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Afrika

Portraitköpfe eines Königspaares
Portraitköpfe eines Königspaares
der Yantenga-naba (Mossi), Irdenware
Burkino Faso, um 1900

Bei den verschiedenen Kulturen Afrikas hat man es größtenteils mit einer sehr niedrig gebrannten Irdenware zu tun, die über den eigenen Gebrauch hinaus kaum Bedeutung und Verbreitung erlangte. Die in Europa bekannte Keramik Afrikas stammt aus jüngerer Vergangenheit, jedoch ihre Ursprünglichkeit in Technik und Ausdruck verlangt, sie zu den Frühstufen zu rechnen.
Die afrikanische Irdenware wurde hauptsächlich von Frauen hergestellt. Kennzeichnend ist eine Sicherheit in der Formgebung und im Schmuck der Gefäße. Figürliche Keramiken sind vor dem Hintergrund der jeweiligen Stammesmythen zu verstehen.

1943 stellte der Forscher Monod eine Terrakottaskulptur vor, die in Djennè, gelegen am Niger-Binnendelta von Mali, bei Ausgrabungen gefunden wurde. Diese Djenné-Kultur fällt in den Zeitraum vom 12. bis zum 16. Jahrhundert und gehört zweifellos zu den herausragendesten Kunstwerken Afrikas. Eine ähnliche Bedeutung hatte vom 16. bis 19. Jahrhundert die höfische Benin-Kultur mit ihren Bronzeskulpturen und Masken erlangt. Trotz verschiedener Stilvarianten, lässt sich eine Ähnlichkeit der keramische Figuren der Djenné mit den etwa zeitgleichen Holzskulpturen der Dogon nicht leugnen. Diese wichtige Kultur ist mit mehreren Exemplaren im Hetjens-Museum vertreten.



Kultgefäß der Yoruba
Kultgefäß der Yoruba
Irdenware
Nigeria, erworben in Lomé 1980

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17. März 2010 | 03:03 Uhr

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