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Sonderausstellungen 2010


"Übrigens gefall ich mir prächtig hier"
Felix Mendelssohn Bartholdy in Düsseldorf
Ausstellung zum 200. Geburtstag

Dauer der Ausstellung: 1. Oktober bis 10. Januar 2010

Zum 200. Geburtstag Mendelssohns erinnert das Heine-Institut an die Düsseldorfer Jahre des Komponisten vom Herbst 1833 bis zum Sommer 1835. In dieser Zeit hat er als Musikdirektor durch organisatorisches Geschick und intensive Probenarbeit das Musikleben der Stadt auf eine völlig neue Grundlage gestellt.
Die Düsseldorfer verehrten ihn bald als jungen Musikstar, und auch er wusste die Düsseldorfer Zeit zu schätzen: "Ruhig arbeiten lässt sich gewiss nirgends so schön wie hier".

Originale Musikhandschriften und Briefe, Bilder und Dokumente veranschaulichen die Atmosphäre dieser Jahre in Düsseldorf und die unterschiedlichen Arbeitsbereiche Mendelssohns, der als Dirigent, Chorleiter und Organisator für den Konzertbetrieb, die Kirchenmusik und teilweise auch für die Oper zuständig war.

Veranstalter: Heinrich-Heine-Institut



Katalog
Der Katalog zur Ausstellung ist für 15 Euro bei Frau Heike Moritz heike.moritz@duesseldorf.de zu erwerben.



"Ich glaubte nur an Musik"
Dem Düsseldorfer Komponisten Norbert Burgmüller zum 200. Geburtstag

Dauer der Ausstellung: 8. Februar bis 14. April 2010

Burgmüller wurde am 8. Februar 1810 in der Düsseldorfer Altstadt, Mühlenstraße 12, geboren. Er stammt aus einer höchst musikalischen Familie: der Vater Friedrich August war seit 1812 erster Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf und 1818 Begründer der legendären Niederrheinischen Musikfeste. Die Mutter Therese von Zandt war als Pianistin, Sängerin und Musikjournalistin bekannt. Sie erteilte u.a. den Kindern des Grafen Franz von Nesselrode-Ehreshoven Klavierunterricht. Seine musikalische Ausbildung erhielt Norbert Burgmüller durch die Eltern und den älteren Bruder Friedrich (geb. 1806), der später in Paris als Komponist und Klavierpädagoge Karriere machte.

Die Ausstellung zum 200. Geburtstag des Düsseldorfer Komponisten dokumentiert mit Autographen, Erstdrucken, Porträts und anderen Lebenszeugnissen von mehr als dreißig öffentlichen und privaten Leihgebern den musikalischen, literarischen und künstlerischen Umkreis Burgmüllers. Zwar teilt er sich sein Geburtsjahr mit Chopin und Schumann, aber durch seinen frühen tragischen Tod konnte er deren Ruhm nicht erringen, obwohl er zwei große Sinfonien, ein ungewöhnliches Klavierkonzert, Kammermusik und Liedvertonungen hinterlassen hat. Zum Kreis von Burgmüllers Bewunderern gehören Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert und Clara Schumann und Johannes Brahms. Befreundet war er mit dem Dramatiker Christian Dietrich Grabbe und Karl Immermann. Die gesamte Künstlerprominenz der Düsseldorfer Malerschule zählte zu seinem engen Umfeld, ganz besonders Johann Wilhelm Schirmer, dem er ein Streichquartett widmete. Der tiefe Eindruck, den seine Kompositionen hinterließen, setzt sich bis heute fort, und Musikkritiker notieren: Sturm und Drang im Klang.

Veranstalter: Heinrich-Heine-Institut


Katalog
Die Ausstellung begleitend ist erschienen:

Müller von Königswinter, Wolfgang: Ich glaubte nur an Musik : Erinnerungen an Norbert Burgmüller ; dem Düsseldorfer Komponisten Norbert Burgmüller zum 200. Geburtstag ; Begleitband zur Ausstellung des Heinrich-Heine-Instituts, Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Norbert-Burgmüller-Gesellschaft, Düsseldorf 8. Februar bis 14. April 2010 / Wolfgang Müller von Königswinter. Kommentiert von Klaus Martin Kopitz. 2010
15,- Euro (Verkauf an der Museumskasse, Vertrieb und Auslieferung an den Fachhandel druch den Verlag Dohr)



Malerei trifft Lyrik
Hannelore Köhler und Günther Cremers

Dauer der Ausstellung: 18. April bis 9. Mai 2010

Das Heinrich-Heine-Institut widmet dem Künstlerehepaar Hannelore Köhler und Günther Cremers eine Ausstellung mit einer Auswahl ihrer Arbeiten.
Beide haben an der Kunstakademie Düsseldorf bei Otto Pankok studiert und sind Teilnehmer zahlreicher Ausstellungen im In- und Ausland.
Günther Cremers war von 1977 bis 1992 Leiter der Großen Kunstausstellung NRW, 2004 ist er in Düsseldorf gestorben.
Seine Witwe Hannelore Köhler übergibt dem Institut den schriftlichen Nachlass ihres Mannes, z.B. Gedichtmanuskripte, Briefe, Redemanusskripte und Rezensionen. Die großzügige Schenkung umfasst auch Gemälde beider Künstler von Düsseldorfer Repräsentanten des Kulturlebens. Die Ausstellung erinnert u.a. an Carl Barth, Hans Jürgen Niepel, Stella Avni und Jürg Baur.

