Arbeit 4 (Ausgewählte Arbeit)
Die Verfasser des Entwurfs
Stadtplanung
HPP Hentrich Petschnigg Partner, DüsseldorfFreiraumplanung
BW+P, Düsseldorf
Planung für das Gebiet
Beurteilung der Jury
Der städtebauliche Entwurf bietet eine einfache, modulare Grundstruktur mit ablesbaren aber noch zu wenig charakterisierten Quartiersadressen für ein zukunftsorientiertes Wohnen im Park. Drei neue Quartiere entstehen in einer neuen räumlichen Konfiguration, die einen Bezug zur stadthistorischen Entwicklung nicht leugnen.
Zusätzlich entwickelt sich an der Johannstraße eine abwechselungsreiche Gebäudestruktur für Büro- und Dienstleistungen. Entlang der Innenstadt-Magistralen der Johannstraße entsteht ein strukturiertes und markantes Stadtbild von Gebäudeköpfen. Die Nachbarn der Siedlung Tannenwäldchen erhalten keine monotone Schallschutzwand als Gegenüber. Die inneren Grünräume bieten individuelle Adressen und Entspannungsräume für alle zukünftigen Nutzer. Die detaillierte Ausarbeitung und Lösung des baulichen und technische Schallschutzes ist Voraussetzung zur Realisierung dieses Konzeptes.
Nicht zu aufdringlich und streng werden die ehemaligen Kasernenanlagen durch eine Abfolge von Plätzen und zusammengeschalteten Parks ablesbar in Erinnerung gebracht. Bedeutende Baumbestände und alle wichtigen historischen Gebäudebestände werden integriert. Die Wohnungsbautypologie von Ost-West orientierten, einfachen modularen Gebäuden ermöglicht hohe Flexibilitäten bei gutem Wohnambiente. Die einzelnen Quartiersplätze erhöhen die Wohnumfeldqualitäten und werden zu Treffpunkten im jeweiligen Quartier und für den Stadtteil Derendorf. Eine unterschiedliche Gebäudetypologie in den einzelnen Quartieren würde eine weitere Qualitätssteigerung bedeuten. Ein kleiner Park im Zentrum des Plangebietes wird zum urbanen Gelenkpunkt und steht in unmittelbarem Kontakt zum ehemaligen Kammergebäude samt benachbartem Offiziers-Pferdestall. Von hieraus entwickeln sich die zentralen Ost-West Verbindungen als gesamtstädtischer Verbindungsraum für Fußgänger und Radfahrer bei Akzeptanz der alten Allee.

Ansicht der Planung (Skizze)
Die Erschließungssituation ermöglicht in den Randbereichen das direkte Anfahren für Besucher und Gäste der neuen Wohnquartiere und bietet dennoch auch ausreichende natürlich be- und entlüftete Tiefgaragenangebote für die neuen Bewohner, die direkt von den umliegenden Straßenräumen erschlossen werden. Die getrennte Erschließung der Bürogebäude an der Johannstraße ist nachgewiesen.
Gerade die Durchmischung städtischer und urbaner Elemente eines neuen öffentlichen Raumes in Anlehnung an die historische Situation ist eine der Stärken des Entwurfs. Baumreihen, Alleen und Platzsituationen sind das geeignete städtebauliche Gestaltungsmittel für das Gelände an der Tannenstraße. Wie selbstverständlich werden dabei die historischen Gebäude in diese neue Struktur integriert. Das ehemalige Kammergebäude der Infanteriekaserne bekommt dabei zurecht eine neue Bedeutung. Die Umnutzung rückt in greifbare Nähe.
Gewünschte urbane Wohn- und Arbeitsqualitäten können sich mit ausreichender Flexibilität nach und nach entwickeln. Die Realisierung in Baustufen ist einfach möglich.
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Gesamtkonzept

Modell

