Jugendamt Düsseldorf, Armutsbericht
Zusammenfassung
Der Rat der Stadt Düsseldorf beauftragte die Verwaltung, jährlich - beginnend in 1996 - einen kommunalen Armutsbericht zu erstellen. Mit der Bearbeitung der Armutsfrage wurde die Vorstellung verbunden, einerseits die Armutssituation und -entwicklung in Düsseldorf darzustellen, zum anderen jedoch eine Grundlage für die konkrete Bekämpfung von Armut und ihre Auswirkungen zu erhalten.
In den Düsseldorfer Armutsberichten wurde seit 1996 in mehrfacher Hinsicht auf bestehende Armut von Kindern und Jugendlichen hingewiesen. Es wurde dargestellt, dass ein erhöhtes Armutsrisiko bei jungen Menschen, insbesondere Ausländern und Ausländerinnen und bei Familien mit Kindern liegt.
Der Armutsbericht 1999 untersucht nun, in welchem Umfang Kinder in Düsseldorf von Armut betroffen sind und welche negativen Auswirkungen diese Armut auf die Sozialisationsbedingungen und das spätere Leben von Kindern haben kann.
Obwohl eng mit Elternarmut verknüpft, handelt es sich bei Armut von Kindern und Jugendlichen um ein eigenständiges Phänomen. Kinder sind in spezifischer Weise auf zufriedenstellende und förderliche Lebensbedingungen angewiesen. Die bisher in der Armutsberichterstattung diskutierten Armutskonzepte werden um einen aktuellen Definitionsversuch des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt zur Kinderarmut erweitert.
Von Kinderarmut ist zu sprechen:
- bei relativer Einkommensarmut bezogen auf die wirtschaftliche Situation des Haushalts, in dem das Kind lebt
- bei materieller Armut/Unterversorgung des Kindes unabhängig von der materiellen Lage des Haushaltes.
Bei der Festlegung auf eine relative Armutsgrenze folgen die Düsseldorfer Armutsberichte und damit auch der Armutsbericht 1999 - Kinder und Jugendliche - grundsätzlich der Armutsdefinition der Europäischen Gemeinschaft. Entsprechend dieser Definition gelten diejenigen Personen bzw. Haushalte als arm, deren verfügbares Einkommen weniger als die Hälfte (50%) des Durchschnittseinkommens aller Haushalte in dem betreffenden EG-Mitgliedsstaat beträgt.
Konkrete Angaben über das Einkommen von Haushalten mit Kindern für Düsseldorf liegen weder als Durchschnitt, geschweige denn als Verteilung vor. Einkommensangaben bzw. Angaben, die Rückschlüsse auf das Einkommen zulassen, liegen lediglich für diejenigen vor, die öffentliche Unterstützung empfangen, die Sozialhilfeempfänger und Sozialhilfeempfängerinnen und die Antragsteller und Antragsstellerinnen für Wohngeld.
Der Armutsbericht 1996 hat bereits darauf verwiesen, dass die Einkommen dieser Bevölkerungsgruppen deutlich weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommen aller Haushalte in der Bundesrepublik betragen.
Deshalb werden die Lebensbedingungen und die Einkommens-entwicklung dieses Personenkreises im Rahmen der Düsseldorfer Armutsberichte regelmäßig untersucht und dargestellt.
Dies gilt ohne Einschränkung auch für den aktuellen Armutsbericht 1999 - Kinder und Jugendliche.
Unterversorgungslagen in weiteren Lebensbereichen werden im Armutsbericht 1999 berücksichtigt, soweit diese mit Deprivation im materiellen Bereich einhergehen.
Diskutiert wird die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen, die "arm" sind, nicht von allen Kindern und Jugendlichen, die "arm dran" sind.
Unterversorgungslagen werden vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Erziehung, Wohnen und Freizeit betrachtet.
