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Rahmenplan Güterbahnhof Derendorf

Nach knapp zweijähriger intensiver Planungszeit ist die Fertigstellung des Rahmenplans für den Bereich des Güterbahnhofs Derendorf erfolgt. In den Sitzungen der Bezirksvertretung am 13.09.02 und des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung am 18.09.2002 bzw. 30.10.2002 wurden die Pläne vorgestellt und diskutiert. Die Bürgerbeteiligung wurde Anfang des Jahres 2003 durchgeführt.

Das vom Planungsteam:

auf der Grundlage des Ergebnisses der Planungswerkstatt überarbeitete Konzept für den Güterbahnhof Derendorf behält im Rahmenplan die grundlegende städtebauliche Struktur bei. Die Empfehlungen der Auswahlkommission des Werkstattverfahrens waren ebenso Gegenstand der Überarbeitung wie die Vorgaben und Prüfaufträge aus der Politik.

Das Gebiet

Das Rahmenplangebiet, das den Projekttitel "Neue Stadtquartiere Derendorf" trägt, ist mit 35 ha Fläche eines der größten städtebaulichen Entwicklungsgebiete der Stadt Düsseldorf. Die Neunutzung der Güterbahnhofflächen bietet die Chance, die Stadtteile Pempelfort, Derendorf und das Zooviertel von Düsseltal näher aneinander zu rücken. Der optimale ÖPNV-Anschluss gewährleistet für die zukünftigen Nutzer eine weit in die Region reichende hervorragende Mobilität. Zudem bieten die Flächen die Möglichkeit, Defizite der benachbarten Stadtteile z.B. in der Freiflächenversorgung zu vermindern.

Kernpunkte der Rahmenplanung

  • Sicherstellung eines multifunktionalen Nutzungskonzepts
  • Ableitung der baulich-räumlichen Struktur aus der gründerzeitlichen Nachbarstruktur
  • Sicherstellung von Hochpunktoptionen und Hervorheben der Brückenkopfsituationen
  • Festigung und Stärkung der lebenswerten Urbanität
  • Ergänzung der Versorgungseinrichtungen der umliegenden Stadtteile
  • Berücksichtigung von öffentlichen Versorgungseinrichtungen wie Kindergärten und Jugendfreizeiteinrichtungen
  • Ergänzung der gesamtstädtisch bedeutsamen Freiraumfunktionen
  • Sicherstellung einer freiraumbezogenen Nord-Südachse als Fuß-und Radwegeverbindung
  • Anbindung des Gebiets an die anbaufreie Entlastungsstraße über entsprechende Subsysteme
  • Verbindung der einzelnen Bauabschnitte und der alternierenden Stadtgärten durch das "Rückrat" Stadtgartenallee

Bau- und Nutzungskonzept

Struktur der geplanten Bebauung
Struktur der geplanten Bebauung

Nutzungsschwerpunkt im Abschnitt zwischen der Brücke Am Wehrhahn und der Franklinbrücke soll eine gewerbliche Nutzung mit Bürogebäuden, Hotels und Dienstleistungsunternehmen werden. Um eine lebendige Mischung zu erreichen, ist in Teilbereichen oder auch geschossweise Wohnnutzung geplant. Punktuell soll in diesem Abschnitt Hochhausbebauung möglich sein. An der Schirmer-/Schinkelstraße ist die Ergänzung der Blockrandstruktur mit einer Wohnbebauung vorgesehen.

Erschließung des Gebietes
Erschließung des Gebietes

Im Abschnitt zwischen Franklinbrücke und Jülicher Straße ist im Übergangsbereich von der Blockbebauung der Tußmannstraße zum neuen Stadtgarten Wohnbebauung geplant. Die zu entwickelnden Quartiere sollen durch optimale Gebäudestellung und Geländemodellierungen im Freiraumbereich vor Lärmbelastungen geschützt werden.

Erschließung durch den ÖPNV
Anschluss an den ÖPNV

Es ist eine Struktur geplant, die einerseits eine klare räumliche Kante bildet, andererseits aber auch einen Bezug zum Stadtgarten aus dem Blockinnenbereich zuläßt. In Anlehnung an die Bebauung in der Nachbarschaft soll die Wohnbebauung maximal 6-geschossig sein, und zum Inneren der Baublöcke hin abfallen.

Nördlich der Brücke Jülicher Straße ist geplant, eine kerngebietsadäquate Nutzung zu entwickeln, die mit einer Hochhausbebauung einen Akzent für das Projekt "Neue Stadtquartiere Derendorf" setzen soll. Die Bebauung ist als Blockarrondierung unter Berücksichtigung des Aspektes der Kaltluftschneise vorgesehen. Die beiden Teilgebiete ganz im Norden des Rahmenplangebietes sind aufgrund der verkehrstechnischen Lage und der Nachbarschaft zu den Entwicklungsgebieten im nördlichen Derendorf besonders für eine hochwertige gewerbliche oder kerngebietsadäquate Bebauung geeignet.

Im Rahmenplan wurde auch die Option gesichert, eine neue in Nord- Süd-Richtung verlaufende Entlastungsstraße unmittelbar parallel zu den Bahngleisen östlich des Gebiets zu führen.

Freiraum

Stadtgärten mit unterschiedlicher Größe und verschiedenen Themenschwerpunkten runden das Erscheinungsbild der Baufelder ab.

Zeichnung Stadtgartenallee
Zeichnung der Stadtgartenallee

Der neue Stadtgarten, im Bereich der ehemaligen Zollhalle ist durch den Erhalt charakteristischer und historischer Elemente gekennzeichnet. Im Bereich der Wohngebiete sollen großzügige Spiel-, und Erholungsmöglichkeiten nicht nur den zukünftigen Bewohnern des Quartiers dienen, sondern auch dazu beitragen, Freiraumdefizite in den angrenzenden Wohngebieten abzubauen. Der Natur soll im Stadtgarten der Sukzession Raum gegeben werden. Weiter im Norden wird die renaturierte Düssel in eine gärtnerisch gestaltete Anlage eingebunden.

Kennziffern

Insgesamt umfasst das Konzept etwa 139.000 qm BGF Wohnfläche für ca. 1.300 Wohnungen und rund 311.000 qm BGF Bürofläche für ca. 7.000 Dienstleistungsarbeitsplätze. Projektpartner für die Entwicklung des Vorhabens "Neue Stadtquartiere derendorf" ist die Deutsche Bahn Tochter Aurelis Management GmbH.

Ansprechpartner Fon 0211 Fax 0211
Michael Bringmann
michael.bringmann@
duesseldorf.de
89-96749 89-36749

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9. Februar 2012 | 05:46 Uhr

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