in unserer Vorstellung? Kaum ein anderer Bildraum entzieht sich einer eindeutigen Verortung so sehr wie der Himmel. Zwischen physikalischem Phänomen, Projektionsfläche und kultureller Imagination bildet er seit Jahrhunderten einen Ort der Sehnsucht, des Übergangs und der Orientierung. Wo beginnt der Himmel, wo endet er? Aus Perspektive der Erde nennen wir alles Sichtbare außerhalb der Erde „Himmel“. Für die menschliche Wahrnehmung erscheint er blau, wenn er wolkenfrei ist. Über physikalische Gesetze wissen wir jedoch, dass dies an den kurzwelligen blauen Lichtanteilen der Luftmoleküle liegt, die stärker gestreut werden als die langwelligen roten Anteile. Das Konzept „Himmel“ steht auch für einen religiös und mystisch aufgeladenen Raum, für einen Sehnsuchtsort oder als Raum für Übergänge. Die Werke in der Gruppenausstellung „Where ist the sky?“ verdeutlichen die Präsenz des Himmelsbildes in der künstlerischen Auseinandersetzung unserer Positionen auf unterschiedliche Art und Weise.

Where is the sky? | GALERIE RÜDIGER SCHÖTTLE


Tempus pingendi / Elger Esser / Museum Ratingen / bis 24.1.2027

  • Ambleteuse II, 2025, Mixed media: versilberte Kupferplatte, direktdruck, shellac. Van der Grinten Galerie © Elgar Esser Ambleteuse II, 2025, Mixed media: versilberte Kupferplatte, direktdruck, shellac. Van der Grinten Galerie © Elgar Esser

Das Museum Ratingen widmet dem international bekannten Künstler Elger Esser eine Einzelausstellung, dessen zentrales Thema die Landschaftsfotografie ist. Esser, geboren 1967 in Stuttgart, lebt in Düsseldorf, wo er an der Kunstakademie bei Bernd Becher studierte. Seine Arbeit liest sich als Parcours durch die Geschichte der Fotografie sowie als nuanciertes Wechselspiel der Fotografie mit der Malerei. Essers Aufnahmen entstehen im Stil historischer Fotografie, auf poetische Weise fängt er die ruhige Atmosphäre von Landschaften ein. Immer wieder wird Vergangenes hervorgerufen, so ist auch die Ausstellung eingebettet in das Ratinger Jubiläumsprogramm, das verschiedenste Verknüpfungen zu historischen und kulturellen Themen herstellt.

Museum Ratingen - Ausstellungen - Stadt Ratingen


KOMM RUNTER! Sammlungspräsentation / Museum Schloss Moyland / Bedburg-Hau / bis 31.12.2026

  • Installation „Isolation ist transparent“, Ulrike Rosenbach, New York, 1973, Foto: Nicholas Pawelke Installation „Isolation ist transparent“, Ulrike Rosenbach, New York, 1973, Foto: Nicholas Pawelke

Künstler*innen: Imi Knoebel, Ulrike Rosenbach, Katharina Sieverding, Thomas Struth, Hildegard Weber, u. a.

Ein signiertes Hühnerei von André Thomkins trifft auf einen Löffel aus Edelmetall, den der Künstler Burkhart Beyerle mit einem Loch versehen hat. Der Funktion der Nahrungsaufnahme beraubt, taugt das Duo für den Alltag kaum – im Untergeschoss des Schlosses hingegen gibt es Zeugnis von der eigenwilligen sowie faszinierenden Sammlung der Stiftung Museum Schloss Moyland. Eine Sammlung voll von Überraschungen, Kuriositäten, Perlen und Klassikern der Kunstgeschichte. Die Präsentation führt durch verschiedene Kapitel der Sammlungsgeschichte. Zu sehen sind Werke aus der Zeit der leidenschaftlichen Sammlertätigkeit der Brüder Hans (1929–2002) und Franz Joseph (1933–2020) van der Grinten, deren Engagement den Grundstein für das heutige Museum legte.

