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Entwicklungsgebiet Güterbahnhof Derendorf

Werkstattverfahren

Im Sommer 2000 startete das Stadtplanungsamt in Kooperation mit der Deutschen Bahn Immobiliengesellschaft mbH mit einem Werkstattverfahren die städtebauliche Neuordnung des brachliegenden Güterbahnhofs Derendorf. Drei Architektengruppen waren aufgefordert, Ideen für die Nutzung und Erschließung von ca. 35 ha Grundstücksfläche zu entwickeln. An dem mehrtägigen Arbeitsprozess war die Bevölkerung beteiligt, sie konnte Anregungen einbringen und mit den Architekten über Planungswünsche diskutieren. Als Ergebnis wurden der Öffentlichkeit drei sehr unterschiedliche Gesamtkonzepte für die zukünftige städtebaulich-freiraumplanerische Perspektive präsentiert.

Nach intensiver Diskussion traf die Auswahlkommission eine eindeutige Entscheidung zugunsten der Arbeit des Team 3, bestehend aus den Büros ASTOC Architekt & Planners (Köln), Gerber Architekten (Dortmund) und Lützow 7 Landschaftsarchitekten (Berlin). Das Konzept des Teams 3 sah vor, neue Stadtgärten und Quartiere mit unterschiedlichen Größen und Charakteren entstehen zu lassen. Alternierende Freiraum- und Gebäudebänder sollten fließende und erlebbare Adressen schaffen (Werkstattverfahren).

Entwürfe des Werkstattverfahrens
Die drei Entwürfe des Werkstattverfahrens

Der Rahmenplan

Das Konzept "Neue Düsseldorfer Stadtquartiere" wurde inzwischen von den Architekten auf der Grundlage der Planungswerkstatt überarbeitet und behält als Rahmenplan die grundlegende städtebauliche Struktur bei. Nutzungsschwerpunkt im Abschnitt zwischen der Brücke Am Wehrhahn und der Franklinbrücke soll eine gewerbliche Nutzung mit Bürogebäuden, Einzelhandel und Dienstleistungsunternehmen werden. Um eine lebendige Mischung zu erreichen, ist in Teilbereichen oder auch geschossweise Wohnnutzung geplant. Punktuell soll in diesem Abschnitt Hochhausbebauung möglich sein.

Gesamtüberblick Modell
Überarbeitetes Modell des Rahmenplanes

An der Schirmer-/Schinkelstraße ist die Ergänzung der Blockrandstruktur mit einer Wohnbebauung vorgesehen, die ihren Abschluss am Kopf in einer Bürobebauung findet.

Im Abschnitt zwischen Franklinbrücke und Jülicher Straße ist im Übergangsbereich von der Blockbebauung der Tußmannstraße zum neuen Stadtgarten Wohnbebauung geplant. Die zu entwickelnden Quartiere sollen durch optimale Gebäudestellung und Geländemodellierungen im Freiraumbereich vor Lärmbelastungen der Entlastungsstraße und der Bahn geschützt werden. In Anlehnung an die Bebauung in der Nachbarschaft soll die Wohnbebauung maximal 6-geschossig sein und zum Inneren der Baublöcke hin abfallen. Nördlich der Brücke Jülicher Straße ist geplant, eine kerngebietsadäquate Nutzung zu entwickeln, die mit einer Hochhausbebauung einen nördlichen Akzent für das Projekt "Neue Düsseldorfer Stadtquartiere" setzen soll.

Stadtgärten mit unterschiedlicher Größe und verschiedenen Themenschwerpunkten runden das Erscheinungsbild der Baufelder ab. Großzügige Spiel-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten sollen nicht nur den zukünftigen Bewohnern des Quartiers dienen, sondern auch dazu beitragen, Freiraumdefizite in den angrenzenden Wohngebieten abzubauen.

Das überarbeitete Rahmenplankonzept eröffnet die Option, eine neue in Nord- Süd-Richtung verlaufende Entlastungsstraße unmittelbar parallel zu den Bahngleisen östlich des Gebiets zu führen.

Insgesamt umfasst das Konzept etwa 139.000 qm BGF Wohnfläche für ca. 1.100 Wohnungen und rund 311.000 BGF qm Bürofläche für ca. 7.000 Dienstleistungsarbeitsplätze. Projektentwickler des Vorhabens "Neue Düsseldorfer Stadtquartiere" ist die aurelis Real Estate GmbH & Co. KG.