Exemplarisch werden vorliegende Studien, die Schlüsse auf konkrete Auswirkungen von Armut in den genannten zentralen Lebensbereichen zulassen, dargestellt. Vorgestellt werden ferner zwei aktuelle empirische Untersuchungen zum Thema Armut.
Unter Berücksichtigung der Begriffsdefinition werden für die Erschließung von Armutslagen in Düsseldorf bedeutsame Strukturen dargestellt, analysiert und interpretiert. Es wird Wert auf die kleinräumige Darstellung des Wohlstandsgefälles auf der Ebene der Sozialräume gelegt.
In einer größeren Anzahl von Aktionen wurde mit Kinder und Jugendlichen über ihre Vorstellung von Armut und Reichtum gesprochen.
Der Bericht gibt einen Überblick über die durchgeführten Maßnahmen.
In einem Exkurs werden Berichte von Initiativen und Verbänden zu Armutssituationen junger Menschen an der Volljährigkeitsgrenze vorgestellt.
Um die besondere Lebenssituation armer Kindern zu schildern, wurden weitere in der bisherigen Armutsberichterstattung noch nicht genutzte Kriterien eingeführt. Zur Darstellung des Bildungsgefälles zwischen den verschiedenen Wohnbereichen der Stadt wurden die Daten der Schülerinnen und Schüler der städtischen allgemeinbildenden Schulen aufbereitet. Diese Schülerdatei wurde hier erstmals kleinräumig nach Sozialräumen ausgewertet.
Ebenfalls zum ersten Mal kleinräumig ausgewertet wurden Interventionsdatenbestände des Jugendamtes.
Grundsätzlich sollten alle verfügbaren Daten kleinräumig für das gesamte Stadtgebiet vorgelegt werden. Es war jedoch nicht möglich, alle erwünschten Informationen innerhalb eines knappen Jahres zusammenzustellen. Dies gilt insbesondere für Daten, die nicht aus vorliegenden Beständen entnommen werden konnten, sondern qualitativ zu erheben waren. Diese Datenerhebung wurde daher im Wesentlichen auf vier Sozialräume der Stadtteile Mörsenbroich und Rath beschränkt.
Ausgewählt wurden Sozialräume, bei deren Wohnbevölkerung von einem überdurchschnittlichen Anteil armer Bürger und Bürgerinnen ausgegangen werden konnte. Einbezogen wurden in diese Untersuchung Informationen und Kenntnisse von Fachleuten aus den Bereichen Schule, Kindergarten, Sozialdienst sowie Jugendfreizeiteinrichtungen. Beteiligt wurden ferner niedergelassene Kinderärztinnen und Fachleute des Gesundheitsamtes.
Ergebnisse
Die kleinräumige Analyse des Düsseldorfer Stadtgebietes verdeutlicht die unterschiedliche Verteilung von Wohlstand. Ungleich verteilt sind damit auch knappe Güter wie Wohnraum oder gute Luft und Ruhe. Dies alles hat natürlich erheblichen Einfluss auf das Leben und die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern. In armen, hoch belasteten Sozialräumen leben in deutlich höherer Konzentration Familien mit Kindern.
Kinder und Jugendliche leben in Düsseldorf mit dem höchsten Armutsrisiko aller Altersgruppen. Die Sozialhilfequote der ausländischen Kinder und Jugendlichen liegt mit Abstand vor der Quote der deutschen jungen Menschen. Nahezu 30% aller Sozialhilfeempfänger unter 18 Jahre sind ausländischer Nationalität.
Unter Berücksichtigung der in diesem Bericht zugrundegelegten Armutsdefinition lebt eine große Zahl von Kindern in Düsseldorf in wirtschaftlich schwieriger Situation: 11,3 % der minderjährigen Personen, das sind 9.911 Mädchen und Jungen, lebten Ende des Jahres 1998 von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt. Rund 12.000 Kinder leben in Haushalten mit Wohngeldantrag. Hinzu müssen wir eine nicht genau einschätzbare Zahl von Kindern zählen, die nicht in "armen Haushalten" leben, die sich jedoch wie dargestellt in akuten Unterversorgungslagen befinden. Wir müssen somit feststellen, dass in Düsseldorf mindestens 22.000 Mädchen und Jungen zeitweise von Armut betroffen sind.
