Stadtgeschichte
Residenzstadt, Gartenstadt, Wirtschaftsmetropole: Düsseldorf hat sich in den vergangenen Jahrhunderten stetig gewandelt. Die Handschriften verschiedener Stadtherren, Architekten und Planer prägen auch heute das Bild der weltoffenen Landeshauptstadt. In den Entwürfen zur Neugestaltung des Kö-Bogens ist es den Stadtplanern gelungen, historische Baupläne und moderne Stadtplanung in einem stimmigen Gesamtkonzept zu vereinen.
Historische Karten und Aufnahmen aus den Jahren 1874 bis 1965 (10 Bilder).
1769
Kurfürst Carl Theodor zu Pfalz-Sulzbach bestimmt, die Gartenlandschaft vor den Toren der Stadt um einen öffentlichen Park "zur Verschönerung der Residenzstadt und zur Freude der Düsseldorfer Bevölkerung" zu ergänzen. Der Baumeister Nicolas de Pigage erschafft daraufhin die erste öffentliche Gartenpromenade in Deutschland: den Düsseldorfer Hofgarten.
1811
Als Folge des 1801 geschlossenen Friedens von Lunéville werden die Wallanlagen der Stadt abgetragen. Der Plan der Gartenstadt Düsseldorf nimmt Formen an: Napoleon I. schenkt Düsseldorf das Gelände und sichert die Finanzierung.
1819
Gartenarchitekt Maximilian Friedrich Weyhe und Stadtplaner Adolf von Vagedes setzen ein bereits 1801 von Baumeistern und Ingenieuren erdachtes Konzept um: Ein grüner Ring umschließt die Stadt anstelle der ehemaligen Festungsanlagen und macht Düsseldorf zur Gartenstadt.
1865
Es entstehen Gebäude, Plätze und Straßenzüge, die Düsseldorf bis heute prägen: Das Stadttheater, die heutige Oper, wird gebaut, die Königsallee umgestaltet, die Landskrone verkürzt. Der Corneliusplatz mit Denkmal und Schalenbrunnen wird angelegt.
1938
Schon vor dem Zweiten Weltkrieg legen die Stadtväter Pläne für eine autogerechte Stadt vor. Die Entwürfe werden zehn Jahre später wieder aufgegriffen, da das Verkehrsaufkommen stetig wächst. Die Kö wird vom Durchgangsverkehr befreit.
1953
Planungsdezernent Friedrich Tamms setzt seinen Leitplan einer funktionsgerechten Innenstadt durch: Jan-Wellem-Platz, Berliner Allee und die "Tausendfüßler" genannte Hochstraße durchbrechen alte Strukturen - allen voran die Geschlossenheit des Grünen Rings.
1965
Neue Verkehrsadern und Bauwerke prägen die Innenstadt. Sie folgen dem Prinzip des fließenden Raumes: Platzkanten verschwinden, Verkehrsadern trennen Stadträume.
1985
Die Kö wird umgestaltet. Vorbilder sind die historischen Kö-Brücken mit ihren Kandelabern aus der Zeit des Art Deco.
2000
Seit der Jahrtausendwende entstehen Symbole einer neuen Stadtarchitektur: z.B. setzen das P&C-Stammhaus des New Yorker Architekten Richard Meier, das Metropolitan, das Hofgartenpalais oder die markante Landmarke GAP 15 Akzente.
2009
Startschuss für das Jahrhundertprojekt Kö-Bogen: Mit dem ersten Spatenstich für den Libeskind-Bau und die Entscheidung für den großräumigen Plan des Teams um Thomas Fenner und Prof. Pablo Molestina nimmt das komplexe Bauprojekt Gestalt an.
2013 - 2015
Düsseldorf bekommt seinen Grünen Ring zurück. Der Hofgarten schließt wieder an die Kö an. Neue architektonische Wahrzeichen verbinden Stadt und Parklandschaft.
Weitere Informationen:
Zeitplan

Übersichtsplan ansehen