KOMM RUNTER! Sammlungspräsentation im Untergeschoss: Schloss Moyland


Constructed Memory / Martina Sauter und Morgaine Schäfer / Rizzuto Gallery / Palermo, Italien / bis 28.11.2026

  • Einladungsplakat zu Ausstellung Constructed Memory, Martina Sauter und Morgaine Schäfer, Rizzuto Gallery, Palermo, Italien, 2026 Einladungsplakat zu Ausstellung Constructed Memory, Martina Sauter und Morgaine Schäfer, Rizzuto Gallery, Palermo, Italien, 2026

Die Rizzuto Gallery freut sich, Constructed Memory zu präsentieren – eine Ausstellung, die zwei einflussreiche Fotografinnen der deutschen Kunstszene zusammenbringt: Martina Sauter und Morgaine Schäfer, beide Absolventinnen der Kunstakademie Düsseldorf. Was sie verbindet, ist weniger ein gemeinsamer Stil als vielmehr eine gemeinsame Arbeitsweise. Trotz ihrer unterschiedlichen Quellen und Methoden vertreten Sauter und Schäfer eine radikale Haltung: Erinnerung wird nicht vererbt, sondern konstruiert. Beide gehen von einem bereits existierenden Bild aus, einem Filmstandbild oder einem vertrauten Dia, das noch keine Kunstfotografie ist, sondern eine Spur, ein Dokument, ein Relikt. Die künstlerische Geste besteht darin, diese Spur aus dem Archiv (ob Film oder privater Bestand) zu lösen und einem Bearbeitungsprozess zu unterziehen: Collage, Re-Fotografie, Vergrößerung, Montage.

Constructed Memory – RizzutoGallery


Why Don't You Dance? / Hannah Darabi / Photo Elysée / Lausanne, Schweiz / bis 01.11.2026

  • Hannah Darabi, aus der Serie: Cabaret Tehran, House of Legends, Why Dont You Dance, 2026, © Hannah-Darabi Hannah Darabi, aus der Serie: Cabaret Tehran, House of Legends, Why Dont You Dance, 2026, © Hannah-Darabi

Das Projekt kombiniert Fotografien, Videos und Archivmaterial und untersucht, wie Tanz je nach sozialem und politischem Kontext zu einem Ausdruck von Identität und Emanzipation werden kann, insbesondere innerhalb der iranischen Diaspora. Es ist inspiriert von der Autobiografie von Mahvash und den Karaoke-Abenden des Cabaret Tehran in Los Angeles. Damit schlägt Darabi eine Brücke zwischen historischen und zeitgenössischen Tanzpraktiken.

Hannah Darabi - Photo Elysée


Tor Pignattara / K-Strich Galerie / Rom, Italien / bis 21.11.2026

  • villa vicolo, pigment print, 2026 © Peter Piller villa vicolo, pigment print, 2026 © Peter Piller

Künstler*innen: Peter Piller, u. a.

Das Quartier Tor Pignattara selbst ist nicht immer Gegenstand der hier versammelten fotografischen Arbeiten. Es steht als Metapher für die römische Peripherie, die Eroberung von Nischen und die Aneignung antiker Bauten. Diese Nischen, in denen Menschen, Tiere oder Pflanzen sich ihren Raum nehmen, können räumlicher oder zeitlicher Art sein. In den Fotografien von Jochen Lempert und Peter Piller sehen wir Pflanzen (und bei Lempert auch Insekten) im Garten der Villa Massimo oder in einer engen Gasse in Tor Pignattara. Wir sehen sie an einem Ort, der ihnen ermöglicht, zu überleben, in einer Stadt, deren Hitze das Überleben erschwert.

k-strich Tor Pignattara


Andreas Gefeller / Atlas Gallery / London, England / bis 21.11.2026

  • The Other Side of Light © Andreas Gefeller, Atlas Gallery The Other Side of Light © Andreas Gefeller, Atlas Gallery

Die Atlas Gallery freut sich, eine kommende Einzelausstellung des deutschen Fotografen Andreas Gefeller zu präsentieren. Die Ausstellung wird neue Arbeiten zusammen mit einer Auswahl aus Gefellers gefeierten Fotoserien 'The Other Side of Light', 'Supervisions' und 'Aurora Urbanis' vereinen.

