Ostasien: Korea

Vase
Porzellan mit eisenroter Unterglasurmalerei Korea, Yi-Dynastie 17./18. Jh.
Die Keramik Koreas nimmt eine Sonderstellung ein. Wichtige Entwicklungen - wie die Weiterentwicklung aus Indien eingeführter Dekore - nahmen ihren Weg von China nach Korea; von dort aus beeinflussten sie wiederum die chinesische Keramik.
Eine Eigenständigkeit der Keramik Koreas bringt im Wesentlichen die Koryu-Zeit (918-1392). Auffallend sind die Einlegearbeiten in Seladon, die so genannten Sangam-Seladone und der eigenständige Formenkanon, wie kürbisförmige Kannen und Gefäße in Kugelform mit kantigem Hals.
Aufgrund der geographischen Lage Koreas und politischer Konstellationen wurde das Land zum Kristallisationspunkt der Verbreitung verschiedener Techniken der Porzellanherstellung für die umliegenden Länder, insbesondere für Japan. Vom so genannten Töpferfeldzug brachte der japanische Feldherr Hideyoshi 1596 Töpfer nach Japan, weil er die Wirtschaftskraft, die die Keramikherstellung für ein Land bedeuten kann, schnell erkannt hatte. Es wurde damit sowohl die Entwicklung der japanischen Teekeramik eingeleitet als auch der Einfluss der asymmetrischen Malerei in Unterglasurrot und -blau.

Flasche
Steinzeug, Seladon, sog. Sanggam Korea, Koryo-Dynastie, 12. Jh.


