Hilfen für Sprach- und Stimmgestörte in Düsseldorf
Der Sprachheilbeauftragte der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Logopädische Dienst des Gesundheitsamtes
Sprach- oder Stimmstörungen sind in ihrem Erscheinungsbild sehr vielfältig und können ganz unterschiedliche Ursachen haben.
Eine Störung der Sprache ist in jedem Falle mehr als lästig, sie ist bei Kindern eine ernstzunehmende Gefahr für ihre gesunde geistige und seelische Entwicklung. Für Erwachsene bedeuten Sprachstörungen, wie sie z.B. als Folge eines Schlaganfalls auftreten können, einen sehr schmerzlichen Einschnitt in die selbstständige Bewältigung des Alltags.
Bei Kindern sind Sprachstörungen häufiger als man denkt. Leider werden sie oft fälschlicherweise als "schlechte Angewohnheit", "Sprechfaulheit" oder gar als "Intelligenzmangel" gedeutet.
Daher ist allen Eltern zu raten: Wenn Ihr Kind nicht spricht wie andere Kinder, dann holen Sie sich rechtzeitig Rat und Hilfe, auch wenn man Sie beruhigt "Das legt sich wieder", oder wenn Sie sich nicht sicher sind! Sprachstörungen kann man beheben, am besten natürlich dann, wenn sie nicht chronisch geworden sind.
Stimmstörungen sind nicht nur Stimmungssache
Um sie erfolgreich behandeln zu können, müssen erst die Ursachen festgestellt werden, ob z.B. organische Veränderungen im Kehlkopfbereich vorliegen oder ein falscher Stimmgebrauch. Allerdings können durchaus auch seelische Störungen Stimmstörungen verursachen. In jedem Falle sollte man die Sache nicht auf sich beruhen lassen.
Es gibt viele Ursachen für Sprachstörungen - bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen. Z.B.: eine allgemeine Entwicklungsverzögerung im Kindesalter, Sauerstoffmangel während der Geburt, Hörstörungen, Fehlbildungen im Mund- und Kieferbereich, falsche Schluckmuster, falscher Stimmgebrauch, psychosoziale Einflüsse, Hirnerkrankungen oder Hirnschädigungen.
In jedem Falle fachlicher Rat
Wenn Sie als Betroffene, als Eltern oder als Angehörige Beratung oder Hilfe wünschen, wenden Sie sich bitte an den Logopädischen Dienst, Die Beratung ist neutral, unabhängig und für Sie in jedem Falle kostenlos.
Rufen Sie an unter 0211.89-9 53 88.
Unser Angebot
Untersuchung und Individuelle Beratung
Sprachtherapie
Sollte eine Sprachtherapie erforderlich sein, so kann der Logopädische Dienst die Therapie selbst durchführen oder auch an jeweils geeignete Stellen weitervermitteln, z. B. an logopädische Praxen, den Sprachheilkindergarten, die Sprachheilgrundschule, die Sprachheilhauptschule oder an stationäre Sprachheileinrichtungen.
Vermittlung an geeignete Fachstellen
Wir arbeiten zusammen mit niedergelassenen Ärzten, dem Kinder- und jugendärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes, dem Schulpsychologischen Dienst, dem Sozialamt, Jugendamt und Schulamt, mit der Sprach- und Stimmabteilung der Universitätskliniken sowie mit dem Landesarzt für Sprachgeschädigte in Bonn. Dabei achten wir selbstverständlich auf die strenge Einhaltung der Datenschutzbestimmungen und der Schweigepflicht.
Zusätzliches Angebot
- Sprachuntersuchungen in Kindertagesstätten gemäß den Vorgaben aus dem Landesgesundheitsgesetz
- Fortbildungsveranstaltungen für Erzieherinnen und Erzieher zum Thema Sprachstörung und Sprachförderung
- Informationsveranstaltungen für Eltern
- Beratung von Selbsthilfegruppen Sprachbehinderter
- Öffentlichkeitsarbeit z.B. Herausgabe von Informationsschriften und Faltblättern
"Mein Mann kann nicht mehr sprechen."
"Hat mein Kind eine verzögerte Sprachentwicklung?"
"Ich bin plötzlich ertaubt."
"Mein Kind kann einige Laute noch nicht sprechen. Ist das o.k.?
"Meine Kollegen finden, ich spreche undeutlich."
"Mein Kind stottert doch nicht etwa?"
"Mein Kind hat einen offenen Biss und lispelt."
"Die Lehrerin sagt, mein Sohn müsse wegen der Sprache auf eine Sonderschule."
"Mein Kind braucht Sprachtherapie. Die Sonderschule könne das nicht leisten."
"Gibt es für mich eine Selbsthilfegruppe?"