Die konkreten Auswirkungen von Armut auf die Lebenssituation der in Armut lebenden Kinder sind unterschiedlich.
In Düsseldorf lebt offensichtlich eine nicht geringe Anzahl von Kindern dauerhaft, das heißt einen erheblichen Teil ihrer gesamten Kindheit in Armut. Nach Einschätzung der befragten Fachleute haben die auftretenden Unterversorgungslagen erhebliche Auswirkungen auf das Leben dieser Kinder. Genannt wurden schlechteste Wohnbedingungen, geringe Bildungschancen, gesundheitliche Beeinträchtigungen.
Andererseits lebt eine Vielzahl von Kindern trotz Armut ohne erkennbare Entwicklungsdefizite oder Schädigungen. Sie wachsen unbeeindruckt von der objektiven Lebenslage auf, erleben beispielhaft an ihren Eltern, wie diese aktiv versuchen, ihre schwierige Lebenssituation zu meistern und eigene Bedürfnisse zum Wohle ihrer Kinder zurückzustellen. Maßgeblich scheint neben der Dauer des Sozialhilfebezugs also auch die Fähigkeit von Eltern, wirtschaftliche Notlagen zu meistern, ggf. bestehende Hilfsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.
Ein besonders hohes Armutsrisiko besteht für Kinder alleinerziehender Mütter und Väter. Die Untersuchung von Prof. Dr. Franz in Düsseldorf zeigt zudem, dass für Kinder alleinerziehender Mütter und Väter ohnehin ein hoher Bedarf an psychosozialer Hilfestellung besteht.
Der Armutsbericht macht ferner deutlich, dass auch die Lebenssituation von Kindern alleinerziehender Eltern differenziert zu betrachten ist. Vergleiche mit der Situation von Kindern aus Zwei-Eltern-Familien, bei denen ein Elternteil aufgrund eines hohen beruflichen Engagements des Partners oder der Partnerin faktisch alleinerziehend ist, erscheinen beispielsweise sinnvoll.
Arme Kinder tragen ein höheres Risiko einer misslingenden Sozialisation.
Die Existenzsicherung stellt offensichtlich für arme Familien eine erhebliche Belastung dar und bindet viele Energien. Zusätzliche Belastungen können so schnell zu akuten Krisen führen, die mit eigenen Ressourcen nicht mehr zu bewältigen sind. Gezeigt werden konnte, dass in ausgewählten Sozialräumen mit hohem Anteil armer Familien eine höhere Nachfrage nach Erziehungshilfen des Jugendamtes besteht bzw. eine höhere Anzahl von Jugendgerichtshilfefällen je Minderjährigen vorliegt.
Die Auswertung der Schülerdatei auf der Basis der Sozialräumlichen Gliederung hat eindeutige Hinweise auf Zusammenhänge von Armut und Schulbesuch gebracht. In den besser situierten Sozialräumen der Stadt Düsseldorf besuchen nur 5% der Kinder und Jugendlichen die Hauptschule, dagegen 72% das Gymnasium. In den belasteten Sozialräumen mit hohem Anteil armer Kinder sind es 38% bzw. 22%. Auf Sonderschulen für Lernbehinderte liegen besonders hohe Quoten von Kindern und Jugendlichen im Sozialhilfebezug vor.
Die Betrachtung von Grundschulen im Untersuchungsbereich Rath/Mörsenbroich zeigt, dass die Anteile der Kinder im Sozialhilfebezug innerhalb eines Stadtteils erheblich voneinander abweichen. Es lässt sich im Untersuchungsbereich bezüglich der Betroffenheit mit Armut eine Rangfolge der Schulen herausarbeiten. Erkennbar sind auf Armut zurückzuführende Segregationsprozesse im Bildungsbereich. Der Schulalltag und die Handlungsmöglichkeiten der Schulen werden in erheblichem Umfang von den jeweiligen Anteilen armer Kinder beeinflusst.