Veranstalter: Heinrich-Heine-Institut




"Ziemlich lebendig"
Schätze aus der Schumann-Sammlung

Dauer der Ausstellung: 16. Mai bis 30. September 2010

Die Schumann-Sammlung im Archiv des Heine-Instituts mit außergewöhnlich kostbaren Musikhandschriften, Briefen und Porträts von Robert Schumann und zahlreichen Dokumenten von Clara Schumann dürfte heute als Hauptargument dienen, wenn auch die Stadt Düsseldorf sich neben der Geburtsstadt Zwickau und dem Sterbeort Bonn als Schumann-Stadt darstellt.

Schwerpunkte der Sammlung bilden zunächst Kompositionen aus der Düsseldorfer Zeit von Robert Schumann, als er hier Musikdirektor war: z.B. Handschriften des Requiems op. 148 und der Messe op. 147, des Oratoriums "Der Rose Pilgerfahrt" op. 112, oder der Sonate für Violine und Klavier op.121; sodann Dokumente, die an Schumanns Verbindung mit Heinrich Heine erinnern: etwa eigenhändige Skizzen zur Vertonung von Heines Gedichten "Belsatzar" oder "Die Lotosblume".

Im Zentrum stehen die Handschriften der drei Streichquartette op. 41 und die handschriftliche Arbeitspartitur des a-moll Klavierkonzertes. Ausgewählte Schätze aus der Sammlung werden anlässlich des 200. Geburtstags von Robert Schumann jetzt in einer Sonderausstellung gezeigt.


Zu einem Ausstellungsbesuch mit kostenlosem Audioguide und 2-D Animationsfilm zum Thema "Robert Schumann vertont Heinrich Heine" (hergestellt mit freundlicher Unterstützung der Heinrich-Heine-Gesellschaft) lädt das Heine-Institut ebenso herzlich ein wie zu den zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung.


Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband, der für 15 Euro an der Museumskasse oder bei Frau Heike Moritz erhältlich ist.



"Balzac und Deutschland - Deutschland und Balzac"

Dauer der Ausstellung: 10. Oktober bis 14. November 2010

Honoré de Balzac (1799-1850) ist nicht nur als Schöpfer der "Menschlichen Komödie" eines der großen Genies der französischen Literatur des 19. Jahrhunderts, er ist zugleich ein sehr guter Deutschland-Kenner gewesen. Insgesamt zwölf Mal hat Balzac zwischen 1835 und 1850 Deutschland besucht und ist oft monatelang als Begleiter der Gräfin Hanska durchs Land gereist.

Die Ausstellung begibt sich nicht nur mit ihm auf Deutschland-Reise, sie geht auch den Spuren nach, die die Begegnung mit dem Nachbarland in Balzacs Werk hinterlassen hat. Und sie dokumentiert die enge Freundschaft zwischen Balzac und Heinrich Heine, die darin gipfelte, dass Balzac eines seiner Bücher dem Freund widmete. Schließlich geht es auch um seine Wirkung in Deutschland bis hin zu den vielen Verfilmungen seiner Romane. Einige davon sind im Rahmenprogramm zu sehen. Leihgaben zur Ausstellung kommen aus dem Balzac-Haus in Paris und aus verschiedenen Archiven in Deutschland und Frankreich.


Zu einem Ausstellungsbesuch lädt das Heine-Institut ebenso herzlich ein wie zu den zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung.


Begleitheft
Zur Ausstellung erscheint ein kostenloses Begleitheft (23 S.), das an der Museumskasse oder bei Frau Heike Moritz erhältlich ist.



"Im Herzen trag' ich Welten"
Ferdinand Freiligrath zum 200. Geburtstag

Dauer der Ausstellung: 21. November 2010 bis 27. März 2011

Geboren wurde Ferdinand Freiligrath 1810 in Detmold, gestorben ist er in 1876 in Cannstadt. Zu den vielen Stationen seines Lebens - u.a. lebte er im Exil in Brüssel, Zürich, London - gehörte vor und nach der 1848er Revolution auch Düsseldorf. Freiligraths erster Gedichtband mit seiner "Wüstenpoesie" war 1838 ein Sensationserfolg, er machte den jungen Dichter mit einem Schlag berühmt. Auch im Pariser Werk Heines finden sich interessante Rezeptionsspuren.

Die Ausstellung beleuchtet die unterschiedlichen Facetten von Freiligraths Wirken von seinen frühen exotischen Gedichten über die politischen Gedichte im "Glaubensbekenntniß" bis zu seinen zahlreichen Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen.



Mendelssohn: Eigenhändige Zeichnung des Düsseldorfer Rathauses
Mendelssohn: Eigenhändige Zeichnung des Düsseldorfer Rathauses


Norbert Burgmüller. Lithographie von Jakob Becker, 1836
Norbert Burgmüller. Lithographie von Jakob Becker, 1836


Hannelore Köhler. Porträt Günther Cremers. Acryl, 1997
Hannelore Köhler. Porträt Günther Cremers. Acryl, 1997


Katalog zur Schumann-Ausstellung 2010
Katalog zur Schumann-Ausstellung 2010


Begleitheft zur Balzac-Ausstellung 2010
Begleitheft zur Balzac-Ausstellung 2010


Ferdinand Freiligrath (London 1848)
Ferdinand Freiligrath (London 1848)

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10. Februar 2012 | 07:45 Uhr

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