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Benrather Marktplatz

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Schirmfreier Blick

Die Eröffnung des Platzes
Die Eröffnung des umgestalteten Marktplatzes

In den Jahren 1980 bis 1982 erhielt das historische Zentrum im Ortsteil Benrath ein neues Aussehen. Ein vorausgegangener Gestaltungswettbewerb prämierte das Umgestaltungskonzept des Düsseldorfer Architekturbüros RKW, nach dessen Plänen das Zentrum umgestaltet wurde. Die ehemals verkehrsstarke Hauptstraße wurde zur Fußgängerzone. Wichtige Plätze wurden durch Kreisformen dargestellt, die sich im Pflasterbereich aber auch in Gestalt eines Brunnens und eines fest installierten Marktschirmes wiederfanden.

Der Platz vor der Umgestaltung
Vor der Umgestaltung mit "Pilz"

Dieser Schirm führte jedoch schon bald zu kontroversen Diskussionen: Für viele Benrather Bürgerinnen und Bürger war der sogenannte "Pilz" zu überdimensional geraten und dominierte den Marktplatz; andere wiederum sahen in dieser markanten Überdachung ein Symbol für ihren Stadtteil. Wie der Marktschirm wies auch der gesamte Platz hohe Abnutzungserscheinungen auf. Die Marktnutzung wirkte ungeordnet und die vielen Bodeneinbauten hinterließen einen ungepflegten Eindruck.

Ein studentischer Ideenwettbewerb sollte der Planungsdiskussion neue Impulse geben: Studierende der Fachhochschule Bochum im Fachbereich Architektur erhielten die Aufgabe, den städtebaulichen Kontext und die Gesamtkonzeption des Marktplatzes zu untersuchen und Lösungsvorschläge zum Pilz zu entwickeln. Im Mai 2004 fand die Jurysitzung und eine vierwöchige Ausstellung der Entwürfe im Benrather Schloss statt. Das große Bürgerinteresse zeigte den Erfolg dieses PLATZDA! Projektes: Die Beiträge der Studentinnen und Studenten konnten viele Anregungen und Entscheidungshilfen in der Diskussion für diesen öffentlichen Raum bieten. Diese überplanten die gesamte Fußgängerzone, einschließlich des Brunnenbereiches, und gaben dem öffentlichen Raum eine gänzlich neue Formensprache. Ein wesentliches Ergebnis diesesWettbewerbs war, dass alle Entwürfe vorschlugen, den Pilz zu entfernen, unabhängig von den parallel entwickelten kreativen Vorschlägen zur Neugestaltung des Pilzes. Die der Wettbewerbsausstellung folgende öffentliche Diskussion bestätigte das Ergebnis, aber die Bürger sprachen sich zugleich für den Erhalt des Brunnens aus. Dies bedeutete, dass die Entwürfe der Studenten nicht in ihrer Konsequenz umgesetzt werden konnten.

Mit der Neuplanung, die im Sommer 2007 realisiert wurde, entfiel der Schirm und der Blick auf die Gründerzeitfassaden der umgebenden Bebauung wurde somit wieder frei. Die Bushaltestelle wurde behindertengerecht ausgebaut und mit einer Wartehalle mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet. Die gesamte Platzfläche erhielt ein neues grau-schwarz nuanciertes Pflaster. Die Untergliederung der Fläche in Marktbereich, Fahrgassen, Geschäftszonen und Haltestellenbereich wird durch den Einsatz verschiedener Verlegearten und Pflasterformate erreicht. Eine veränderte Anordnung der Marktstände in "Back-to-Back"-Aufstellung sollte die Passanten zum Marktbummel einladen und die Wiederbelebung vor allem des südlichen Marktplatzbereiches fördern. Leider konnte sich diese Aufstellung bei den Marktbeschickern nicht in ihrer Konsequenz durchsetzen. Sämtliche nicht mehr benötigten Bodeneinbauten wurden entfernt, beziehungsweise in den Boden integriert. Die Einfahrt auf die Platzfläche kann durch die Installation eines Elektropollers und einer eindeutigen Beschilderung reguliert werden. Um die Beleuchtungssituation an der Bushaltestelle zu verbessern, wurden Lichtstelen errichtet. Die bereits sanierte öffentliche Toilette bleibt erhalten und ein unterirdisches Müllsammelsystem für die Markthändler hilft den Markplatz sauber zu halten.

Mit der neuen Gestaltung des Marktplatzes ist die Absicht verbunden, eine schlichte, gegliederte Oberfläche mit modernen Gestaltungselementen zu schaffen, auf der sich auch zukünftig das bunte Marktleben entfalten kann.

Der umgestaltete Platz aus verschiedenen Perspektiven
Verschiedene Ansichten des umgestalteten Marktplatzes



Ansprechpartnerin Fon 0211 Fax 0211
Monika Umlauf
monika.umlauf@
duesseldorf.de
89-96422 89-36422


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24. Mai 2012 | 04:28 Uhr

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