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Stresemannplatz

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Yucca-Inseln in der City

Entwurfszeichnung des Stresemannplatzes
Entwurfsansicht des Stresemannplatzes

Rund um den Stresemannplatz ist eine für unsere Breitengrade sehr ungewöhnliche Landschaft realisiert worden. "11 mittelamerikanische Verkehrsinseln in Düsseldorf-City" heißt das Pflanzenprojekt der Künstlerin Tita Giese. Auf verschieden großen Verkehrsrestflächen im Bereich der Karlstraße, Graf-Adolf-Straße, Scheurenstraße und Mintropstraße realisiert die Düsseldorfer Künstlerin mittels 67 Yucca-Pflanzen, 1.000 Graspflanzen und 80.000 Wildkrokuszwiebeln ihren Entwurf. Diese Yucca-Inseln sollen auch an den Pflanzensammler und Botaniker Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck erinnern, der bereits in den Jahren zwischen 1834 und 1859 in seinem Düsseldorfer Garten 45 Sorten winterharter Yucca-Pflanzen angepflanzt hatte.

Die 11 Flächen wurden mit Kies gefüllten Altreifen umrandet, die von einer schwarzen Drainagerinne und einer weißen Straßenmarkierungslinie begrenzt werden. Die entstehenden Pflanzflächen werden mit einer Mischung aus Lavagestein und Mutterboden aufgefüllt, auf die vier verschiedene Yucca-Sorten in Höhen von ca. zweieinhalb Metern gepflanzt werden. Die Pflanzen halten sowohl hohe Hitze als auch sehr niedrige Kältegrade aus und benötigen weder Düngung noch zusätzliche Bewässerung. Im Frühsommer entwickeln sie riesige, spektakuläre, weiße Blütenstände. Zusätzlich werden robuste Gräser eingesetzt, die im Frühjahr grün sind und sich im Laufe des Sommers teilweise rot verfärben.

Alle Inselflächen werden mit grauem Kalksplit bedeckt. Im März schließlich werden die grauen Flächen von einem zarten, blauen Schleier aus tausenden von kleinen Wildkrokussen überzogen. Der gesamte umgebende Platz, einschließlich des Bereichs der Straßenbahnschienen, wird mit anthrazitfarbenem Flüsterasphalt beschichtet, die Fußwege mit gleichfarbigen, quadratischen Betonplatten belegt. Nachts wird der Platz durch gelbe Scheinwerfer erleuchtet und die einzelnen Inseln werden durch weißes Licht akzentuiert.

Ansicht des Stresemannplatzes bei Nacht
Der umgestaltete Stresemannplatz am Abend

Mit der Realisierung des neuen Verkehrskonzeptes rund um den Stresemannplatz wurde eine neue Gestaltungsplanung für diesen Stadtraum benötigt. Dieses war notwendig geworden, da das erhöhte Verkehrsaufkommen der letzten Jahre und die Unübersichtlichkeit des Platzes zu einer Zunahme der Unfallhäufigkeit geführt hat.

Zur Verbesserung der verkehrlichen Situation haben das Amt für Verkehrsmanagement und die Rheinbahn AG ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das die Verkehrsströme konzentriert und die Übersichtlichkeit des Verkehrsknotenpunktes erhöht: die Fahrbahnen vom Graf-Adolf-Platz in Richtung Worringer Platz werden gebündelt, die östliche Graf-Adolf-Straße Richtung Hauptbahnhof wird für den Durchgangsverkehr abgeriegelt. In diesem Abschnitt werden für beide Fahrtrichtungen die Haltestellen der Rheinbahn zusammengelegt. Die Installation einer neuen Signalsteuerungsanlage und die Schaffung von Radwegen sind weitere Umbaumaßnahmen, die die Sicherheit der Fußgänger, Rad- und Autofahrer am Stresemannplatz erhöhen.



Ansprechpartnerin Fon 0211 Fax 0211
Heike Schwalm
heike.schwalm@
duesseldorf.de
89-96919 89-36919


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24. Mai 2012 | 07:31 Uhr

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