Atlas Gallery | Fine Art PhotographyAndreas Gefeller – Atlas Gallery | Fine Art Photography


The Built and the Grown / Ralf Brueck / Contour Gallery / Rotterdam, Niederlande / bis 7.11.2026

  • Souvenir Monte Carlo, 2019, framed 186 x 158 cm, edition 6 © Ralf Brueck Souvenir Monte Carlo, 2019, framed 186 x 158 cm, edition 6 © Ralf Brueck

Am 11. September, anlässlich der Eröffnung der neuen Kultursaison in Rotterdam, präsentiert die Contour Gallery gemeinsam mit Art Central Rotterdam – einem Zusammenschluss von Galerien – die erste Einzelausstellung von Ralf Brueck (geboren 1966) in den Niederlanden: „The Built and the Grown“. Ralf Brueck ist ein Vertreter der Düsseldorfer Fotoschule, die durch Becher, Höfer und Ruff – in dessen Meisterklasse er 2002 aufgenommen wurde – weltweite Bekanntheit erlangte. Von 1996 bis 2003 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine früheren Arbeiten waren stärker von der Verbindung zwischen der Düsseldorfer Photoschule und der „New American Photography“ geprägt. Seit 2009 wendet er sich zunehmend der digitalen Bildmanipulation zu.

Contour Gallery – Beyond Photography


Vorschau

Vorschau

Retrospektive – Katharina Sieverding / Neue Nationalgalerie / Berlin / 23.4. – 29.8.2027

  • Katharina Sieverding, KAMERA IM KOPF (Rot), 2007 VG Bild-Kunst, © Klaus Mettig, VG Bild-Kunst Bonn, 2026 Katharina Sieverding, KAMERA IM KOPF (Rot), 2007 VG Bild-Kunst, © Klaus Mettig, VG Bild-Kunst Bonn, 2026

Vom 23. April bis 29. August 2027 würdigt die Neue Nationalgalerie Katharina Sieverding mit ihrer ersten umfassenden Retrospektive in Berlin: Rund 40 großformatige Fotobildmontagen, Mehrkanal-Diaprojektionen und raumfüllende Filmprojektionen führen durch sechs Jahrzehnte ihres Schaffens.

Ausstellungs-Vorschau der Staatlichen Museen zu Berlin


Ursula Schulz-Dornburg, Hubert Kiecol, Behrang Karimi / Haus Mödrath, Kerpen / 25.10.2026 – 11.4.2027 / Eröffnung 25.10.2026, 12 – 18 Uhr

  • Kinder 2, © Ursula Schulz-Dornburg Kinder 2, © Ursula Schulz-Dornburg

Haus Mödrath freut sich ein neues Format ankündigen zu können, in dem je eine Etage durch eine Einzelausstellung bespielt wird. Die erste Ausgabe der dialogisch angelegten Präsentationen ist drei im Rheinland ansässigen künstlerischen Positionen gewidmet, Ursula Schulz-Dornburg (geboren 1938), Hubert Kiecol (geboren 1950) und Behrang Karimi (geboren 1980), deren Werke in eine Auseinandersetzung mit der Örtlichkeit und dessen Umgebung gehen. Die Ausstellung wird kuratiert von Martin Germann mit Leo Goxhuli und Harald Spengler.

Haus Mödrath - Räume für Kunst - Ausstellungen


THREADS OF LIFE / Corina Gertz und Hannah Maria Schmutterer / Kunstforum der TU Darmstadt / 1.11.2026 – 28.2.2027 / Eröffnung 31.10.2026, 18 Uhr

  • Plakat zur Ausstellung THREADS OF LIFE von Corina Gertz und Hannah Maria Schmutterer, Kunstforum der TU Darmstadt, 2027 Plakat zur Ausstellung THREADS OF LIFE von Corina Gertz und Hannah Maria Schmutterer, Kunstforum der TU Darmstadt, 2027

Mit THREADS OF LIFE. Corina Gertz und Hannah Maria Schmutterer präsentiert das Kunstforum der TU Darmstadt eine Ausstellung, die textile Praktiken, kulturelle Identität und Fragen der Sichtbarkeit ins Zentrum stellt. Der Titel versteht sich dabei als programmatisches Motiv: Threads of Life – Fäden des Lebens – verweist auf die vielfältigen Verbindungen zwischen Stoff, Körper, Geschichte und Erinnerung, die beide Künstler*innen auf je eigene Weise sichtbar machen.

