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Die Grafen von Berg aus dem Hause Limburg, 1225-1348

Da weder Adolf III. noch Engelbert männliche Erben hatten, ging die Grafschaft Berg an den Herzog Heinrich aus dem Hause Limburg über. Heinrich hatte 1217 Irmengard von Berg, eine Tochter Adolfs III. von Berg geheiratet. Das Herzogtum Limburg lag an der Maas im heutigen Belgien. Zunächst herrschte Herzog Heinrich sowohl über sein Herzogtum Limburg als auch die Grafschaft Berg, dann gab er die Grafschaft Berg an seinen ältesten Sohn Adolf, während sein jüngerer Sohn Walram nach seinem Tode das Herzogtum Limburg übernahm. Er hatte schon seit dem Tod seines Schwiegervaters Adolf die Herrschaft über Berg beansprucht, die ihm Erzbischof Engelbert aber nicht einräumen wollte.

Mit den Grafen von Berg aus dem Haus Limburg kam das heute noch gebräuchliche Wappen des roten, blau bewerten zweigeschwänzten Löwen auf silbernem Grund in das Herzogtum Berg an den Rhein. Es handelte sich ursprünglich um den Limburger Löwen.


Heinrich

Geboren um 1200, gestorben am 25.02.1246 (nach anderen Quellen 1247), verheiratet 1217 mit Irmengard (geboren um 1204, gestorben 12.08.1248, Erbin von Berg, Tochter Adolfs III von Berg). Heinrich von Limburg war auch Herr von Montjoie, er regierte die Grafschaft Berg vom 7. 11. 1225 an.


Adolf IV.

Geburtsdatum unbekannt, gestorben 22.04.1259, verheiratet mit Margarete, Tochter des Lothar von Hochstaden. Er übernahm die Regentschaft in der Grafschaft Berg möglicherweise bereits 1238.
Nominell führte er auch den Titel eines Herzogs von Limburg, die Herrschaft über Limburg hatte aber nach dem Tode seines Vaters sein jüngerer Bruder Walram V. (gestorben am 14. Oktober 1279) inne. Die beiden Linien teilten sich damit bis zum Aussterben der Limburger Linie 1279.


Adolf V.

Geboren um 1245, gestorben am 28. September 1296, verheiratet mit Elisabeth, (gestorben 31.03.1315, Tochter des Grafen Otto III. von Geldern). Er übernahm die Regentschaft nach dem Tod seines Vaters 1259.

Adolf baute sein Territorium aus, verlieh 1263 Einwohnern von Düsseldorf Fährrechte, erhob 1276 Ratingen zur Stadt und sicherte seine Herrschaft im bergischen Land. Im Jahre 1279 war Walram von Limburg gestorben, auf dessen Erbe Graf Adolf neben dem Grafen von Geldern Anspruch erhob. Da Adolf seine Ansprüche aber nicht gegen den Grafen von Geldern durchsetzten konnte, trat er sie an den mächtigen Herzog Johann von Brabant ab. Mit ihm siegte er in der Schlacht von Worringen am 5. Juni 1288 über eine Koalition des Grafen von Geldern und des Erzbischofs von Köln Siegfried von Westerburg, den er gefangen auf Schloss Burg an der Wupper führen konnte. Am 14. August 1288 machte er Düsseldorf, das bereits teilweise befestigt war, auch rechtlich zur Stadt und gründete dort ein Stift, das am 8. September 1288 vom Papst bestätigt wurde.

Vgl.: Albrecht Brendler, Graf Adolf V. von Berg (um 1245 - 1295). Ein Portrait, in: Düsseldorfer Jahrbuch 69, 1998, S. 127 bis 158.


Wilhelm I.

Geburtsdatum unbekannt, gestorben am 16.04.1308, verheiratet mit Irmgard (gestorben 11.05.1319, Tochter des Grafen Dietrich VI. von Kleve). Übernahme der Regierung in Kleve nach dem Tod seines Bruders 1296. Er wurde im Altenberger Dom begraben, wo sich seine Grabplatte heute noch befindet. Nach seinem Tod ging die Herrschaft an seinen Neffen Adolf VI. über.


Adolf VI.

Geburtsdatum unbekannt, gestorben 03.04.1348, verheiratet am 31.03.1312 mit Agnes (Tochter des Grafen Dietrich VII. von Kleve). Er übernahm die Herrschaft als Graf von Berg nach dem Tod seines Onkels Wilhelm 1308. Sein Grabmal befindet sich im Altenberger Dom. Da er keine Erben hatte, starben mit ihm die Grafen von Berg aus dem Hause Limburg aus.

Adolf erhielt 1324 das Privileg, den Duisburger Zoll nach Düsseldorf zu verlegen, wovon er allerdings keinen Gebrauch machte.

Die Grafschaft ging nun auf die Grafen von Jülich über. Die Nichte Adolfs VI., Margarethe (gestorben am 18. 11. 1384), Tochter seiner Schwester Margarethe (1312- 1339) mit dem Grafen Otto von Ravensberg (gestorben 18. Mai 1360), hatte 1336 den Grafen Gerhard VI. von Jülich geheiratet. Sie brachte auch die Grafschaft Ravensberg mit in die Ehe, so dass Gerhard von Jülich nach 1348 Graf von Jülich, Graf von Berg und Graf von Ravensberg wurde.


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24. Mai 2012 | 12:41 Uhr

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