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Kooperatives Gutachten Hansaallee

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1.1. Plangebiet

Das Planungsgebiet umfasste das Areal zwischen der Hansaallee im Norden, den Heerdter Lohweg im Westen, den "Prinzenpark" im Osten sowie der auf der Grundlage der städtischen Rahmenplanung projektierten Basisstraße im Süden.

Neben dem "Realisierungsteil" mit 3,75 ha wurden auch weitere Verflechtungsbereiche als "Ideenteile" in das Gutachterverfahren integriert. Ideen- und Realisierungsteil bilden nun gemeinsam die ca. 6,24 Hektar große Gesamtfläche des zukünftigen Bebauungsplans 5178/056.

Das gesamte Plangebiet ist heute im Wesentlichen eine versiegelte Brachfläche mit gewerblichen Nutzungen im Westen. Diese Flächen werden im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens überplant, um zukünftig eine Entwicklung in Richtung Wohnen zu ermöglichen.

Im Süden grenzen die Entwicklungsflächen der ehemaligen Gatzweiler-Brauerei unmittelbar an das Plangebiet.

1.2 Planungsziel

Als Vorbild einer Neuinterpretation urbaner Wohnungsbauangebote diente zum Gutachterverfahren die Bebauungsstruktur und Dichte in Düsseldorf-Oberkassel. Aufgabe des Gutachterverfahrens war es, ein innovatives städtebauliches Konzept für unterschiedliche Wohntypologien zu entwickeln, das auch moderne Marktsegmente wie z.B. Townhouses, Lofts und Mehrgenerationenwohnen ermöglicht. Ziel ist die Entwicklung eines eigenständigen Wohnensembles mit hoher Identität für gehobenes Wohnen.

Auf der Fläche des Realisierungsteils werden von Seiten des Eigentümers Wohnungsbau in unterschiedlichen Marktsegmenten gewünscht. Hier sollen hochwertige Geschosswohnungen, verdichtete Einfamilienhausbebauungen in Form von "Townhouses" sowie luxuriöse Stadtvillen entstehen. Insgesamt wurde als Planungsziel durch den Eigentümers vorgegeben, in den nächsten Jahren allein auf der Fläche des Realisierungsteils ca. 300 bis 350 neue Wohnungen entstehen zu lassen.

Die Erschließung musste dabei so verträglich wie möglich erfolgen, um Störungen zwischen dem ruhigen Wohnen und den notwendigen PKW Zu- und Abfahrten zu vermeiden.

Das neue Wohnquartier sollte zudem über eine identifizierbare Adresse an der Hansaallee verfügen und eine eindeutig definierte räumliche Mitte im Gefüge der internen Struktur öffentlicher und gemeinschaftlicher Räume aufweisen, ohne dass entsprechende ergänzende, stadtquartierübergreifende Nutzungen angeboten werden sollten.

Eine eher introvertierte Ausrichtung des neuen Wohnquartiers mit baulich gefassten Rändern und aufgelockerten Strukturen im Inneren wurde nicht nur aufgrund der stark frequentierten Lärmbelastungen des Umfeldes erwartet.

1.3 Erschließung

Das neue Wohnquartier wird für den motorisierten Individualverkehr (MIV) zunächst ausschließlich über die Hansaallee (von Westen: rechts rein, aus dem Wohnquartier: rechts raus) angebunden und insgesamt mit einer wohnverträglichen Erschließungsstruktur ausgestattet werden. Eine auf Dauer vollwertige Erschließung des Realisierungsteiles wird jedoch nur durch die Anbindung an die Basisstraße und den Heerdter Lohweg erreicht. Mittelfristig mussten diese Anschlüsse zum Gutachterverfahren nachgewiesen werden.

Eine Durchfahrung des Wohnquartiers in Nord-Süd Richtung muss in der Realisierungsphase über geeignete strukturelle und gestalterische Maßnahmen verhindert werden, da sonst zukünftig "Schleichverkehre" entstehen könnten. Die Durchquerungsmöglichkeit für Radfahrer und Fußgänger in Nord-Süd-Richtung - u.a. um die guten ÖPNV-Verbindungen über die Haltestellen an der Hansaallee nutzen zu können - wurde im Rahmen des Gutachterverfahrens eingefordert. Die nachzuweisenden Besucher-Stellplätze im öffentlichen Raum sind erkennbar auszuweisen (Markierung /Materialwahl). Hauseingangsbereiche müssen zudem selbstverständlich vor dem Befahren gesichert werden.

Die Erschließungsstraßen müssen in allen Teilbereichen so angelegt werden, dass die Standplätze für Müllsammelbehälter von dreiachsigen Entsorgungsfahrzeugen ohne Wenden und Rückwärtsfahren gut angefahren werden können.

1.3 Ergebnis

Das Gutachterverfahren endete am 20. Oktober 2005 mit einer eindeutigen Entscheidung der Empfehlungskommission, die von Professor Wolfgang Döring geleitet wurde, zu Gunsten des Teams 4 - Hilmer & Sattler und Albrecht, München/Berlin mit Lirtz International, Schooten (Belgien). Deren empfohlene Geamtplanung wird nun Grundlage der Bebauungsplanung.

Das Verfahren wurde am 06.11.2008 durch den Beschuss des Bebauungsplanes durch den Rat der Stadt Düsseldorf abgeschlossen.

Weitere Informationen zu den beteiligten Planern und ihren Arbeiten:

Arbeit 1

Architekt:

HPP Hentrich, Petschnigg & Partner, Düsseldorf

Freiraumplanung

Club L 94, Köln

Arbeit 1

Arbeit 2

Architekt:

RKW Rhode-Kellermann-Wawrowsky, Düsseldorf

Freiraumplanung

Rheims + Partner, Krefeld

Arbeit 2

Arbeit 3

Architekt:

DDA Konrath/Schneider/Schüler/Wennemar, Düsseldorf

Freiraumplanung

Fenner/Steinhauer/Weisser, Düsseldorf

Arbeit 3

Arbeit 4 (Ausgewählte Arbeit)

Architekt:

Hilmer & Sattler und Albrecht, München / Berlin

Freiraumplanung

Wirtz International, Schooten (B)

Arbeit 4

Arbeit 5

Architekt:

Kister, Scheithauer u. Gross, Köln

Freiraumplanung

KIPAR Landschaftsarchitekten, Mailand (I) / Duisburg

Arbeit 5

Arbeit 6

Architekt:

Steidle + Partner Architekten, München

Freiraumplanung

Susanne Burger, München

Arbeit 6

Arbeit 7

Architekt:

gmp von Gerkan, Marg & Partner, Hamburg

Freiraumplanung

arbos Landschaftsarchitekten, Hamburg

Arbeit 7

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24. Mai 2012 | 08:57 Uhr

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