Gewalt an Frauen und Mädchen, Internationaler Tag
Seit 1999 ist der 25. November als internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen von den Vereinten Nationen anerkannt.
Die Bundesregierung verstärkt den Schutz von Frauen vor Gewalt. Das Bundeskabinett hat am 26. September 2007 den Zweiten Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen beschlossen. Der Aktionsplan, der unter der Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erarbeitet wurde, stellt mehr als 130 Maßnahmen zusammen, mit denen der Schutz von Frauen vor Gewalt verbessert werden soll.
Gewalt hat viele Erscheinungsformen: körperliche Angriffe bis hin zu Vergewaltigung, Mord "im Namen der Ehre", sexuelle Übergriffe, Demütigungen und Erniedrigungen. Frauen erleben die Gewalt im häuslichen und sozialen Nahbereich, am Arbeitsplatz sowie im öffentlichen Leben. Mädchen werden verschleppt, missbraucht und vergewaltigt. Viele Gewalttaten gegen Frauen kommen nicht zur Anzeige, entweder weil die Opfer sich schämen, die Schuld bei sich suchen oder weil die Gesellschaft Formen der Gewalt toleriert.
Gewalt gegen Frauen ist nie privat - wichtig ist, Gewalt gegen Frauen aus der Tabuzone zu holen und öffentlich darauf aufmerksam zu machen, betont die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Düsseldorf, Dagmar Wandt. Im Kriminalpräventiven Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf vernetzen sich zahlreiche Expertinnen und Experten, die entsprechende Beratungsangebote und Hilfeleistungen anbieten.
Hintergrund
Das Büro für die Gleichstellung von Frauen und Männern arbeitet unter anderem mit Polizei, Beratungsstellen und Düsseldorfer Organisationen in der Landeshauptstadt Düsseldorf mit daran, gegen Gewalt vorzubeugen. Notrufe, Frauenberatungsstellen, Frauenhäuser und Schutzeinrichtungen sind unverzichtbar bei Misshandlung und Gewalt in Familie oder Partnerschaft. Ein weiterer Baustein ist darüber hinaus eine angemessene gesundheitliche Versorgung für Frauen, die Gewalt erlebt haben. Die Gleichstellungsbeauftragte Dagmar Wandt ist ebenso Mitglied in der Arbeitsgruppe "Gewalt und Gesundheit" der Düsseldorfer Gesundheitskonferenz. Ziel ist, ein qualitatives und aufeinander abgestimmtes Versorgungskonzept (nicht nur) für weibliche Gewaltopfer in Düsseldorf zu entwickeln.
Internationaler Gedenktag
Der Internationale Tag zu Gewalt an Frauen und Mädchen wird seit 1981 begangen. Historischer Hintergrund war die Verschleppung und Ermordung von drei Frauen in der Dominikanischen Republik durch Soldaten. 1999 beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen, den 25. November als Internationalen Tag für die Beseitigung jeglicher Gewalt gegen Frauen einzuführen.
Beim ersten Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen 1981 in Kolumbien wurde der Todestag der drei Mirabal-Schwestern zum Jahrestag der Gewalt gegen Frauen in ganz Lateinamerika gemacht. Seit 1987 nutzen Feministinnen in vielen Ländern der Welt den 25. November, um mit ihrem Kampf gegen Gewalt an Frauen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Fahnenaktion in Düsseldorf
Zum Internationalen Gedenktag werden am 25. November vor nachstehend aufgeführten Gebäuden in Düsseldorf die Fahnen der Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES geflaggt:
Rathaus Gerresheim
Neusser Tor 12
Rathaus Kaiserswerth
Kaiserswerther Markt 23
Rathaus Benrath
Benrodestr. 46
Bürgerhaus Benrath
Telleringstr. 51
Freizeitstätte Garath
Fritz-Erler-Str. 21
Technische Verwaltungsgebäude
Auf´m Hennekamp 45
Dienstgebäude der Stadt
Willi-Becker-Allee 7