Bebauungspläne

Lageplan 192
Der Teilbereich "B"

Für einen Teilbereich des Teilgebietes B wurde bereits der Bebauungsplan Nr. 5577/73 "Östlich Schinkelstraße/Schirmerstraße" aufgestellt, der in einem Streifen parallel zur Straßenführung der beiden Straßen als Ergänzung der vorhandenen Blockstruktur Allgemeines Wohngebiet (WA) und Mischgebiet (MI) ausweist. Dieser erste Bebauungsplan ist bereits rechtskräftig.

Für das übrige Gesamtgebiet wird für die Teilbereiche B bis E der Bebauungsplan 5578/41 "Ehemaliger Güterbahnhof Derendorf" aufgestellt, der eine Fläche von 29,7 Hektar umfasst.

Im Teilgebiet B soll vorrangig ein herausragender Büro- und Dienstleistungsstandort mit 164.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche (BGF) entwickelt werden. Im Teilgebiet C soll ein attraktives Wohngebiet mit einem differenzierten und hochwertigen Wohnungsangebot mit ca. 1.000 Wohneinheiten für unterschiedliche Nutzergruppen entstehen.

Im Teilgebiet D schließlich ist zur Akzentuierung des nördlichen Auftakts der "Neuen Düsseldorfer Stadtquartiere" ein prägnanter Hochbau mit 25.000 Quadratmetern BGF für Büronutzung vorgesehen.

Die Stadtgartenallee wird für dieses Gelände das verbindende Element. Sie ist als Fuß- und Radweg eine durchgängige Nord-Süd-Verbindung, die an der Schirmerstraße beginnt und bis zur renaturierten Düssel in Höhe der Yorckstraße führt. Für die insgesamt 80.000 Quadratmeter umfassenden Stadtgärten entlang der Allee gibt es unterschiedliche Vorstellungen mit attraktiven Freizeit- und Erholungsangeboten.

Die Baufelder B bis D
Die Teilbereiche B bis D

Gegenstand des Bebauungsplans ist auch eine Entlastungsstraße, die vom Wehrhahn parallel zur Bahn bis zur Heinrich-Ehrhadt-Straße geführt wird.

Schallschutz an der Entlastungstraße

Der Schall der Entlastungsstraße wird nach Westen durch eine Erdaufschüttung im Verbund mit einer Gabionenwand abgeschirmt. Nach Osten macht dies eine 5 m hohe Schallschutzwand. Diese Schallschutzwand wird so beschaffen sein, dass der Schall der Bahn absorbiert wird, damit der Bahnschall in der Reflexion nicht verstärkend wirkt.

Realisierung des ersten Baufeldes: Wohnungsbauprojekt "Quartis Les Halles"

Erste neue Wohnungen sind bereits im Geltungsbereich des Bebauungsplans "Östlich Schinkelstraße/Schirmerstraße" in der unmittelbar angrenzenden Schinkelstraße (Lageplan). Auf rund 7.000 qm realisiert das Ratinger Immobilienunternehmen Interboden entlang der Schinkelstraße den Neubau von insgesamt neun unterschiedlichen City-Häusern mit variablen Grundrissen und insgesamt rund 100 Wohneinheiten. Die von vier Architekten-Teams entworfenen Häuser weisen alle unterschiedliche Breiten, Farben, Geschossigkeiten und Materialien auf. Käufer können zwischen loftartigen Maisonette-Wohnungen mit zum Teil offenen Galerien, Erdgeschoss-Wohnungen mit Hausgärten sowie Penthäusern mit Dachterrassen wählen.

Frontansichten Quartis Les Halles
Fassaden des "Quartis Les Halles"

Neben eingeschossigen Flachbauten mit Innenhof entstehen vor allem vier- bis sechsgeschossige Unikate mit ein bis zwei Staffelgeschossen. Ein siebengeschossiger Bau soll den Tor-Charakter zum noch anzulegenden Stadtgarten betonen. Zudem entsteht eine Tiefgarage mit 120 Stellplätzen.

Perspektiven des Quartis les Halles
Perspektiven des "Quartis Les Halles"

Weiterführende Informationen zu dem Projekt:

Das Projekt (externe Seite): "Quartis Les halles"
Das Projekt (interne Seite): Einzelprojekt "Quartis Les halles"
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Ansprechpartner Fon 0211 Fax 0211
Michael Bringmann
michael.bringmann@
duesseldorf.de
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