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Gewaltopferberatung

Jeder Mensch kann von einer traumatisierenden Erfahrung betroffen werden und ein psychisches Trauma erleiden. Manche Menschen haben eine besondere Fähigkeit damit zurecht zu kommen, insbesondere mit Hilfe einer guten sozialen Unterstützung. Doch die Meisten benötigen professionelle Hilfe, um die Folgen zu verarbeiten.
In der Beratung helfen wir Ihnen mit überwältigenden Gefühlen umzugehen, ein gewisses Sicherheitsgefühl wiederzuerlangen um wieder am öffentlichen Leben teilhaben zu können.
Wir begleiten Sie durch die Krise und stehen an Ihrer Seite mit dem Ziel, die traumatische Erfahrung mit der Zeit "integrieren" zu können.
Eine Integration hat stattgefunden, wenn das Ereignis Sie nicht mehr belastet.

Was ist ein psychisches Trauma?

Opfer oder Zeugen und Zeuginnen von Gewalttaten können unter einem sogenannten "Trauma" leiden, was Verletzung oder Wunde bedeutet. Ein Trauma tritt auf nach bedrohlichen oder erschütternden Erfahrungen wie z. B. Überfällen, Vergewaltigungen, Unfällen oder Katastrophen. Entsprechend einer körperlichen Verletzung bedarf auch das seelische Trauma einer Behandlung, um langfristigen gesundheitlichen und psychischen Beeinträchtigungen vorzubeugen.

An das Trauma schließt sich der sogenannte "traumatische Prozess" an, der mit Gefühlen von Hilflosigkeit, Ohnmacht, Verzweiflung und Kontrollverlust einhergeht. Häufige und typische Symptome können Schlafstörungen, Nervosität, Alpträume, Depressionen, Angstzustände, Erschöpfung, Reizbarkeit, Erinnerungslücken oder ständig wiederkehrende belastende Erinnerungen, Vermeidungsverhalten und Isolation sein. Die Ausprägungen sind bei jedem Menschen unterschiedlich.

Werden diese Symptome chronisch, d. h. halten länger als mehrere Monate an, spricht man von einer "Posttraumatischen Belastungsstörung". Dann ist nicht damit zu rechnen, dass die Symptome von allein wieder verschwinden.
In diesem Fall ist eine Traumaberatung oder Traumatherapie notwendig.

Manchmal kann diese "Posttraumatische Belastungsstörung" sogar mit einer zeitlichen Verzögerung auftreten, z. B. erst nach einem halben Jahr.
Für die Betroffenen ist das wichtig zu wissen, um sich auftretende Symptome erklären zu können.

Es ist normal, sich bei seelischen Verletzungen helfen zu lassen, so wie man bei körperlichen Verletzungen einen Arzt aufsucht. Auch eine seelische Wunde braucht Zeit und Pflege, um zu verheilen.
Haben Sie keine Hemmungen, auch oder gerade wenn es Ihnen sehr schlecht geht, sich an unsere Beratungsstelle zu wenden.

Unser Angebot können Sie auch in Anspruch nehmen, wenn Sie nicht direkt betroffen sind, sondern auch als Zeuge bzw. Zeugin oder Angehöriger bzw. Angehörige eines "Opfers".

Informieren Sie sich auf den Internetseiten der Gewaltopferambulanz


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8. Februar 2012 | 20:54 Uhr

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