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1914-1918: Ein rheinisches Tagebuch

LVR-AFZ und rheinische Archive schreiben Quellenblog über die Zeit des Ersten Weltkriegs

Begeisterung, Aufbruchstimmung, aber auch Skepsis, Angst, Wut und Verzweiflung - diese und viele andere Empfindungen spiegeln sich in Zeugnissen der Jahre des Ersten Weltkrieges, die in den Archiven zu finden sind.

Auch in rheinischen Archiven ist das Thema "Erster Weltkrieg" präsent. Die vorhandenen Quellen im Internet Tag-genau 100 Jahre nach ihrem Entstehen online zu stellen, war die Idee des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrums (AFZ). Sie führte zu dem nun online geschalteten Wissenschaftsblog führte: "1914-1918: Ein rheinisches Tagebuch - Quellen aus Archiven des Rheinlands" (http://archivewk1.hypotheses.org/).

Das Blog ist ein Gemeinschaftsprojekt des LVR-AFZ mit den rheinischen Archiven. Es wird von den Beteiligten dezentral "gefüllt". Auf diese Weise entsteht im Laufe der nächsten Monate eine Sammlung von Dokumenten, die wie ein Kaleidoskop Facetten zeitgenössischer subjektiver Wahrnehmung und öffentlicher bzw. veröffentlichter Meinung widerspiegelt. Da das Rheinland selbst nicht Kriegsschauplatz war, stehen hier vor allem der Kriegsalltag in der Heimat und die Berichte der aus dem Rheinland stammenden Soldaten im Zentrum der Überlieferung. Die digitalisierten individuellen Zeugnisse - wie zum Beispiel Briefe, (Feld-) Postkarten, Fotos und Tagebücher - oder Verwaltungsschriftgut, Ratsprotokolle und Schulchroniken sowie Überlieferungen aus Zeitungen oder öffentliche Bekanntmachungen stehen allen Interessierten dauerhaft zur Verfügung und können für den Geschichtsunterricht, heimatgeschichtliche Forschungen oder auch wissenschaftliche Untersuchungen genutzt werden.

Das Stadtarchiv Düsseldorf beteiligt sich mit dem Tagebuch des Düsseldorfer Kunstprofessors Willy Spatz. In seinem 21 Bände umfassenden Kriegstagebuch, das er bis 1919 fortführte, bietet er eine Presseschau, beschreibt das Leben in Düsseldorf, seinen Alltag sowie den seiner Familie: Ehefrau Rosy (*1872), Söhne Paul (1895-1987) und Walter (1898-1944), die Laufe des Krieges als Soldaten eingezogen werden, und Tochter Elsa (1896-1978). Seine Einträge illustriert er mit eingeklebten Karikaturen, Grafiken, Artikeln und humoristischen Texten.



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24. Nov. 2014 | 00:52 Uhr

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