Pointiert könnte man die erhaltenen Hinweise in dem Satz zusammenfassen: "Arme Schüler machen Schulen arm; reiche Kinder machen Schulen reich"
Die Bewältigung des Schulalltags stellt Kinder und Eltern in wirtschaftlich schwieriger Situation vor erhebliche Probleme. Der Schulbesuch ist trotz aller Vergünstigungen und Beihilfen des BSHG mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden. Hierzu zählen nicht nur die regelmäßigen Sonderleistungen wie Kopiergeld, Milchgeld, Bücher, Ausflüge, sondern insbesondere finanzielle Aufwendungen , die die Teilhabe an sozialen Kontakten der Kinder sicherstellen sollen (Geburtstagsfeiern, angemessene Bekleidung, Spielwaren). Offensichtlich sind die Belastungen von armen Eltern mit ihren Kindern höher an Schulen mit geringerem Anteil armer Schüler und Schülerinnen. Die Untersuchung ergab mehrfach Hinweise auf Eltern, die ihren Sozialhilfebezug in der Schule der Kinder verschwiegen und deswegen finanzielle Mehrbelastungen in Kauf nahmen.
Unter den Kindern mit schlechterem Gesundheitszustand und unter den Familien mit auffälligem Gesundheitsverhalten befinden sich eine erhebliche Anzahl in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Zum Teil leben diese Kinder dauerhaft in schwierigen Lebensverhältnissen. Dies geht nicht zuletzt aus den Daten zu den Themen Sprache und Zähne hervor. Dabei muss zudem berücksichtigt werden, dass die gezielte Förderung und Vorbeugung nachweislich bereits zu erheblichen Verbesserungen des Gesundheitszustandes von benachteiligten Kindern geführt hat und somit möglich ist.
In Deutschland dürfte aufgrund der bestehenden Sozialgesetzgebung kein Kind hungern. Richtig ist jedoch, dass in Düsseldorf, wie in anderen Städten leider auch, eine schwer zu quantifizierbare Zahl von Kindern schlecht ernährt wird oder offensichtlich unter Hunger leidet. Die Gründe für diese Unterversorgungslage können vielschichtig sein. Nachweisbar ist jedoch, dass unter diesen Kindern eine nicht zu unterschätzende Zahl aus konkreter wirtschaftlicher Not kein vernünftiges Essen erhält, sei es, weil die Eltern mit vorhandenen Mitteln unwirtschaftlich umgehen oder auch, weil Jugendliche zumindest tageweise auf der Straße leben und schlafen.
Mädchen und Jungen sind gleichermaßen von Armut betroffen. Dieser Umstand ist nachvollziehbar. Kinder und Jugendliche sind in der Regel abhängig arm - sie leben bei armen Eltern in armen Familien.
Ein geringfügig höherer Anteil weiblicher Hilfeempfänger ist erst in der Altersgruppe der 16 - 18 Jährigen zu verzeichnen. Bei diesen Unterschieden wirkt sich eine im Vergleich zu männlichen Heranwachsenden wirtschaftlich schlechtere Situation junger Frauen mit eigenem Haushalt, insbesondere alleinerziehender junger Mütter, aus.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich Armutssituationen auf das Leben von Mädchen und Jungen gleichermaßen belastend auswirken. Der Beitrag von Antje Richter verweist auf unterschiedliche Verarbeitung von Unterversorgungslagen bei Jungen und Mädchen.
