Entwicklungskonzept Kaiserwerth
Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes
Auf der Grundlage des Handlungskonzeptes "Stadterneuerungsmaßnahmen im historischen Ortskern Kaiserswerth" wird zur Zeit ein Entwicklungskonzept für den historischen Ortskern aufgestellt. Ziel ist es, eine Entwicklungsperspektive für Kaiserswerth mit einer breiten Bürgerbeteiligung zu erarbeiten. Beauftragt wurden als Arbeitsgemeinschaft das Stadtplanungsbüro Scheuvens+Wachten aus Dortmund und das Verkehrsplanungsbüro R+T Topp Skoupil, Küchler und Partner aus Düsseldorf.
Verfahren
Prägendes Merkmal des Planungsprozesses ist, dass die Bürger nicht mit fertigen Konzepten konfrontiert werden, sondern im Dialog ein Konsens für die Leitlinien der künftigen Entwicklung des Ortskerns erreicht werden soll. Daher wird das Entwicklungskonzept in einem mehrstufigen Verfahren erarbeitet.
Zunächst wurde in der ersten Phase "Bestandsaufnahme" die bestehende städtebauliche und verkehrliche Situation analysiert und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Zur Zeit werden in der anschließenden Phase "Konzeptentwicklung" Entwicklungsziele für den Ortskern formuliert und daraus städtebauliche und verkehrliche Konzepte abgeleitet, die erneut mit der Bürgerschaft diskutiert werden sollen. In der abschließenden Phase "Dokumentation" wird ein Bürgerbrief erstellt, der das Verfahren dokumentiert, sowie das abgestimmte und beschlossenen Entwicklungskonzept präsentiert.

Der historische Stadtkern von Kaiserswerth
Bestandsaufnahme
Im Mai/Juni 2003 wurde eine Analyse der städtebaulichen und verkehrlichen Situation erarbeitet, die u.a. umfangreiche Erhebungen zur Parkraumsituation beinhaltet. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme sind in einer Plakatserie aufgearbeitet worden, die in der Zeit vom 11. bis 27. Juli 03 in einer öffentlichen Ausstellung im Museum Kaiserswerth gezeigt wurde.
Im ersten Plakat sind die Ziele und Inhalte des Entwicklungskonzepts und der Verfahrensablauf beschrieben.
Entwicklungskonzept Kaiserswerth - Ziele und Verfahren
In den weiteren Plakaten werden die folgenden Themen behandelt:
- Kaiserswerth - Die historische Stadt
- Kaiserswerth - Die vielfältige Stadt
- Kaiserswerth - Die kleinteilige Stadt
- Kaiserswerth - Die attraktive Stadt
- Kaiserswerth - Die bewegte Stadt
- Kaiserswerth - Handlungsfelder
Dann waren die Bürgerinnen und Bürger gefragt. In der öffentlichen Auftaktveranstaltung am 23. Juli 03 im Erzbischöflichen Suibertus-Gymnasium wurden die Ergebnisse der Bestandsaufnahme vorgestellt und waren Grundlage für die Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern über die bestehende Situation und die zukünftige Entwicklung des historischen Ortskerns.
Parallel wurde vom 11. bis 31. Juli 03 eine Fragebogenaktion durchgeführt, in der die Bürger zu Stärken und Schwächen des Ortskerns befragt wurden und Verbesserungsvorschläge einbringen konnten. Insgesamt haben 109 Bürgerinnen und Bürger die Fragebogenaktion genutzt und ihre persönliche Sichtweise dargelegt. Im Rahmen der Auswertung wurden die einzelnen Anregungen bzw. Meinungsäußerungen in Themenfeldern gebündelt und systematisch zusammengefaßt. Die Anregungen fließen neben den in der Auftaktveranstaltung vorgebrachten Diskussionsbeiträgen in die Konzeptentwicklung ein.
Konzeptentwicklung
Auf der Grundlage der Ergebnisse der Bestandsaufnahme und der Anregungen und Meinungsäußerungen der Bürgerinnen und Bürger wurde im Herbst 2003 der Entwurf des Entwicklungskonzeptes erarbeitet.
Im ersten Teil des Entwurfs des Entwicklungskonzeptes werden Leitlinien formuliert, an denen sich eine zielgerechte Entwicklung Kaiserswerths orientieren kann. Im Vordergrund jeglicher Entwicklung steht dabei der Erhalt, die sensible Verbesserung und der Ausbau vorhandener Qualitäten. Die folgenden Leitlinien sollen Grundlage für alle Maßnahmen und Projekte sein.
- Die für Kaiserswerth typische Vielfalt, Kleinteiligkeit und Lebendigkeit muss dauerhaft gesichert und entwickelt werden.
- Die gute Erreichbarkeit des historischen Ortskerns ist zu sichern, Belastungen sind für alle Betroffenen auf ein vertretbares Maß zu reduzieren.
- Im Dialog zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist der Charakter Kaiserswerths zukunftsorientiert zu sichern und zu entwickeln.
- Alle Maßnahmen müssen sich an einem haushälterischen Umgang mit öffentlichen und privaten Mitteln messen lassen.
Im Folgenden benennt der Entwurf des Entwicklungskonzeptes funtkionale und räumliche Schwerpunkte mit Schlüsselcharakter für Kaiserswerth, auf die sich die Entwicklung konzentrieren soll. Unter funktionalen Gesichtspunkten steht dabei die Sicherung der verkehrlichen Erreichbarkeit des Kaiserswerther Zentrums und die Minderung der dadurch hervorgerufenen Belastungen im Vordergrund. Hierzu werden mögliche Maßnahmen benannt und Varianten aufgezeigt. Räumlich konzentrieren sich die Maßnahmen auf die Aufwertung des Entrées Klemensplatz und auf die Sicherung und Entwicklung der Qualitäten des Kaiserswerther Marktes. Auch hierzu werden mögliche Maßnahmen vorgeschlagen.
Abschließend werden weitere Maßnahmen- und Projektbereiche dargestellt und diskutiert, die von den Bürgerinnen und Bürgern häufig angesprochen wurden und sich aus den Leitlinien heraus kristallisieren. Dazu gehören u.a. die Gestaltung der Entrées Rheinpromenade/Kaiserswerther Markt und Kuhtor, die Fortführung und Intensivierung der Maßnahmen zur Stadtbildpflege sowie die Fortführung des Grüngürtels und die Verbesserung der Wegebeziehungen.
| Ansprechpartner | Fon 0211 | Fax 0211 |
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| Markus Stranzenbach markus.stranzenbach@ duesseldorf.de |
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