LTU-Arena
Ob Fußballspiele, Meisterschaften oder Musikkonzerte - die neben der Düsseldorfer Messe gebaute multifunktionale LTU-Arena ist für zahlreiche Großveranstaltungen die neue Adresse.

Blick auf die multifunktionale LTU-Arena
Die 2002 durchgeführte UVP bilanzierte die Umweltsituation vor Ort und prognostizierte die Auswirkungen in den relevanten Bereichen wie Verkehr, Lärm oder Stadtklima. In enger Kooperation von Unternehmen und Umweltamt wurde bei der LTU-Arena gezeigt, dass Umweltschutz und Bauen kein Widerspruch sein muss.
Zahlreiche Handlungsempfehlungen der UVP wurden umgesetzt, so dass sich das gesamte Gebiet um das Messegelände mit der LTU-Arena und dem Sportpark den jährlich hunderttausenden Besuchern als Freizeit-, Sport-, Erlebnis- und Erholungsgebiet präsentiert.

Die Multifunktionsarena mit ihrem landschaftlichen Umfeld
Fan-Gesänge zur Unterstützung der Mannschaft oder Konzertmusik aus den riesigen Lautsprechern - um die Umwelt und die Menschen rund um die LTU-Arena vor dieser Lärmkulisse zu schützen, wurde bereits beim Bau eine Vielzahl von Schallschutzmaßnahmen berücksichtigt: Eine akustisch optimierte Bauweise der Fassaden, des Daches und der Technik- und Lautsprecheranlage sind nur ein Teil der Maßnahmen.

Bei Sportveranstaltungen mit offenem Dach entstehen hohe Lärmemissionen
So wurde eine über 500 Meter lange Lärmschutzwand entlang der LTU-Arena gebaut und der neue Messebahnhof Nord/Arena überdacht, um das angrenzende Wohnviertel vor der Geräuschkulisse der Veranstaltungen und der im Minutentakt ankommenden Straßenbahnen zu schützen.

Die 500 Meter lange Lärmschutzwand (links) dient dem Schutz der Anwohner, der Kittelbach (rechts) wurde als Ausgleichsmaßnahme renaturiert
Durch Synergieeffekte zwischen Messe, Arena und Sportpark sowie der Nutzung vorhandener Verkehrsinfrastruktureinrichtungen konnte die Inanspruchnahme neuer Flächen begrenzt und Freiraum geschont werden. So profitiert der gesamte Standort von den vielen von der UVP empfohlenen und umgesetzten Maßnahmen im Bereich Fläche, Verkehr, Luft, Wasser oder Stadtklima.
Auf den Luftaufnahmen des Geländes rund um die LTU-Arena und der Messe sind die Parkplätze kaum zu erkennen. Denn die vielen Bäume verdecken die Sicht "von oben". Sie haben vor Ort die wichtige Funktion als Sauerstoff- und Schattenspender. Und die Planung eines Großteils der Parkplätze mit Rasengittersteinen sorgt neben einer angenehmen "grünen Optik" für die problemlose Versickerung des Regenwassers im Boden. Als weitere "grüne" Ausgleichsmaßnahme für die bebaute Fläche der LTU-Arena wurden rund 210 großkronige Bäume rund um das Gelände gepflanzt und zusätzlich 9.500 Quadratmeter Waldfläche aufgeforstet. Der zirka drei Kilometer nördlich gelegene Kittelbach, der bei Kaiserswerth in den Rhein mündet, wird in ein naturnahes Gewässer mit naturnahen Uferrändern verwandelt, um einen alternativen Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu schaffen.
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