Die in Düsseldorf befragten Fachleute wiesen auf Benachteiligungen von Mädchen auf dem Ausbildungsmarkt und beim Berufseinstieg trotz höherer schulischer Qualifikation hin. Diese Benachteiligungen wurden jedoch nicht eindeutig auf Armut als ursächliches Phänomen zurückgeführt. Der Frauenarmutsbericht wies auf die Armut im Erwachsenenalter als Folge dieses Verhaltens hin.
Ausgrenzung von Kindern wegen geringer finanzieller Möglichkeiten der Eltern wird von Fachleuten eher in Gebieten mit geringerem Anteil armer Kinder erkannt. Dies bestätigt noch einmal die Zugrundelegung einer Definition, die die relative Einkommensarmut berücksichtigt. Es ist offensichtlich erheblich schwieriger für Kinder, arm unter reichen Kindern zu sein - vielleicht ein spezifisches Düsseldorfer Thema?
Konsequenzen
Der Armutsbericht 1999 Kinder und Jugendliche ist nicht nur als ein Beitrag zur Fachdiskussion des Themas zu verstehen. Ziel des Berichtes ist es vielmehr, Hinweise und Hilfen anzubieten, um konkrete Maßnahmen zur Linderung der Auswirkungen von Armut bei Kindern und Jugendlichen in Düsseldorf zu planen.
Die Ergebnisse des Berichtes stellen Herausforderungen für kommunalpolitisches Handeln dar.
Es ist notwendig, Strategien zur Linderung von Armut und der Auswirkungen von Armut zu erörtern und unmittelbare Lösungsansätze vorzubereiten.
Die Entwicklung solcher Maßnahmen ist in einer Vielzahl von Handlungsfeldern denkbar.
Insbesondere werden Kooperationen über die Jugendhilfe hinaus angestrebt, z.B. in Bezug auf Schulsozialarbeit, Straßensozialarbeit im Rahmen der Gewaltprävention.
Bereits jetzt ist z.B. die sozialräumliche Analyse fester Bestandteil und Basis der Jugend- und Sozialplanung, so dass in allen Planungsfeldern (z.B. Kinder- und Jugendfreizeitstätten, Tageseinrichtungen für Kinder, Hilfe zur Erziehung, Seniorenhilfe) die sozial hochbelasteten und damit auch die von Armut höher belasteten Regionen der Stadt primär mit Hilfeangeboten versorgt werden.
Beispielhaft wurden im Bericht weitere Fragestellungen entwickelt.
- Welche Möglichkeiten gibt es Haltungen gegenüber Armut und Reichtum zu verändern? Was ist notwendig um Kinder und Jugendliche darin zu bestärken, dass der Wert eines Menschen nicht von seinen Konsummöglichkeiten abhängt? Was brauchen Kinder eigentlich?
- Sind sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche ausreichend medizinisch versorgt? Müssen die gezielten präventiven und aufsuchenden gesundheitlichen Hilfen für diese Kinder und Jugendlichen und deren Eltern noch verstärkt werden, um über vernünftiges Gesundheitsverhalten aufzuklären und die notwendige Grundversorgung zu sichern?
Des Weiteren ist daran zu denken, die schulische Versorgung einschließlich einer grundlegender Bedürfnisse sichernde Übermittagsbetreuung unter besonderer Berücksichtigung der Kinder in Armutssituation zu verbessern. Dazu müssten einerseits Ursachen für sichtbar gewordene Unterversorgungslagen von Kindern in Düsseldorf differenzierter erfasst und geklärt werden. Andererseits wäre zu fragen, welche Hilfen benötigt werden und ob weitere Essensangebote für Kinder erforderlich und ausreichend sind.
Der Armutsbericht 1999 verdeutlicht, dass die Bewältigung des Schulalltags Kinder und Eltern in wirtschaftlich schwieriger Situation vor erhebliche Probleme stellt.
Aufgrund dieser Hinweise regt der Armutsbericht daher an, die Höhe der im Rahmen des BSHG zur Sicherung des Schulbesuchs gewährten Beihilfepauschalen zu überprüfen.

