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Sonderausstellung im Heinrich-Heine-Institut:

"Ich glaubte nur an Musik"
Dem Düsseldorfer Komponisten Norbert Burgmüller zum 200. Geburtstag

Dauer der Ausstellung: 8. Februar bis 14. April 2010

Burgmüller wurde am 8. Februar 1810 in der Düsseldorfer Altstadt, Mühlenstraße 12, geboren. Er stammt aus einer höchst musikalischen Familie: der Vater Friedrich August war seit 1812 erster Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf und 1818 Begründer der legendären Niederrheinischen Musikfeste. Die Mutter Therese von Zandt war als Pianistin, Sängerin und Musikjournalistin bekannt. Sie erteilte u.a. den Kindern des Grafen Franz von Nesselrode-Ehreshoven Klavierunterricht. Seine musikalische Ausbildung erhielt Norbert Burgmüller durch die Eltern und den älteren Bruder Friedrich (geb. 1806), der später in Paris als Komponist und Klavierpädagoge Karriere machte.

Die Ausstellung zum 200. Geburtstag des Düsseldorfer Komponisten dokumentiert mit Autographen, Erstdrucken, Porträts und anderen Lebenszeugnissen von mehr als dreißig öffentlichen und privaten Leihgebern den musikalischen, literarischen und künstlerischen Umkreis Burgmüllers. Zwar teilt er sich sein Geburtsjahr mit Chopin und Schumann, aber durch seinen frühen tragischen Tod konnte er deren Ruhm nicht erringen, obwohl er zwei große Sinfonien, ein ungewöhnliches Klavierkonzert, Kammermusik und Liedvertonungen hinterlassen hat. Zum Kreis von Burgmüllers Bewunderern gehören Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert und Clara Schumann und Johannes Brahms. Befreundet war er mit dem Dramatiker Christian Dietrich Grabbe und Karl Immermann. Die gesamte Künstlerprominenz der Düsseldorfer Malerschule zählte zu seinem engen Umfeld, ganz besonders Johann Wilhelm Schirmer, dem er ein Streichquartett widmete. Der tiefe Eindruck, den seine Kompositionen hinterließen, setzt sich bis heute fort, und Musikkritiker notieren: Sturm und Drang im Klang.

Katalog
Die Ausstellung begleitend ist erschienen:

Müller von Königswinter, Wolfgang: Ich glaubte nur an Musik : Erinnerungen an Norbert Burgmüller ; dem Düsseldorfer Komponisten Norbert Burgmüller zum 200. Geburtstag ; Begleitband zur Ausstellung des Heinrich-Heine-Instituts, Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Norbert-Burgmüller-Gesellschaft, Düsseldorf 8. Februar bis 14. April 2010 / Wolfgang Müller von Königswinter. Kommentiert von Klaus Martin Kopitz. 2010
15,- Euro (Verkauf an der Museumskasse, Vertrieb und Auslieferung an den Fachhandel druch den Verlag Dohr)

Veranstalter: Heinrich-Heine-Institut




Vorschau:

Malerei trifft Lyrik
Hannelore Köhler und Günther Cremers

Dauer der Ausstellung: 18. April bis 9. Mai 2010

Das Heinrich-Heine-Institut widmet dem Künstlerehepaar Hannelore Köhler und Günther Cremers eine Ausstellung mit einer Auswahl ihrer Arbeiten.
Beide haben an der Kunstakademie Düsseldorf bei Otto Pankok studiert und sind Teilnehmer zahlreicher Ausstellungen im In- und Ausland.
Günther Cremers war von 1977 bis 1992 Leiter der Großen Kunstausstellung NRW, 2004 ist er in Düsseldorf gestorben.
Seine Witwe Hannelore Köhler übergibt dem Institut den schriftlichen Nachlass ihres Mannes, z.B. Gedichtmanuskripte, Briefe, Redemanusskripte und Rezensionen. Die großzügige Schenkung umfasst auch Gemälde beider Künstler von Düsseldorfer Repräsentanten des Kulturlebens. Die Ausstellung erinnert u.a. an Carl Barth, Hans Jürgen Niepel, Stella Avni und Jürg Baur.




"Ziemlich lebendig"
Schätze aus der Schumann-Sammlung

Dauer der Ausstellung: 16. Mai bis 15. August 2010

Die Schumann-Sammlung im Archiv des Heine-Instituts mit außergewöhnlich kostbaren Musikhandschriften, Briefen und Porträts von Robert Schumann und zahlreichen Dokumenten von Clara Schumann dürfte heute als Hauptargument dienen, wenn auch die Stadt Düsseldorf sich neben der Geburtsstadt Zwickau und dem Sterbeort Bonn als Schumann-Stadt darstellt.

Schwerpunkte der Sammlung bilden zunächst Kompositionen aus der Düsseldorfer Zeit von Robert Schumann, als er hier Musikdirektor war: z.B. Handschriften des Requiems op. 148 und der Messe op. 147, des Oratoriums "Der Rose Pilgerfahrt" op. 112, oder der Sonate für Violine und Klavier op.121; sodann Dokumente, die an Schumanns Verbindung mit Heinrich Heine erinnern: etwa eigenhändige Skizzen zur Vertonung von Heines Gedichten "Belsatzar" oder "Die Lotosblume".

Im Zentrum stehen die Handschriften der drei Streichquartette op. 41 und die handschriftliche Arbeitspartitur des a-moll Klavierkonzertes. Ausgewählte Schätze aus der Sammlung werden anlässlich des 200. Geburtstags von Robert Schumann jetzt in einer Sonderausstellung gezeigt.




Vergangene Sonderausstellungen finden Sie hier:

2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010

Norbert Burgmüller. Lithographie von Jakob Becker, 1836
Norbert Burgmüller. Lithographie von Jakob Becker, 1836


Hannelore Köhler. Porträt Günther Cremers. Acryl, 1997
Hannelore Köhler. Porträt Günther Cremers. Acryl, 1997


Robert Schumann. Lithographie von Josef Kriehuber 1839
Robert Schumann. Lithographie von Josef Kriehuber 1839

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Düsseldorfer Ansichten

15. März 2010 | 22:05 Uhr

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