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Rahmenplanung "Rath"

Vorstellung der wichtigsten Pläne:

1. Nutzungskonzept

Rath ist durch sehr gegensätzliche Flächennutzungen gekennzeichnet:

  • der große Industriebereich der Vallourec-Mannesmann-Röhrenwerke
  • weitere kleinere Industrie- und Gewerbegebiete (wie Paguag oder der Wahler Park)
  • die bandartige Bauentwicklung entlang Westfalenstraße / Rather Kreuzweg mit überwiegender Wohnnutzung
  • der große Waldbereich des Aaper Waldes im Osten
  • der Übergang zur noch teilweise landwirtschaftlich geprägten Landschaft im Norden
  • das Verkehrsnetz mit den übergeordneten Autobahn- und Schienenverbindungen

Das Gebiet wird in folgende Planungsbereiche eingeteilt, für die Planungsvorschläge gemacht werden.

  1. Entwicklungsbereich Theodorstraße

    In den Entwicklungsbereichen beiderseits der Theodorstraße sind die Nutzungen durch konkrete Planungs- und Bauabsichten bereits vorgezeichnet. Es sind bereits B-Pläne mit der Ausweisung GE im Verfahren oder es werden neue mit der gleichen Ausweisung aufgestellt.
  2. Neuordnungsgebiet Südlich Rather Kreuzweg

    Für eine der wenigen unbeauten Flächen (2 ha, Werksparkplatz) in Rath wird zur Optimierung der Flächennutzung die Ausweisung als Gewerbegebiet (GE) vorgeschlagen.
  3. Neuordnungsgebiet Mannesmann-Röhrenlager Am Gatherhof

    Die Verbindungsfunktion der Straße Am Gatherhof zwischen den neuen Arbeitsplätzen an der Theodorstraße und dem Zentrum Westfalenstraße soll gestärkt werden: Denkbare Ansiedlung einer publikumswirksamen Einrichtung z.B. Sport- /Fitness-Zentrum, Verbreiterung der Straße, Radwege, Grün. Parkplätze für die Westfalenstr.
  4. Neuordnungsgebiet PAGUAG / Eurofoam, Sack und Kiesselbach

    Es sollte die Produktion der Firmen nicht behindert werden, dabei aber neue Nutzungsmöglichkeiten in den Randbereichen gesucht werden: Neuer Einzelhandel an der Westfalenstraße, kleiner Stadtteilpark.
  5. Neuordnungsgebiet Bahnhof Rath Westseite

  6. Neuordnungsgebiet Bahnhof Rath Ostseite

    Städtebauliche Neuordnung dieses Areales

2. Grünkonzept

Aufbauend auf einer Bestandsermittlung der erhaltenswerten Grünflächen und Biotopstrukturen wurden folgende wesentlichen Grünverbindungen vorgeschlagen:

  • Grünzug Mühlenbroich - Bochumer Straße
  • Grünzug westlich Schüttenhof
  • Neuer Schwarzbachgraben, Grünzug südlich A44
  • Grünverbindung Gatherhof
  • Neuer Stadtplatz Westfalenstraße (Paguag)
  • Fuß- und Radwegeverbindungen
  • Erhaltung wichtiger Frichluftschneisen
  • Alleen Westfalenstraße, Theodrstraße usw.

3. Verkehrskonzept

Im Jahr 2000 wurde ein Ingenieurbüro mit einem umfangreichen Verkehrsgutachten für Rath beauftragt. Die Prognosebelastung für das Verkehrsaufkommen von etwa 15.000 neuen Arbeitsplätzen an der Theodorstraße waren Grundlage für ein neues Verkehrskonzept in drei Alternativen mit folgender Empfehlung:

Vierspuriger Ausbau der Theodorstraße und Am Hülserhof sowie neue Anschlüsse an die A52. Im Verlauf des Baufortschrittes der neuen Büroparks müssen weitere Bauabschnitte in Angriff genommen werden, die ca. 10 - 15 Jahre beanspruchen werden:

  • Verlängerung der Theodorstraße
  • Bau einer Ortsumgehungparallel zur Bahntrasse
  • Untertunnelung der Westfalenstraß;e / Bahntrasse
  • Anbindung an die St. Franziskusstraße
  • Eventuelle spätere Verlängerung nach Süden, Anbindung an die Lenaustraße
  • Eventuelle spätere Anbindung nach Norden an die A44 westlich Am Schüttenhof.

Erst bei Realisierung der Ortsumgehung Rath kann die Erschließung des ganzen Stadtteils neu geordnet und vor allem die Öffnung der Westfalenstraße erreicht werden.

Für den Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV) ist eine Verbindung des S-Bahnhofes Rath mit dem S-Bahnhof Unterrath durch eine ÖPNV-Führung entlang der Theodorstraße durch die heute nur unzureichend angebundenen Neubaugebiete wichtig. Der unverhältnismäßig hohe Aufwand einer Verlängerung der Straßenbahnlinie 701 nach Nord-Westen wird nicht empfohlen, stattdessen wäre eine dem Bedarf angepasste Pendelbusverbindung in Verbindung mit häufiger Taktfolge schon kurzfristig realisierbar.Die Option für eine später eventuell doch erforderliche Straßenbahntrasse wird freigehalten.

4. Umsetzungskonzept

Der Umsetzungsplan gibt einen Überblick über die wesentlichen Handlungserfordernisse:

Verkehr:

  • Verkehrstechnisches Konzept
  • Entwurfsplanung (mit Lärmschutzmaßnahmen)
  • Kostenermittlung, Zeit- und Finanzierungsplan

Bauvorhaben Theodorstraße:

  • Weiterführung B-Planverfahren
  • Überarbeitung der Gutachterentwürfe
  • Abschluss Städtebaulicher Verträge
  • Bau- und Erschließungsmaßnahmen

Zentrum Westfalenstraße:

  • Gestaltungskonzept Hülsmeyer Platz
  • Neugestaltung Westfalenstraße
  • Stadtteilmarketing

Geh- und Radwegeverbindungen:

  • z.B. Neugestaltung der Fußgängertunnel unter der Bahn

Grün- und Wasserflächen:

  • Begrünter Stadtplatz Westfalenstraße

Städtebauliches Neuordnungskonzept:

  • Bereich Paguag
  • Bereich Röhrenlager
  • Ladenpassage in den Diken

Soziale Infrastruktur:

  • Bau der beiden Kindertagesstätten
  • Weitere Sozialeinrichtungen

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24. Mai 2012 | 08:09 Uhr

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