Investorenauswahlverfahren Haus-Endt-Straße
| Ansprechpartner | Fon 0211 | Fax 0211 |
|---|---|---|
| im Stadtplanungsamt: | ||
| Michael Laferi michael.laferi@ duesseldorf.de |
89-96820 | 89-36820 |
| bei bauordnungsrechtlichen Fragen: | ||
| Heinrich Esser heinrich esser@ duesseldorf.de |
89-94987 | 89-34987 |
| Claudia Meschter-Windau claudia.meschterwindau@ duesseldorf.de |
89-94329 | 89-34329 |
Grundstücksangelegenheiten und Kaufinteressen:
Evangelische Kirchengemeinde UrdenbachDiakonie Düsseldorf: Pia Röver, Telefon: 0211.73 53 351
Koordination des Verfahrens:
Post und Welters, Architekten und StadtplanerAnke Thormählen, Hartmut Welters
Arndtstr. 37, 44135 Dortmund
Telefon: 0231.4773486-0, Fax: 0211.554444
www.post-welters.de
Anlass
Die Nähe zum Rhein, zum alten Ortskern, zum Schlosspark Benrath und zum Naherholungsgebiet "Urdenbacher Kämpe" des im Stadtteil Urdenbach gelegenen Plangebiets stellt ein enormes Potential für eine wohnbauliche Entwicklung dar.
Weite Teile des Gebiets werden heute als Grabeland genutzt. Viele Flächen im Bereich der Kleingärten sind in den letzten Jahren freigesetzt worden, für Pächter mit noch bestehenden Verträgen besteht die Möglichkeit, in den rückwärtigen Bereich der Anlage auszuweichen. Die Evangelische Kirchengemeinde Urdenbach als Eigentümerin hat daher beschlossen, eine standortverträgliche Wohnbauentwicklung von Grundstücksteilen entlang der Haus-Endt-Straße anzustreben.
Das ebenfalls in dem Bereich liegende, ehemals als Altenheim genutzte Paul-Gerhard-Haus befindet sich in einem baulichen Zustand, der eine wirtschaftliche Folgenutzung nicht mehr ermöglicht. Der zunehmende Verfall des Gebäudes geht darüber hinaus mit einer Beeinträchtigung des stadträumlichen Erscheinungsbildes im Bereich der Haus-Endt-Straße einher, so dass der Abriss des Altenheims und die Einbeziehung der freiwerdenden Grundstücksflächen in die geplante städtebauliche Entwicklung sowohl aus Sicht der Diakonie Düsseldorf als Eigentümerin als auch der Stadt Düsseldorf als sinnvoll angesehen wird.

Ansichten aus der Umgebung des Plangebietes
Im rechtsgültigen Flächennutzungsplan der Stadt Düsseldorf, der die übergeordneten Stadtentwicklungsziele wiedergibt, sind beide Grundstücke zudem als Wohnbauflächen dargestellt. Durch den unmittelbaren räumlichen Zusammenhang beider Grundstücke und ihre vergleichbare zeitliche Verfügbarkeit bietet sich die Chance, im Rahmen eines qualitätssichernden, konkurrierenden Planverfahrens eine grundstücksübergreifende städtebauliche Gesamtperspektive zu entwickeln.

Ansichten aus der Umgebung des Plangebietes
Aufgabe - Ziele - Verfahren

Die Jurysitzung
Im Verfahren waren zwei unterschiedliche zeitliche Entwicklungsperspektiven zu berücksichtigen. Während die Flächen im engeren Plangebiet zeitnah einer baulichen Entwicklung zugeführt werden sollen, beabsichtigt der Eigentümer, die Flächen im erweiterten Plangebiet nur optional und in diesem Fall erst langfristig zu bebauen.
Primäres Ziel der Auslobung war es jedoch, ein qualitätsvolles städtebauliches Konzept für die Grundstücke im engeren Plangebiet zu erhalten und in diesem Zusammenhang deren tragfähige Verwertung unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten zu ermöglichen. Das darauf hin gewählte, mehrphasige Investorenauswahlverfahren, bei dem ein detailliertes Planungskonzept in Kombination mit einem Kaufpreisangebot an den Grundstückseigentümer zu entwickeln war, vereinbart innovativ die genannten Zielrichtungen.
Phase I
Im Rahmen der Phase I sollten unterschiedliche, langfristige Entwicklungsperspektiven für das Gesamtplangebiet erarbeitet und zur Diskussion gestellt werden. Ziel war es einerseits, ein übergreifendes Konzept zu erhalten, um im Falle einer Entwicklung der Flächen im weiteren Plangebiet erschließungstechnisch sowie städtebaulich-freiraumplanerisch an die Bebauung im engeren Planbereich anknüpfen und damit langfristig ein ablesbares Quartier entwickeln zu können.
Andererseits sollten aus den Ergebnissen der Phase I verbindliche städtebauliche Vorgaben für eine vertiefende Bearbeitung in Phase II abgeleitet werden, die sich nurmehr auf die Entwicklung im engeren Plangebiet bezog.
Phase II
Auf Basis der Vorgaben aus der Phase I sollte ein detailliertes gestalterisch-architektonisches Konzept für das zeitnah zur Bebauung vorgesehene engere Plangebiet erarbeitet werden. Ein besonderes Augenmerk bei der Beurteilung wurde neben der generellen Einfügung der geplanten Bebauung in die Umgebung und den gestalterisch-architektonischen Entwurfsansatz auf den sensiblen Umgang mit der westlich benachbarten, verdichteten Einfamilienhausbebauung gelegt.

Präsentation der Ergebnisse
Folgende Anforderungen und Teilziele wurden darüber hinaus als Bewertungsgrundlage formuliert:
- Wohnraum für junge Familien und ein familienfreundliches Umfeld schaffen
- Altengerechtes, barrierefreies Wohnen realisieren
- Identitätsstiftendes, neues Wohnquartier mit hoher Gestaltqualität entwickeln
- Differenziertes Wohnraumangebot in Form innovativer Haustypen und Grundrisse vorsehen
- Die Nähe zum alten Ortskern Urdenbach berücksichtigen
Im Rahmen einer weiteren Bearbeitungsphase wurden vier der ursprünglich sieben Arbeiten noch einmal qualifiziert, bevor eins der Konzepte abschließend zur Realisierung im weiteren Planverfahren empfohlen wurde.
In einer Ausstellung wurde den interessierten Besuchern die Bandbreite der in Phase I erarbeiteten Entwicklungsansätze und die in Phase III näher betrachteten Arbeiten einschließlich der zur Realisierung empfohlenen Konzeption präsentiert.
Weitere Informationen zu den einzelnen Entwürfen:
Arbeit 1(Ausgewählte Arbeit)
Entwurf:rkw, Rhode Kellermann Wawrowsky Architektur und Städtebau, Düsseldorf
Der Entwurf
Arbeit 2
Entwurf:Sievert, Leister Architekten, Düsseldorf
Der Entwurf
Arbeit 3
Entwurf:Reicher Haase Architekten, Aachen
Der Entwurf
Arbeit 4
Entwurf:Planungsbüro Schmitz, Aachen
Der Entwurf


