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Aktuelle Themen:

Handlungsfeld: Wohnen und Wohnumfeld

Flingern / Oberbilk soll sich mit einer sozial ausgeglichenen Bevölkerungsstruktur entwickeln können. Bewohner sollen mehr an ihren Stadtteil gebunden werden und neue Familien sollen hinzuziehen, durch:

  • Wohnungsneubau,
  • Modernisierung des Altbaubestands,
  • Schaffen eines bedarfsgerechten Wohnumfelds für Familien, für Kinder und Jugendliche, für Ältere.

Hof-, Dach- und Fassadenbegrünung

Neue Aufenthaltsqualitäten
Neue Aufenthaltsqualität

Wie die Fassadenrenovierungen werden auch Begrünungen gefördert. Begrünte Fassaden, grüne Innenhöfe und Dächer verschönern das Wohnumfeld und verbessern das Kleinklima.

Richtlinien

In Oberbilk sind drei Innenhöfe auf 3000 qm für 135 Miet-Haushalte umgestaltet und begrünt worden: An der Mindener Straße ging die Initiative für die gemeinsame Nutzung der rückwärtigen Bereiche zweier Häuser von den Mietern aus.

Mietergärten
Mietergärten an der Stoffeler Straße

An der Stoffeler Straße hat die Eisenbahner Bauverein eG einen großen Innenhof für neun Wohnhäuser neu gestaltet und begrünt, angrenzend an die Schulhofumgestaltung Stoffeler Straße. Das Stadtteilbüro initiierte in 2002 ein Mediationsverfahren, um das Vorhaben umfangreicher zu kommunizieren und den Mietern die Möglichkeit einzuräumen, ihre Wünsche und Vorbehalte einzubringen. In einem Prozess über drei Jahre hat die Wohnungsbaugenossenschaft das Wohnumfeld bedarfsgerecht als Vorzeigeprojekt neu gestaltet. Am "Tag der Architektur" 2005 konnte der Innenhof als gelungene Alltagsarchitektur besichtigt werden.

In 2007 baute dieselbe Wohnungsbaugenossenschaft den 3. großen Innenhof an der Eisenstraße zu einer grünen Mieter-Oase um.

Wohnumfeldverbesserung in Flingern

Mit einem Gestaltungsprogramm für den öffentlichen Verkehrsraum und durch geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen wurde insbesondere die Bewegungssicherheit für Kinder und ältere Menschen erhöht und so die Wohnzufriedenheit verbessert.

Der Focus der umzugestaltenden Bereiche lag daher auf den Straßenzügen um den Hermannplatz und der Mitte von Flingern Süd. Das Stadtteilbüro hatte in Zusammenarbeit mit einem externen Planungsbüro im Jahr 2003 eine Beteiligungswerkstatt durchgeführt, baulich wurde die Maßnahme in 2007 umgesetzt. An 10 Straßeneinmündungen sind die Gehwege verbreitert, Zebrastreifen sind angelegt und Bäume gepflanzt, neue Parkplätze geschaffen, die Behren-/Gerresheimer Straße erhielt eine Fahrradspur.

Eisenbahnunterführungen

Die Unterführung Wetterstraße Vor- und nach der Umgestaltung
Die Fußgängerunterführung an der Wetterstraße vor (li.) und nach der Umgestaltung (re.)

Die zahlreichen Eisenbahnunterführungen in Flingern und Oberbilk werden von Fußgängern vielfach als bedrohlich, schmutzig und dunkel empfunden. Vier Unterführungen wurden als identitätstiftende "Visitenkarte" neu gestaltet, wobei die besondere Situation in diesem Teil des öffentlichen Raumes - die Ein- und Ausgangsbereiche sowie der Tunnelraum - über eine künstlerische Arbeit herausgehoben werden soll. Die Planungen für die Umgestaltung der Unterführung Gerresheimer Straße sind weitgehend abgeschlossen. Hierfür haben Künstler mit Hauptschülern Gestaltungskonzepte entwickelt. Die Unterführungen Ellerstraße zum Mintropplatz und Kölner Straße zum Worringerplatz stehen noch auf der Agenda.

