Etruskische und römische Keramik

Sarkophag
Irdenware mit Relief
Etruskisch, 6. Jh. v. Chr.
Bereits während der dreihundertjährigen Geschichte der griechischen Vasenmalerei beginnt in Unteritalien eine eigene Entwicklung der Keramik, die in der Technik der bemalten Irdenware, wie sie aus frühester Zeit aus dem Vorderen Orient bekannt ist, ähnelt. Im Rahmen der italienischen Frühgeschichte nimmt die Keramik der Etrusker in der Zeit etwa zwischen 1100 und 900 v. Chr. eine bedeutende Stellung ein. Sie gibt Elemente des Vorderen Orients weiter und gilt als wichtige Vorstufe der römischen Keramik.
Charakteristisch ist die schwarze Buccheroware des 7. und 6. Jahrhunderts v. Chr., wie Trinkschalen mit hohen Henkeln und amphorenartige Gefäße mit eingelegten Ornamenten. Die römische Keramik erlebt ihre Blütezeit am Rhein im 1.-3. Jahrhundert n. Chr. In Deutschland ist sie aus rheinischen Funden bekannt geworden, entweder importiert oder direkt von den Römern in diesen Gebieten hergestellt. Zu den Vorkommen gehörte sowohl die einfache graue Irdenware, die bleiglasierte Irdenware mit reicheren, oft reliefierten Formen als auch die terra nigra, ein grauer Scherben mit schwarzer Oberfläche und die terra sigillata, eine Irdenware mit rotem Glanztonüberzug.

Reliefmedaillon
Halbfigurige Darstellung einer Mänade Grünglasierte Irdenware Hellenistisch-römisch ca. 50 v. Chr. - 50 n. Chr.

Schale
Terra Sigillata, polierte Irdenware Römisch, Gallien, 2.-3. Jh

Zwei Doppelkonus-Becher Terra Nigra, polierte Irdenware Nordgallien oder Rheingebiet Römisch, 1. Jh.

Schale und Gefäß mit Gitterornament SchaleTerra Sigillata
Gallien 2.-3. JhGefäß mit Gitterornament Irdenware, Fränkisch, 5.-7. Jh.


