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Rahmenplan Gerresheim-Süd

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Luftbild des Plangebietes

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung hat in seiner Sitzung vom 6. April 2000 für den Bereich des Rahmenplanes Gerresheim - Süd die Durchführung der Bürgerbeteiligung beschlossen. Die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung wurden am 18. Mai 2000 im Rahmen einer öffentlichen Anhörung vorgestellt und erörtert.

Situation

Der Umstrukturierungsprozeß auf bisher industriell genutzten Flächen in Düsseldorf macht sich auch auf dem Gelände der Gerresheimer Glashütte in Gerresheim-Süd bemerkbar. Mit der Reduzierung der Glasproduktion und deren Konzentration auf lediglich eine Produktionshalle im Nordosten des Werksgeländes werden zwei Randbereiche in der Größenordnung von ca. 20 ha auf dem insgesamt etwa 46 ha großen Werksgelände frei. Es ergeben sich neue Nutzungspotenziale im Westen beiderseits der Straße Nach den Mauresköthen und im Osten entlang der Heyestraße. Die heutige städtebauliche Situation in Gerresheim-Süd wird durch gravierende Verkehrsprobleme beeinträchtigt. Der überörtliche motorisierte lndividualverkehr und der Straßengüterverkehr im Zuge der L 404 stellen hinsichtlich der Umweltbelastungen und der an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gelangten Kapazitäten des Straßennetzes schon heute ein Problem dar. Umstrukturierungen, die wie beispielsweise der Baumarkt nördlich der Glashütte noch höheres Verkehrsaufkommen des MIV nach sich ziehen, verschärfen dieses Problem noch.

Die Rampenbrücke über die Gleisantage der DB, die ein Nadelöhr für den Verkehr darstellt und stark baufällig ist, muss dringend erneuert werden. Die mangelhafte Aufenthaftsqualität am S-Bahnhof Gerresheim, die unattraktiven und gefährlichen Wegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer und die schlecht koordinierten Umsteigebeziehungen zwischen Bussen, Straßenbahn und S-Bahn erzeugen zusätzlichen Handlungsbedarf.

Hinzu kommt die Barrierewirkung der Bahngleise zwischen zwei Stadtteilen und die unattraktive Tunnelunterquerung bzw. das Provisorium der Fußgängerbrücke.

Die städtebauliche Situation im Randbereich der Glashütte ist gekennzeichnet durch Defizite des Stadtbildes, Überalterung der Bausubstanz, Beeinträ;chtigung der angrenzenden Wohngebiete wegen der Verkehrs- und Gewerbeimmissionen.

Planungsziele

Umwelt und Grünflächen

Die Neuordnung des Glashüttengeländes ermöglicht großflächige Entsiegelungen und Begrünungen. Wichtig ist die Frischluftzufuhr aus den östlichen Landschaftsbereichen entlang begrünter "Bänder" oder Biotopverbindungen. Neben Fußwegeverbindungen in den Landschaftsraum sind Bepflanzungen entlang der Bahngleise und der Flußauen Düssel und Pillebach vorgesehen.

S-Bahnhof Gerresheim

Die neue Bebauung entlang der verkehrsberuhigten Heyestraße ermöglicht die Neugestaltung eines Bahnhofsplatzes, die Verbesserung des Stadtbildes und die Schaffung von urbaner Lebensatmosphäre. Vom Bahnhof aus soll eine großzügige neue Bahnunterführung mit Oberlichtern die beiden Stadtteile nördlich und südlich der Gleise besser verbinden. Hinzukommen neue Bahnsteigzugänge für die S-Bahnen und die neue Regiobahn.

Die Zukunft der Glashütte

Die Glashütte konzentriert in Zukunft den Produktionsprozess auf eine dreifache Glaswanne im inneren des Werksgeländes. Die Aufgabe der östlichen Fläche entlang der Heyestraße ermöglicht den Neubau von Wohnungen zusammen mit Dienstleistungsbetrieben. Im Westen werden beiderseits Nach den Mauresköthen Flächen für neue gewerbliche Arbeitsplätze frei. Die Hauptzufahrt des Werksgeländes wird samt Werksparkplätzen und Lagerflächen nach Westen verlegt.

Das Zentrum Gerresheim-Süd

Das Zentrum soll mit seinem unverwechselbarem Lokalkolorit erhalten und gestärkt werden. Die Umgestaltung der Heyestraße zu einer fußgängerfreundlichen Flanierstraße wird durch eine neue Ersatzstraße auf dem Glashüttengelände möglich. Der Einkaufsbereich könnte über die ebenfalls in Zukunft verkehrsberuhigte Morper Straße nach Süden verlängert werden. Die trennende Wirkung wird aufgehoben, für den Fußgänger entfällt das gefahrvolle Überqueren der Straßen.

Beschlusslage

Nach einer Bürgerbeteiligung wurde der Rahmenplan "Gerresheim-Süd" unter Beteiligung der Bezirksvertretungen 7 und 8 am 31.Mai 2001 vom Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschlossen.

Im Jahr 2008 wurden die Ergebnisse im Rahmen des Werkstattverfahrens zum Glashüttengelände weiterentwickelt.



Ansprechpartnerin Fon 0211 Fax 0211
Birgit Dohmen
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9. Februar 2012 | 06:36 Uhr

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