"Im Heerdter Feld" in Düsseldorf, wachsende Wohnhäuser

Das Modell der Siedlung aus verschiedenen Perspektiven
Den Zuschlag erhielt das im Stadtteil Heerdt liegende Projekt im September 2001 im Rahmen eines Bieterwettbewerbes. Bis August 2004 wurde der B-Plan Nr. 4978/18 einschließlich einer stringenten Gestaltungssatzung erarbeitet.
Nicht nur als wirtschaftliche, sondern auch als konzeptionelle Variante zum ortsüblichen Geschosswohnungsbau wurde die Wohngruppe mit 69 Einheiten nach den Richtlinien des verdichteten, kosten- und flächensparenden Bauens entwickelt und nach Eigentumsgemeinschaft geteilt. Es sollte Wohnen und Arbeiten unter einem Dach mit wachsenden Grundrissen auch Mehr-Generationen-Wohnen ermöglichen (vgl. Lageplan).
Das Kern-Haus mit Breiten von 5,0 m bzw. 6,0 m und einer Wohnfläche von 100 qm bzw. 120 qm dient im EG dem Wohnen und im OG dem Schlafen und kann über jeweils einen Innenhof mit Schiebedach in einen Wintergarten verwandelt und um ein Vorder-Haus zum Arbeiten mit 50 qm bzw. 60 qm sowie ein Hinter-Haus zum Wohnen (Altenteil) mit ebenfalls 50 qm bzw. 60 qm erweitert werden. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde für die Giebelseiten eine Schottenbauweise und für die Frontseiten Alu-Glas-Elemente mit Balkonen gewählt. Die freitragenden Tonnendächer benötigen keinen Dachstuhl und können als Schale geliefert und mit Dachhaut montiert werden. Auf der Grundlage eines Rasters 1,0 m x 1,0 m wurde ein Baukasten-System mit variablen Bau-Elementen entwickelt.
Umweltverträgliche Materialien und Ausbausysteme kamen zur Anwendung. Es wurde eine Farb-Gestaltung entwickelt, die innen und außen zur Individualisierung der Wohneinheiten beiträgt.

Dachdetail
Vor jeder Wohneinheit ist ein Zugang mit Parkplatz angeordnet. Außerdem gehört zu jedem Haus eine Grünfläche, die im Erweiterungsfalle für Innenhöfe sowie Vorder- bzw. Hinterhäuser genutzt werden kann. Die Freifläche zwischen den beiden Gebäudereihen dient als abschließbare, halböffentliche Grünzone für die Eigentümer. Ein Kinderspielplatz sowie die Möglichkeit für ein Gemeinschaftshaus sind als nachbarschaftbildende Maßnahmen gedacht.
Das Kernhaus B = 5,0 m inkl. Grundstück kostet ab 158.789,-- EUR ohne Keller. Vorder- bzw. Hinterhaus kosteten ab 75.881,-- EUR.

Gebäudezeile aus verschiedenen Perspektiven
Verschiedene Ansichten der fertiggestellten Gebäude
(©Landeshauptstadt Düsseldorf, Stadtplanungsamt)
Bauherr
F. C. Trapp Baugesellschaft Wesel mbHwww.trapp.de
Architekten
Dr. Schmitges + Partner Architekten BDA + Stadtwww.schmitges-architekten.de

