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Aktuelle Themen:

Frisch gepresst - Neue Bücher aus dem Rheinland

Das zweite Halbjahr 2015

Auch in der 16. Runde erfüllt "Frisch gepresst" den Anspruch, die aktuellen Tendenzen und Entwicklungen der rheinländischen Literaturszene aufzuzeigen. Und wieder gelingt es auf hohem literarischem Niveau die Werke von insgesamt weiteren vier AutorInnen vorzustellen, von denen in Zukunft auch im Rest Deutschlands der Literaturbetrieb sprechen wird. Die Finanzierung teilen sich die Kooperationspartner Literaturbüro NRW e.V. (mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes der Landeshauptstadt), Stadtbüchereien Düsseldorf und der Freundeskreis Stadtbüchereien Düsseldorf e.V. Fiktionale, neue Literatur aus dem Rheinland wird in einer moderierten AutorInnenlesung mit anschließendem Publikumsgespräch vorgestellt. Die Bücher sind entweder von rheinischen AutorInnen geschrieben, oder in einem rheinischen Verlag publiziert und maximal vor einem Jahr auf den Markt gekommen.

Frisch gepresst: Das Programm im 2. Halbjahr 2015
Moderation bei allen Veranstaltungen: Michael Serrer, Literaturbüro NRW

Dienstag, 18. August 2015 um 18 Uhr

Stefanie Kremser liest "Der Tag, an dem ich fliegen lernte"

Luisa hat ihr Leben dem beherzten Einsatz des Engländers Fergus zu verdanken, der sie kurz nach der Geburt rettet. Fergus zieht dann auch gleich mit Luisa in die WG ihres Vaters Paul, der nicht verstehen kann, dass Aza einfach so abgehauen ist. Ihr Name ist fortan in der WG tabu. Als sich jedoch die heranwachsende Luisa für die Geschichte ihrer Mutter zu interessieren beginnt und Paul merkt, dass er verstehen muss, um mit Aza abschließen zu können, machen sich die beiden auf, um ihren Spuren zu folgen. Die Reise führt zunächst nach Hinterdingen, einem kleinen bayerischen Dorf, das in der Vergangenheit von Azas Familie eine große Rolle spielt. Doch hier nimmt die Geschichte nur ihren Anfang. Weiter erzählt wird sie in Brasilien, wo ein Teil der Hinterdingener 1893 ein neues Leben begann. Stefanie Kremser erzählt in diesem warmherzigen Roman voller ungewöhnlicher Wendungen von den skurrilen Folgen einer Auswanderung, von der Sehnsucht, die eigene Herkunft zu erkunden, und der Langlebigkeit von Familienlegenden.

Stefanie Kremser, geboren 1967 in Düsseldorf, war acht Jahre alt, als ihre Familie nach Sao Paulo übersiedelte. Nach Abschluss ihres brasilianischen Abiturs studierte sie an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und arbeitet als Dokumentarfilmerin und Drehbuchautorin. Für diesen Debütroman erhielt sie ein Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin.

Dienstag, 8. September 2015 um 18 Uhr im "Lernstudio" der Zentralbibliothek

Jürgen Nendza liest aus "Mikadogeäst"

Mit dem Sammelband "Mikadogeäst" gibt der Lyriker Jürgen Nendza Einblicke in 20 Jahre seiner dichterischen Arbeit. Das Spektrum reicht von Gedichten aus lang vergriffenen Bänden wie "Finistère" bis hin zu Beispielen aus seinem neuesten Buch Apfel und Amsel. In acht Kapiteln klingen Themen und Motive an, die - über die Jahrzehnte hinweg - sein Werk prägen und in denen sich immer wieder zeigt, mit wie viel künstlerischem Feingefühl der Lyriker Wahrnehmungsgewohnheiten aufbricht und sich an den Rändern des Realen entlangtastet.

Jürgen Nendza, 1957 in Essen geboren, studierte und promovierte in Aachen, wo er heute lebt. Neben Lyrik und Prosa verfasst er Features, Hörspiele und Radioerzählungen für Kinder und ist als Herausgeber tätig. Seine Gedichte wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet.

Dienstag, 20. Oktober 2015 um 18 Uhr im "Lernstudio" der Zentralbibliothek

Jenny Bünnig liest "Der Sommer hat vier Wände"

Ein herzerwärmender Roman für kühle Tage: Der Winter 1966 ist der kälteste, den die zwölfjährige Freddi bisher erlebt hat. Ihr Vater hat die Familie verlassen, ihre Mutter ist seither depressiv. Aus Paris reist die strenge Tante Noelle an, um zu helfen. Ihr oberstes Ziel ist es, Ordnung und Disziplin in den Haushalt zu bringen - Dinge, mit denen die freiheitsliebende, fantasievolle Freddi so gar nichts anfangen kann. Konflikte sind vorprogrammiert, doch die beiden müssen sich zusammenraufen. Da hat Freddi die zündende Idee, um die allgegenwärtige Kälte zu vertreiben: Der alte Schuppen wird zur Sauna umfunktioniert. Bei den prüden Nachbarn stößt dies auf Widerstand und Ablehnung - bis die ersten Neugierigen selbst das Schwitzhaus ausprobieren.

Jenny Bünnig, 1984 geboren, geboren 1984, hat Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Kunstgeschichte studiert und ist ausgebildete Schreibberaterin (Schwerpunkt: kreatives Schreiben und Schreibblockaden). Sie arbeitet als Wissenschaftsredakteurin an der Universität Duisburg-Essen und schreibt zurzeit an ihrer Dissertation. Ihr Romandebüt "Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht" ist im Frühjahr 2014 erschienen, "Der Sommer hat vier Wände" folgte im Juli 2015.

Dienstag, 17. November 2015 um 18 Uhr im "Lernstudio" der Zentralbibliothek

Norbert Scheuer liest "Die Sprache der Vögel"

Paul Arimond kommt 2003 als Sanitäter der Bundeswehr nach Afghanistan, in ein Land, das schon sein Ururgroßvater einst, auf der Suche nach der Universalsprache der Vögel, wegen seiner reichen Tierwelt bereist hatte. Auch Paul, geplagt von Schuldgefühlen nach einem Autounfall, den er mit verursacht hat, liebt es, Vögel zu beobachten und Aufzeichnungen über sie zu machen. Sie scheinen nach einer anderen Ordnung und mit anderen Freiheiten zu leben. Inmitten einer zunehmend gefährlichen Bedrohungslage beginnt Paul immer unberechenbarer und anarchischer zu handeln. Norbert Scheuers Roman über einen fragilen Vogelliebhaber führt mitten ins Herz der Verstrickungen, aus denen das rätselhafte Leben seiner bewegenden und einzigartigen Figuren besteht.

Norbert Scheuer, geboren 1951, arbeitet als Systemprogrammierer und lebt in der Eifel. Er veröffentlichte Romane, Erzählungen und Gedichte. Sein Roman "Überm Rauschen" (2009) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und war 2010 "Buch für die Stadt" in Köln und der Region. Scheuer hielt Poetikvorlesungen an den Universitäten Duisburg-Essen (2011) und Bonn (Thomas- Kling-Poetikdozentur 2014). Er erhielt zahlreiche Literaturpreise, zuletzt den Georg- K.-Glaser-Preis (2006), den d.lit.-Literaturpreis (2010) und den Rheinischen Literaturpreis Siegburg (2010).


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2. Sept. 2015 | 00:18 Uhr

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