THREADS OF LIFE. Corina Gertz & Hannah Maria Schmutterer • 1. November 2026 bis 28. Februar 2027 – Kunstforum – TU Darmstadt


Buchvorstellung

Buchvorstellung

Sieverding & Beuys

  • Abb. Buchcover, Sieverding Beuys, 2026 Abb. Buchcover, Sieverding Beuys, 2026

208 Seiten
180 Abbildungen
245 x 185 mm
Herdvover
ISBN: 978-3-7774-4904-3
Hg Hirmer Verlag
Erscheinung Oktober 2026

Die neue Publikation widmet sich zwei Künstlern, die Kunst als eine Form der sozialen und politischen Intervention begreifen. Katharina Sieverding entwarf Kostüme und Bühnenbilder für das Theater, bevor sie in den späten 1960er Jahren an der Kunstakademie Düsseldorf auf Joseph Beuys traf. Das Buch untersucht, inwieweit ihre große Bekanntheit und die umfassende mediale Berichterstattung dazu beitrugen, ihre politischen Themen in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. In der Gegenüberstellung von Fotografien, Videos, Multiples und bislang unveröffentlichten Zeichnungen erleben wir zwei Positionen der deutschen Nachkriegs- und Gegenwartskunst in einem intensiven künstlerischen Dialog.

Sieverding & Beuys | 202609100005


S/W Düsseldorfer Kunst- und Werbefotografie 1978 – 2008

  • Abb. Buchcover, S/W Düsseldorfer Kunst- und Werbefotografie 1978 – 2008 Abb. Buchcover, S/W Düsseldorfer Kunst- und Werbefotografie 1978 – 2008

278 Seiten
259 Fotograf*innen
Hrg Renate Scherra
Escheinungsjahr 2026

Erhältlich auf Anfrage über die Website von Renate Scherra oder die Galerie noir blanche

Fotografie Renate Scherra
noirblanche Düsseldorf - Renate Scherra


Kalender

Kalender

So 11.10.
15 – 16 Uhr

KIT
Führung

Mo 12.10.
18 Uhr

Akademie-Galerie
Eröffnung

Sa 17.10.
18 Uhr

Kunsthalle Düsseldorf
Eröffnung

So 18.10.
15 – 16 Uhr

KIT
Führung

So 25.10.
15 – 16 Uhr

KIT
Führung

Mi 14. – So 18.11.
10 – 20 Uhr

Paris Photo
Fotografie Messe

Do 19.11.
19 Uhr

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
Eröffnung und Gespräch

Di 8.12.
18 Uhr

Zentralbibliothek Düsseldorf im KAP1
Deutscher Fotobuchpreis, Eröffnung


Sonstiges

Sonstiges

JETZT ONLINE auf Towards Photography

  • Imi Knoebel © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Annette Kelm © Tobias Zielony, Thomas Demand © Brigitte Lacombe Imi Knoebel © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Annette Kelm © Tobias Zielony, Thomas Demand © Brigitte Lacombe

Ein Essay über Imi Knoebels frühe Experimente mit Lichtprojektionen und Fotografie sowie das daraus entstandene Archiv. Annette Kelm im Gespräch über ihre prägenden Jahre in Hamburg und ihre Serie „Die Bücher“, die die Einbände von Büchern zeigt, die im nationalsozialistischen Deutschland verboten und verbrannt wurden. Zudem ein Interview mit Thomas Demand über seinen Weg von der Skulptur zur Fotografie, seine aktuellen Ausstellungen in Wien und die Lücken in unserem kollektiven visuellen Gedächtnis.

TOWARDS PHOTOGRAPHY — index


Ed Atkins im Interview mit Julieta Caldas / Ocula Magazine / September 2026

  • The artist rigged with performance capture equipment in a hotel room in Berlin in 2021, talking to his mother on the phone for his video work, The worm (2021) © Ed Atkins. Courtesy the artist The artist rigged with performance capture equipment in a hotel room in Berlin in 2021, talking to his mother on the phone for his video work, The worm (2021) © Ed Atkins. Courtesy the artist

„Ich wäre gerne ein Kunstwerk“. Der Künstler und Schriftsteller Ed Atkins spricht darüber, warum die Fotografie für ihn derzeit wichtig ist, über die Lektüre von Joe Brainard und darüber, was er eigentlich mit „Tech“ meint.

Ed Atkins: 'I Would Like to Be an Artwork' | Ocula


Open Call / Thinking Photography – Writing Photography 2026 / DGPh

  • Plakat zum open call des DGPh, Thinking Photography – Writing Photography, 2026 Plakat zum open call des DGPh, Thinking Photography – Writing Photography, 2026

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) und die Deutsche Börse Photography Foundation loben zwei Preise für das Schreiben über Fotografie aus. Der mit 3.000 Euro dotierte DGPh-Forschungspreis „Thinking Photography“ zeichnet wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Fototheorie aus. Der DGPh-Preis für innovative Publizistik „Writing Photography“ honoriert journalistische, essayistische sowie andere Veröffentlichungen zur Fotografie und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Bis zum 31.10.2026 können für beide Preise Bewerbungen in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden.

