Entwicklungskonzept Innenstadt Süd-Ost
| Ansprechpartner | Fon 0211 | Fax 0211 |
|---|---|---|
| Im Stadtplanungsamt: | ||
| Hans-Jürgen David hansjuergen.david duesseldorf.de |
89-96746 | 89-36746 |
| Bei der IHK Düsseldorf: | ||
| Sven Schulte sven.schulte@ duesseldorf.ihk.de |
3557-234 | 3557-379 |
Der Rat der Stadt Düsseldorf hat am 19. Juni 2008 für die südöstliche Innenstadt zwischen Konrad-Adenauer-Platz im Osten, Graf-Adolf-Straße im Süden, Berliner Allee im Westen und Immermannstraße im Norden unter Berücksichtigung der Oststraße bis zum Wehrhahn, des Worringer Platzes und des Mintropplatzes ein städtebauliches Entwicklungskonzept beschlossen.
Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die bisher im Bereich zwischen Hauptbahnhof und Berliner Allee durchgeführten Aufwertungsmaßnahmen in einen gemeinsam von öffentlicher Hand und privaten Akteuren vor Ort getragenen Entwicklungsprozess zu überführen.
Denn durch diesen Beschluss besteht nunmehr die Möglichkeit, Städtebauförderungsmittel aus dem Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Anspruch zu nehmen. Gefördert werden damit Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung genau festgelegter Innenstadtbereiche als Standorte für Wirtschaft und Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben.
Gemeinsam für einen starken Standort - Auftaktveranstaltung am 27. November 2008
Um die Ziele und Handlungsbausteine des Entwicklungskonzeptes vorzustellen, wichtige rechtliche Rahmenbedingungen zu erläutern und erfolgreiche Projekte aus Düsseldorf und anderen Kommunen vorzustellen, hatte das Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt gemeinsam mit der IHK Düsseldorf Grundstückseigentümer, Bürgerschaft und Unternehmer aus der südöstlichen Innenstadt für den 27. November in das S-Forum der Stadtsparkasse Düsseldorf eingeladen.
Über 100 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und beteiligten sich an der angeregten Fachdiskussion, die von Rainer Schmidt-Illguth von der BBE Retail Experts Unternehmensberatung moderiert wurde.

Angeregte Diskussionen gab es während der Auftaktveranstaltung am 27.11.2008 im S-Forum der Stadtsparkasse Düsseldorf
Das Eröffnungsreferat hielt der Leiter des Stadtplanungsamtes Düsseldorf, Richard Erben. Er stellte seinen Vortrag unter den Titel "Entwicklungskonzept Innenstadt-Süd-Ost - GEMEINSAM für einen starken Standort". Zunächst erläuterte Erben die Ausgangslage der südöstlichen Innenstadt, die trotz der in den letzten Jahren bereits erfolgten Aufwertungsmaßnahmen noch funktionale und städtebauliche Mängel aufweist. Danach stellte er die Eckpunkte des Entwicklungskonzepts vor und begründete, warum nachhaltige Aufwertungserfolge nur durch flankierende Maßnahmen von privater Seite erzielt werden können. Die bereits gemeinsam von Stadt und der ISG Graf-Adolf-Straße initiierten und unter finanzieller Beteiligung der Anlieger durchgeführten Maßnahmen zur Umgestaltung und Aufwertung der Straße wurden dabei als erfolgreiches Beispiel angeführt.
Über Formen, Ziele, Erfolgsfaktoren und typische Handlungsfelder kreativer Kooperationen referierte dann Elke Frauns, Inhaberin des gleichnamigen Büros für Kommunikation, Planung und Marketing aus Münster. Fazit ihres Vortrags "Kooperationen zur Aufwertung von Zentren - Was Zusammenarbeit heute leisten kann! - Kreativität gibt's nur im Plural!"
Anschließend stellte Ministerialrätin Elisabeth Heitfeld-Hagelgans vom Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen mit ihrem Vortrag das Landesgesetz zu Immobilien- und Standortgemeinschaften als einen neuen Ansatz in der Stadtentwicklung vor. Danach kann eine Immobilien- und Standortgemeinschaft bei der Kommune den Erlass einer Satzung beantragen, die alle Grundeigentümer und Erbbauberechtigten aus einem festgelegten Gebiet zur Mitfinanzierung vorher genau abgestimmter Maßnahmen verpflichtet.
Seine fundierte Fachmeinung über "Chancen und Nutzen des Gesetzes zu Immobilien- und Standortgemeinschaften in der Praxis" erläuterte dann Stefan Postert von der IHK im mittleren Ruhrgebiet zu Bochum mit dem letzten Referat des Abends. Besonders interessierten die Zuhörer die Praxisbeispiele aus den Innenstädten von Hamburg, Gießen und Flensburg, wo bereits seit längerer Zeit auf Basis entsprechender Landesgesetze gegründete Partnerschaften zur Stärkung innerstädtischer Stadtquartiere aktiv sind.
Die abschließende Diskussionsrunde mit den Referentinnen und Referenten des Abends, die von Dr. Ulrich Biedendorf von der IHK Düsseldorf sachkundig unterstützt wurden, entwickelte sich schnell zu einem intensiven und angeregten Gedankenaustausch. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Eigentümer und Gewerbetreibende zur Mitarbeit in einer Standortgemeinschaft motiviert werden können. Eine wichtige Erkenntnis: Man sollte nicht darauf warten, dass ein Anderer die Initiative ergreift, sondern selber das Heft in die Hand nehmen!