Die Fußgänger-Unterführung an der Wetterstraße verbindet Flingern Nord und Süd. Der Tunnel wirkte durch das Gefälle und die geringe Durchgangshöhe beengend, die Eingangsbereiche dunkel und unattraktiv. Der Künstler Markus Karstieß gestaltete mit Schülern der benachbarte Montessori-Hauptschule die Umgestaltung: Die beiden Eingangsbereiche und die Seitenwände an den beiden Tunneleingängen erhielten eine farbige Gestaltung mit geometrischen Figuren, 20 Keramik-Elemente glasiert mit aufgebranntem Glanzplatin wurden in die Wandmalerei integriert. Die Keramik-Elemente wurden von Schülern, der "Pleasure Gäng & Freunde" und dem beauftragten Künstler aus Ton gestaltet. Zusätzliche Lampen sorgen für mehr Helligkeit, so ist bereits im Eingangsbereich eine große, helle Deckenleuchte angebracht.

Belegungsmanagement im Sozialen Wohnungsbau

Die Stadt Düsseldorf und die jeweiligen Investoren führten sowohl auf der Siemensstraße in Oberbilk als auch auf der Kiefernstraße in Flingern Belegungsverfahren mit Hilfe externer Moderatoren durch, um die Entwicklung einer stabilen Nachbarschaft zu stützen, soziale Konflikte zu vermeiden und die Wohnzufriedenheit zu fördern.

Neues Wohnen an der Siemensstraße
Neues Wohnen an der Siemenstraße

An der Siemensstraße wurden im Jahr 2003 für den Neubau von 66 Wohnungen im 1. Förderweg Anwohner und Mietinteressierte auf der Baustelle im Info-Zelt informiert. Investor, Wohnungsamt, externer Auftragnehmer und Stadtteilbüro legten gemeinsam Belegungskriterien fest. Auf einem "Belegungsmarkt" konnten Mietinteressenten ihre neuen Nachbarn kennen lernen und eine Wohnung auswählen. Die Häuser sind von August bis Dezember 2003 bezogen worden.

In der Kiefernstraße sind im Jahr 2005, 39 Wohnungen in Kooperation mit dem Wohnungsamt und Investor belegt worden. Hier ging es darum, die besondere Nachbarschaft der ehemals besetzten Häuser der Kiefernstraße mit einzubeziehen. Informationsveranstaltungen fanden statt und bisherige Bewohner, deren Freunde und Bekannte erhielten Vorrang bei der Vergabe.

Neues Wohnen in der Schmiedestraße

Bemalte Mauer
Ein Kunstwerk ist entstanden

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) hat eine ehemalige Obdachlosenunterkunft an der Schmiedestraße zu Sozialwohnungen umgebaut. Vierzehn Familien zogen im Frühjahr 2002 in die neuen Wohnungen ein. Care 24 und die AIDS-Hilfe belegten ein Wohnhaus. In neun behindertengerecht sanierten Wohnungen können an AIDS Erkrankte selbstständig leben und nach Bedarf betreut werden. In den neuen und erweiterten Räumen des Jugendclubs setzt das Jugendamt seit September 2002 das Modellprojekt "Haus des Kindes" mit integriertem Ganztagsangebot um.

In den Eingangsbereichen wurde die Mauer zur benachbarten Schule von Kindern des Jugendclubs unter Anleitung von Farbfieber e.V. und dem Stadtteilbüro bemalt, der Zaun erneuert, die Mauer entlang des Wohnhofes begrünt. Der benachbarte Schulhof ist von Schülern und Lehrern neu gestaltet.

Soziale Stadt, Bundestransferstelle

Zum Projekt "Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf"
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24. Mai 2012 | 08:32 Uhr

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