Ausschreibung der DGPh-Preise Thinking Photography & Writing Photography 2026 | Deutsche Gesellschaft für Photographie e.V.


BEIRUT von Manal Abu-Shaheen / Neue Fotografie

  • Kate Winslet, 2016 © Manal Abu-Shaheen, New York, 2026 Kate Winslet, 2016 © Manal Abu-Shaheen, New York, 2026

Im aktuellen Beitrag stellt Neue Fotografie die Fotoserie BEIRUT von Manal Abu-Shaheen vor. Zwischen 2014 und 2020 fotografierte Abu-Shaheen Beirut, eine Stadt, die von Werbetafeln geprägt ist. Diese Arbeit untersucht, wie globalisierte Kommunikation idealisierte Bilder einer Kultur mit den Realitäten einer anderen in Kontakt bringt. Die Motivation ist das Fehlen einer visuellen Geschichte der alltäglichen Landschaft des Libanon. In gewisser Hinsicht dienen die Werbeanzeigen und Bauprojekte als visualisiertes Ziel, das das kapitalistische Wachstum antreibt, und in anderer Hinsicht vermitteln sie ein mythologisiertes westliches Ideal, das in der Stadt nach dem Konflikt fehl am Platz ist. Die Werbeanzeigen und das allgegenwärtige neoliberale Kapital stehen für die jüngste Form des Kolonialismus. Das Neue und Faszinierende an diesem System ist, dass es Bilder als sein mächtigstes Werkzeug einsetzt. Dieser unzureichend dokumentierte Ort wird nun von Bildern eines anderen Ortes und anderer Menschen eingenommen.

BEIRUT by Manal Abu-Shaheen - Neue Fotografie


Ralf Brueck – Über meine Arbeit / Konzeptuelle Fotografie und digitale Bildmanipulation

Ralf Brueck – Über meine Arbeit / Konzeptuelle Fotografie und digitale Bildmanipulation

Ralf Brueck ist ein in Düsseldorf ansässiger Fotograf und Meisterschüler von Thomas Ruff. In diesem Video spricht er über seine künstlerische Praxis an der Schnittstelle von Dokumentarfotografie und digitaler Bildmanipulation – was er als „Eingriffe in die digitale DNA des Bildes“ bezeichnet. Sein Werk umfasst die Serien Deconstruction, Synthese, Distortion, DAF und Timecapsules und ist in öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter das Kunsthaus NRW, das Stadtmuseum Düsseldorf und die Alison und Peter Klein Stiftung. Er wird von der Galerie Schierke Seinecke (Frankfurt) und der Contour Gallery (Rotterdam) vertreten.

Ralf Brueck – About My Work | Conceptual Photography & Digital Image Manipulation | Videos & Filme auf Vimeo


Fotografie neu denken – Der Podcast / Künstler*innen internationales Festival fotografischer Bilder 2025

Fotografie neu denken – Der Podcast / Künstler*innen internationales Festival fotografischer Bilder 2025

In einem exklusiven Künstler*innen-Gespräch auf dem Podium des Symposiums nutzte Andy Scholz die Gelegenheit vier anwesende Künstlerinnen persönlich zu befragen. Mit dabei auf der Bühne waren: Christine Erhard, Antonia Gruber, Andrea Grützner und Pola Sieverding. Im Kern ging es dabei um das brüchige Spannungsfeld zwischen gebauter Fotografie, gefundenem Bildmaterial und konstruierter Wirklichkeit. Die Arbeiten verbinden konzeptuelle, architektonische sowie dokumentarische Ansätze und zeigen eindrücklich, dass ein Foto eben nicht nur eine flache Oberfläche, sondern eine sorgfältig inszenierte Bühne ist. Die Ausstellung stellt damit direkt unsere eigene visuelle Urteilskraft auf den Prüfstand und fragt uns Betrachter ganz unverblümt: Was ist hier eigentlich noch real – und was existiert nur im Bild selbst?“

Christine Erhard, Antonia Gruber, Andrea Grützner, Pola Sieverding - Fotografie Neu Denken. Der Podcast.

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