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Der Neubau der Stadt Düsseldorf nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges dauerte es einige Zeit, bis die schlimmsten Kriegsfolgen überwunden waren. Die Stadt war ein Trümmerfeld, über die Hälfte der Bevölkerung war ermordet oder deportiert, gefallen, in Bombenkrieg und Artilleriebeschuss umgekommen oder vor den Schrecken des Krieges aus der Stadt geflohen. Jede staatliche Macht war aufgelöst. Hunger, Sorge um eine Unterkunft und vermisste Familienangehörige und Angst vor einer ungewissen Zukunft prägten das tägliche Leben der Bevölkerung. Erschwert wurde die Lage noch dadurch, dass zahlreiche noch intakte Gebäude in der Stadt von der Besatzung beschlagnahmt worden waren und mit der Demontage großer Werke zahlreiche noch vorhandene Arbeitsplätze verloren gingen.

Das kommunale Leben begann schon im Juni 1945 mit der Einsetzung eines Vertrauensausschusses der Bürgerschaft durch die Besatzungsbehörden, der zunächst von Dr. Füllenbach, dann von Walter Kolb als Oberbürgermeister der Stadt geleitet wurde. Die Jahre 1945 bis 1947, ja, bis 1950, standen ganz im Zeichen der Beseitigung von Trümmern, der Wiederherstellung des Straßennetzes, der Versorgungsleitungen und der Kanalisation, des Baus erster Brücken über den Rhein, der Einrichtung von Straßenbahnen und Bahnlinien. In einem Wohnungsnotprogramm, das die Stadt von 1945 bis 1947 durchführte, wurden über 11.000 Wohnräume erstellt und über 65.000 behelfsmäßig winterfest gemacht. Viele dieser Gebäude mussten allerdings in den nächsten Jahren wegen akuter Einsturzgefahr wieder geräumt werden. War die Zahl der Bewohner im März 1945 auf 235.000 herabgesunken, so wurden 1949 schon wieder 466.000 Einwohner in Düsseldorf gezählt. Trotz der bedrückenden äusseren Verhältnisse und obwohl die Not in der Stadt fast unerträglich war, kündigte sich schon vor der Währungsreform am 20. Juni 1948 ein Aufstieg der Stadt an. Das im Januar 1946 gegründete städtische Werbe- und Verkehrsamt konnte schon 1946 mehrere Tagungen in der Stadt durchführen, wobei auswärtige Gäste in dürftig hergerichteten Hotelschiffen unterkamen. 1946 wurde auch die Ausstellungsgesellschaft NOWEA gegründet, die im Herbst 1947 die Deutsche Presseausstellung durchführte.

Bald nach der Währungsreform erwies es sich als notwendig, den Wiederaufbau so zu planen, dass sein Ergebnis auch für die nähere und fernere Zukunft als Grundlage dienen konnte. Schon 1946 wurde eine "Arbeitsgemeinschaft Stadtplanung" gegründet, die einen im Dezember 1947 von den Stadtverordneten angenommenen innerstädtischen Verkehrs- und Wiederaufbauplan vorlegte, der eine zweijährige Bausperre für die Innenstadt vorsah. Diese Bausperre konnte nicht verwirklicht werden, da aus der Not heraus zahlreiche Häuser auch ohne Genehmigung wieder errichtet wurden. 1949 wurde ein Neuordnungsplan der Stadt erstellt, der dann 1950 von den Stadtverordneten beschlossen wurde. Dieser Neuordnungsplan sollte die Grundlage für die nächsten Jahrzehnte bilden. Er sah für die Innenstadt die Neuanlage einer großen Nord-Süd-Verbindung vor, die als Parallelstraße zur Königsallee durch die gesamte Stadt verlaufen sollte. Dazu war eine Verbreiterung der Kölner Straße, ihre Verlängerung über die Pempelforter Straße in die Duisburger Straße hinein und eine Verlängerung der Kasernenstraße nach Norden und Süden zur Entlastung der Breitestraße notwendig. Für den Ost-West-Verkehr durch die Stadt waren ausser der schon bestehenden Eisenbahnbrücke fünf Straßenbrücken über den Rhein vorgesehen. weiter

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Der Entnazifizierungsausschuß Stadtkreis Düsseldorf, 1946Entnazifizierungs-
ausschuß

Der Entnazifizierungs-
ausschuss des Stadtkreises Düsseldorf. Foto 1946.

Die erste Stadtverordneten Versammlung am 28.11.19451. Stadtverordneten Versammlung
Die erste Stadtverordneten Versammlung im Sitzungssaal des Verbandes der Eisenhüttenleute am 28.11.1945.

Trümmerbeseitigung Cranachstraße, 1946Trümmerbeseitigung
Trümmerbeseitigung an der Cranachstraße. Foto: Pablo-Bild, 1946.

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30. Sept. 2014 | 15:50 Uhr

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