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Fayence Spanien

Teller mit Christusmonogramm
Teller mit Christusmonogramm
Fayence mit Lüsterglasur
Spanien, Manises, 15. Jh.

Seit Beginn der Produktion ist bei der spanisch-maurischen Fayence der Lüsterdekor charakteristisch und herausragend entwickelt. Die Technik des Lüsterdekors - eine metallisch schimmernde Glasur auf Keramik - war im 9. Jahrhundert in Fostat, Ägypten und im persisch-syrischen Raum bekannt. Im 13. Jahrhundert erreichte die Kenntnis des komplizierten Herstellungsprozesses Spanien, wo sie mit Manises, Aragon und vor allem mit Malaga in Verbindung gebracht wird. Insbesondere in Malaga gelangte die Lüstertechnik zu hoher Kunstfertigkeit. Später wurde sie ausgiebig in Italien bei der Majolika-Herstellung verwandt. Kleinteilige Ornamentik, vielfach mit Wappen ausgestattet, sowie eine radiale Anordnung meist arabischer Motive, zeigen deutlich den Einfluss islamischer Keramik.
Die schimmernde Optik der Oberfläche wird durch die für Lüsterkeramik typische Verwendung von Metalloxyden erzeugt. Der messingartige, warme Gelbton des Untergrundes entsteht beispielsweise durch die Mischung einer Silberverbindung mit feinem Ocker. Da die Methode mit Silbernitraten zu arbeiten recht kostspielig war, verbreitete sich nach und nach die Anwendung von Kupfer, die einen rötlichen Ton hervorbrachte.



Buckelteller
Buckelteller
Fayence mit Lüsterglasur
Spanien, Manises, 16. Jh.

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10. Februar 2012 | 00:53 Uhr

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