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Rath/Mörsenbroich und Wersten/Holthausen

Integrierte Quartiersentwicklung in Programmgebieten der Sozialen Stadt

Die Landeshauptstadt wählte mit dem Ratsbeschluss zu zwei integrierten Handlungskonzepten im März 2012 die beiden Städtebaufördergebiete Rath/Mörsenbroich und Wersten/Holthausen aus, um hier mit einer ressortübergreifenden Strategie der integrierten Quartiersentwicklung die Lebensbedingungen in den beiden Programmgebieten innerhalb von fünf Jahren nachhaltig zu verbessern - sowohl durch eine städtebauliche Erneuerung als auch durch eine soziale Stabilisierung der Quartiere.

Aus dem Stadtentwicklungskonzept (STEK), das aus den thematischen Bausteinen Wohnen, Wirtschaft und Beschäftigung, Soziale Infrastrukturen, Sport und Bewegung sowie Versorgung besteht, ist das wesentliche Handlungsfeld der Integrierten Quartiersentwicklung abgeleitet, mit dem die positiven Erfahrungen mit der Entwicklung des Soziale-Stadt-Gebietes Flingern/Oberbilk (2000 - 2008) fortgeführt werden. Im STEK ist die Weiterentwicklung der Wohnquartiere als eine zentrale Aufgabe festgelegt, zu der sich fünf Wohnungsunternehmen in jeweils einem Modellquartier in den Soziale-Stadt-Gebieten durch mit der Stadt getroffene Zielvereinbarungen bekannt haben: Modellquartier "Schwietzke-Gelände" in 2008 und Modellquartier "Wersten Südost" in 2009. Die Zielsetzungen beziehen sich auf baulich-investive und sozial-integrative Maßnahmen.

Rath/Mörsenbroich

Das Programmgebiet mit 250 ha und ca.19.000 Einwohnern liefert mit seinen sieben von der Stadt definierten Sozialräumen ein heterogenes Bild hinsichtlich seiner siedlungsstrukturellen Ausprägung und den sich daraus ergebenden Defiziten und Handlungsanforderungen zur Stabilisierung der Quartiere und seiner notwendigen Infrastrukturen. Das vom Strukturwandel geprägte Industrie- und Arbeiterviertel Rath mit dem gut erreichbaren Zentrum Westfalenstraße, das von Trading-Down-Effekten betroffen ist, ist umgeben von Gebieten des Sozialen Wohnungsbaus unterschiedlichen Baualters und unterschiedlicher Erneuerungsbedarfe in den Stadtteilen Rath und Mörsenbroich. Hingegen ist der Grad der benachteiligten Lebensverhältnisse der Bewohner mit den Armutsfaktoren niedriges Einkommen, hoher Migrantenanteil, viele Kinder und Jugendliche und den daraus sich ergebenden Tendenzen zur Segregation beinahe durchgehend hoch ausgeprägt.

Die Erneuerungsstrategie im Städtebaufördergebiet bezieht sich auf vier Leitziele, entlang derer das Quartiersmanagement im Stadtplanungsamt mit den Akteuren, Bewohnerinnen und Bewohnern und der Verwaltung Handlungsfelder und zu vernetzende Maßnahmen entwickelt und umsetzt:

  • Stabilisierung der Wohnverhältnisse
  • Aufwertung des Wohnumfeldes und des Freiraums
  • Schaffen von sozialer Stabilität - Stärken des Zusammenlebens
  • Stärkung des Zentrums Westfalenstraße

Städtebauförderungsmittel in Höhe von 3,86 Mio. EUR können von Bund, Land und Stadt eingesetzt werden. Zusätzliche öffentliche Mittel für nicht-investive Maßnahmen fließen von 2011 bis 2015 im Rahmen des bundesweiten Forschungsvorhabens "KIQ - Kooperation im Quartier mit privaten Eigentümern zur Wertsicherung innerstädtischer Immobilien" in das Stadtteilzentrum Westfalenstraße. KIQ ist ein Kooperationsprojekt zwischen Haus und Grund Düsseldorf und der Stadt. Private Mittel sollen ergänzend im Programmgebiet mobilisiert werden, sowohl bei den Wohnungsgesellschaften, Einzeleigentümern und Geschäftsleuten als auch bei Kirchengemeinden, Verbänden und Stiftungen.


Im Modellgebiet KIQ bezuschusst die Landeshauptstadt über das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" die Renovierung, Restaurierung und Neugestaltung von Hausfassaden. Auch begrünte Fassaden, neue grüne Innenhöfe sowie begrünte Dächer werden gefördert. Hier finden sie die Richtlinien und das Antragsformular für Hauseigentümer, sowie das Faltblatt zum Programm.


Ansprechpartnerin Fon 0211 Fax 0211
Barbara Wolf
barbara.wolf@
duesseldorf.de
89-96748 89-36748

Wersten/Holthausen

Das Programmgebiet umfasst 240 ha mit ca.18.000 Einwohnern und weist in mehreren Sozialräumen eine fortschreitende Segregation auf. Die Einkommen, der Bildungsstatus und die berufliche Stellung weichen negativ von der Gesamtstadt ab. Die zahlreichen Einrichtungen in kommunaler und freier Trägerschaft stellen sich den Herausforderungen mit größtem Engagement. Die Gebäude des Sozialen Wohnungsbaus unterschiedlichen Baualters weisen zum Teil erheblichen Modernisierungsbedarf auf. Die begrünten Grundstücksflächen zwischen den Zeilenbauten bergen beachtliches Entwicklungspotenzial und können bei entsprechender Gestaltung und Nutzungsregelung sehr zur Wohnzufriedenheit der Nutzer beitragen. Die Einrichtungen der sozialen Infrastruktur, insbesondere die Kinder- und Jugendeinrichtungen sind für die Bewohner von großer Wichtigkeit. Um die Wirkungen ihrer Arbeit zu steigern, sind die Einrichtungen schon viele Kooperationen eingegangen und werden dabei von den Wohnungsunternehmen unterstützt. Ein Hemmnis in der Arbeit liegt zum Teil in unzureichenden Räumlichkeiten und Freiflächen.

Die Erneuerungsstrategie im Städtebaufördergebiet bezieht sich auf drei Leitziele, entlang derer das Quartiersmanagement im Stadtplanungsamt mit den Akteuren, Bewohnerinnen und Bewohnern und der Verwaltung Handlungsfelder und zu vernetzende Maßnahmen entwickelt und umsetzt:

  • Stabilisierung der Wohnverhältnisse
  • Aufwertung des Wohnumfeldes und des Freiraums
  • Schaffen von sozialer Stabilität - Stärken des Zusammenlebens

Städtebauförderungsmittel in Höhe von 5 Mio. EUR können von Bund, Land und Stadt eingesetzt werden. Private Mittel sollen ergänzend im Programmgebiet mobilisiert werden, sowohl bei den Wohnungsgesellschaften, Einzeleigentümern und Geschäftsleuten als auch bei Kirchengemeinden, Verbänden und Stiftungen.

Ansprechpartnerin Fon 0211 Fax 0211
Brigitte Kugler
brigitte.kugler@
duesseldorf.de
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Lage im Stadtgebiet
Lage der Gebiete in der Stadt

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26. Mai 2016 | 20:21 Uhr

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