Der MedienHafen - Die Geschichte
Die Geschichte des Düsseldorfer Hafens
Vom Schiffereihafen zum Medienstandort
Die Stadt Düsseldorf trägt zwar bereits seit dem 15. Jahrhundert einen Anker im Wappen, doch bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts trieben kaum günstige Winde Schiffe in den Düsseldorfer Hafen. Diese Standortgunst wurde erst spät genutzt. Verschiedene Planungen für einen Düsseldorfer Rheinhafen wurden vorgenommen und ein Ergebnis dieser ersten Planungen war der Bau des Hafenlagerhauses (spätere Pfandleihanstalt) 1866. 1880 beauftragte man den Berliner Baumeister Plock mit einer Hafenplanung. Am 6. Dezember 1890 fand der erste Spatenstich statt. Auf einer Fläche von 80 Hektar wurde der Rheinhafen Düsseldorf im Jahr 1896 eröffnet.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Hafen schwer beschädigt. Bis in die 60er Jahre wurde der Hafen wieder ausgebaut. Mitte der 60er Jahre erreichte der Hafen dann seine größte Ausdehnung mit 8 Hafenbecken und zusammen 55 Hektar Wasserfläche. Nicht nur der Hafen, auch die Stadt überschritt immer wieder ihre alten Grenzen. Lag der Hafen einst an der südlichen Grenze des Stadtgebietes, so gehört er heute zum direkten Innenstadtbereich. Nur 900 m Luftlinie sind es bis zur Altstadt, 1.200 m bis zur Königsallee.
Der Hafen im Wandel (ab 70er Jahre)
Der Wandel vom Produktions- zum Dienstleistungszentrum, die zunehmende Abwanderung von Gütertransporten auf die Straße sowie veränderte Strukturen im Transport- und Lagerbereich haben die wirtschaftliche Bedeutung des Hafens für die Stadt im Laufe der letzten Jahrzehnte stark verändert. Die Stadt brauchte aber andererseits auch neue innerstädtische Flächen, um ihren Aufgaben als Landeshauptstadt und internationale Wirtschaftsmetropole gerecht zu werden. 1973 wurde das Hafengutachten der "Planungsgruppe Ritter" der Stadt übergeben. Sie empfahl eine Konzentration und Reorganisation des Hafens sowie eine auf die Citynähe und die besonders günstige Rheinlage ausgerichtete neue städtebauliche Nutzung.
1974 beschloss der Rat der Stadt dann eine Schrumpfung des Hafens um 33 Hektar. Darauf aufbauend, entwickelten das Stadtplanungsamt und die Stadtwerke AG ein Konzept für die Zukunft des Düsseldorfer Hafens. Ziel dieses Konzeptes ist die Standortsicherung der industriell und durch Speditionen genutzten Grundstücke sowie die Erhaltung und Neuschaffung von sekundären Arbeitsplätzen durch eine Begrenzung des umzuwandelnden Bereiches. So bleibt zwischen der Landzunge der Weizenmühlenstraße und dem Kraftwerk Lausward der Handels- und Industriehafen bestehen und die Kesselstraße ist eine Art „Pufferzone“ zwischen umschlagbezogenem Hafen und dem städtebaulichen Neuordnungsgebiet, beginnend mit der Speditionstraße. Der Umbau des Hafens erfolgte in 4 Realisierungsphasen.
Es wurden in der ersten Entwicklungsphase Rheinturm, Landtag und WDR gebaut. 1985 erfolgte ein weiterer Ratsbeschluss: Medien sollten im Bereich Kaistraße die direkte Nähe zur Innenstadt nutzen und dort angesiedelt werden.
1989 nahm ein Projektkoordinator seine Arbeit auf, der kurze Entscheidungswege zwischen Politik, Geldgebern, Nutzern und Architekten herstellen und koordinieren sollte. Es wurde also keine eigenständige Entwicklungsgesellschaft gegründet. Der Projektkoordinator bediente sich vielmehr des bestehenden Fachwissens aller städtischen Verwaltungsstellen, arbeitete mit diesen Fachleuten in einem regelmäßig tagenden Arbeitskreis zusammen und wurde maßgeblich und entscheidend von der Verwaltungsspitze unterstützt. Diese personelle Konzentration sicherte Durchschlagskraft und Flexibilität.
Noch eine Zahl: In den MedienHafen ist kein Cent an Landesmitteln geflossen. Unter dem Strich ist heute nach Abzug aller Kosten ein Gewinn von 25 Millionen Euro für die Stadt verblieben.

Entwicklungs- und Realisierungsphasen

Weitere Informationen
Auf den entsprechenden Seiten des Planungsamtes finden Sie ausführliche Informationen zur
Geschichte des MedienHafens.
Mehr Informationen

