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Düsseldorfer Literaturkonzerte 2016

Literarisch-musikalische Feinkost an vier Abenden

Düsseldorfer Literaturkonzerte 2016

Auch im achten Jahr gibt es im Programm der Düsseldorfer Literaturkonzerte Neuerungen: Die Schauspielerin Christiane Lemm wird zum ersten Mal mit Peter Welk auf der Bühne des "Lesefensters" stehen. Den Düsseldorferinnen und Düsseldorfern ist sie durch ihre Zeit am Schauspielhaus in guter Erinnerung.

Von Liebe und Freundschaft handeln gleich drei der vier Literaturkonzerte: Zum Auftakt gratulieren drei Künstler William Shakespeare mit einer Vertonung seiner Liebeslustlieder zum 400. Geburtstag. An zwei Abenden stehen die Beziehungen eines (Freundes-)Paares im Mittelpunkt: Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn hatten eine lebenslänglich fesselnde Bindung zueinander - dieser nachzuspüren ist Aufgabe des Märzliteraturkonzertes. Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze verband eine langjährige Freundschaft, die sich in einem hochspannenden Briefwechsel niederschlug, der Inhalt des vierten Literaturkonzertes ist. Besonders gespannt darf man auf die künstlerische Interpretation des irischen Old Majors aus George Orwells "Farm der Tiere" sein. Immerhin steht Peter Welk vor der schauspielerischen Herausforderung, in die Haut eines Schweins zu schlüpfen. Ein wunderbar intelligentes und heiteres Programm steht Ihnen bevor!

Übrigens: Der Eintritt zu allen Düsseldorfer Literaturkonzerten ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wir wünschen Ihnen gute Unterhaltung!

Künstler der Düsseldorfer Literaturkonzerte 2016
Prof. Ludger Maxsein, Mascha Corman (© Johannes Ludwig), Peter Welk (künstlerischer Leiter), Georg Corman, Christiane Lemm und Rolf Springer (von links nach rechts)

"Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist..."
Shakespeares Liebeslustlieder


Zum 400. Todestag William Shakespeares neu in Musik gesetzt und mit einem Schuss Satire gewürzt
Mit Mascha und Georg Corman und Peter Welk

Ephraim Kishon äußert sich zum Unsterblichsten aller Engländer so: "Nehmen wir zum Beispiel einen Dramatiker, der die besten Beziehungen zu den Theaterkritikern unterhält: William Shakespeare. Kein Zweifel, dass er etwas für das Theater geleistet hat. Zum Beispiel hat er aus Romeo und Julia ein Ehepaar gemacht und war taktvoll genug, ihnen den Weg zum Scheidungsanwalt zu ersparen." Seit mehr als 400 Jahren ist er immer noch ein Rätsel, der große William, der von der Liebe alles wusste und alles erzählte, von der Verehrung, der Zärtlichkeit und der Leidenschaft, von der Hilflosigkeit und Bitternis und der Verzweiflung. Mascha Corman singt Shakespeares Sonette und Liebeslustlieder, Georg Corman hat sie komponiert und Peter Welk kommt mit einer Satire zur aktuellen Hamlet-Deutung aufstrebender deutscher Theatermacher.
Am Donnerstag, 14. Januar 2016 um 20 Uhr

"Prinz Jussuf von Theben und der preußische Orpheus"
Else Laker-Schüler und Gottfried Benn


Vom unausweichlichen Scheitern zweier Mittelpunktmenschen eingebunden in Klavierstücke des frühen 20. Jahrhunderts von Debussy bis Schostakowitsch. In der Reihe "Düsseldorfer Literaturkonzerte". Mit Schauspielerin Caroline Keufen, Pianistin So-Young Jeon Schauspieler Olaf Reitz.

Die leidenschaftliche Affäre Gottfried Benns mit Else Lasker-Schüler dauerte nur kurze Zeit, aber einander vergessen konnten die beiden nie. Sie schrieb über ihn: "Er ist ein evangelischer Heide, ein Christ mit dem Götzenhaupt, mit der Habichtnase und dem Leopardenherzen. Er liebt Fell und liebt Met und die großen Böcke, die am Waldfeuer gebraten wurden. Er steht unentwegt, wankt nie, trägt das Dach einer Welt auf dem Rücken." Er über sie: "Sie war klein, damals knabenhaft schlank, hatte große rabenschwarze bewegliche Augen mit einem ausweichenden unerklärlichen Blick. Sie schlief oft auf Bänken, und sie war immer arm in allen Lebenslagen. Sie exponierte ihre schrankenlose Leidenschaftlichkeit, bürgerlich gesehen, ohne Moral und ohne Scham."
Am Donnerstag, 10. März 2016 um 20 Uhr

"Alles, was auf zwei Beinen geht, ist ein Feind!"
George Orwells "Farm der Tiere"


Ein Hör- und Denk-Spiel mit Saxophon und Bluesgitarre
Mit Rolf Springer und Peter Welk

Die Tiere erheben sich gegen den Menschen. "Alles, was auf zwei Beinen geht, ist ein Feind!" Old Major, das preisgekrönte, greise Oberhaupt der irischen Schweine auf Bauer Jones Farm, hat sie zum Aufstand angestachelt: "Genossen, der Mensch ist das einzige Geschöpf, das konsumiert, ohne zu produzieren. Er gibt keine Milch, er legt keine Eier, er ist zu schwach, den Pflug zu ziehen - und doch ist er Herr über alle Tiere. Was also gibt es für euch zu tun, Genossen? Na? Ihr müsst Tag und Nacht mit Leib und Seele auf den Sturz des Menschengeschlechts hinarbeiten! Das ist meine Botschaft an euch! Rebellion!" Der Aufstand wird gewagt: Die Tiere übernehmen die Herrschaft auf der Farm.
Diese Geschichte ist ein Fressen für einen Schauspieler! Peter Welk wird sich in der Figur des "animalactor" verwandlungskünstlerisch beweisen müssen, Rolf Springer wird mit Saxophon und Gitarren-Folklore das Programm stilsicher ausbauen.
Am Donnerstag, 28. April 2016 um 20 Uhr

"Schrecklich und tiefgreifend und ewig"
Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze


Briefe einer Freundschaft mit Klaviermusik von Hans Werner Henze.
Mit Schauspielerin Christiane Lemm, Konzertpianist Prof. Ludger Maxsein und Peter Welk.

Hans Werner Henze schrieb über seinen Briefwechsel mit der Lyrikerin Ingeborg Bachmann: "Was nachvollziehbar geblieben ist, das ist die Aura einer gegenseitigen, geschwisterlichen Zuneigung und, von meiner Warte aus, ein Gefühl von Verehrung und von Schuldigkeit, und, deutlich erkennbar, meine ständige Bemühung um das Wohlergehen meiner Freundin." Hans Höller, der Herausgeber des Briefwechsels, schrieb: "Soviel die Briefe auch Wissenswertes enthalten über die Kunst nach 1945, sie haben ihre unverwechselbare Besonderheit darin, dass in ihnen die Freude nicht verschwunden ist, das Pathos nicht verendet und noch etwas vom Feiern da ist." Christiane Lemm wird die Briefe von Ingeborg Bachmann sprechen. Peter Welk und Prof. Ludger Maxsein stehen für den Freund und Kollegen Hans Werner Henze.
Am Donnerstag, 9. Juni 2016 um 20 Uhr


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2. Mai 2016 | 21:32 Uhr

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