Gartenamt Düsseldorf - Friedhöfe
Mahnmale
Im Gegensatz zu vielen individuell gestalteten Grabanlagen, die oft persönliche Schicksale widerspiegeln, zeigen die Ehrenfelder für die Opfer der beiden Weltkriege die Härte und Unmenschlichkeit des damaligen Geschehens.
Das Mahnmal am Nordfriedhof
Das Mahnmal zu Ehren der Opfer des zweiten Weltkrieges wurde am Volkstrauertag 1958 eingeweiht. Glaube, Liebe und Hoffnung versinnbildlichen die drei überdimensionalen Frauengestalten des Mahnmals in Basaltlava. Der Entwurf stammt von dem Düsseldorfer Bildhauer Jupp Rübsam und wurde ausgeführt von Erich Moog. Das Ehrenmal ist 250 Tonnen schwer und ruht auf fast sieben Meter tiefen Fundamenten. Drei Reliefs im Sockel der zehn Meter hoch aufragenden Gedenkstätte erinnern an die "Opfer des Feldes, der Heimat und des politischen Terrors".
Für die Toten des 1. Weltkrieges, die auf Feld 118 beigesetzt sind, schuf Hermann Nolte nach einem Entwurf von Hermann Görke ein Mahnmal in Muschelkalk. Dargestellt werden gefallene Krieger, die von Christus, der im Zentrum stehenden Figur, aufgenommen werden.
Grabmalkunst
Auch Grabmale prägen das Erscheinungsbild des Nordfriedhofs. Sie sind Zeugnisse der Vergangenheit und Dokumente handwerklicher Kunst. In ihren unterschiedlichen Gestaltungsformen und Aussagen spiegelt sich häufig die wandelnde Einstellung zum Tod. Auf dem Nordfriedhof findet man Grabmalkunst vergangener Jahrzehnte aber auch moderne Gestaltungselemente.
Namhafte Bildhauer aus dem In- und Ausland haben für den Nordfriedhof Grabmale geschaffen. Darunter das Grabmal für die Familien Pfeiffer und Schieß von Friedrich Coubillier - dem Schöpfer der Tritonengruppe am Kö-Graben -, das von Ernst Barlach geschaffenen Mal für Louise Dumont-Lindemann. Weiterhin sind die Grabmale der Familien Pilgram, Hülsmann-Aders, Elbers und Stahl zu nennen, geschaffen vom Düsseldorfer Bildhauer D. Meinardus. Daneben gibt es Familiengruften prominenter und namhafter Familien wie Henkel, Haniel und Poensgen die auf dem Nordfriedhof bestattet sind.
Um künstlerisch und historisch wertvolle Grabmale und Grabanlagen auch nach Ablauf der Nutzungszeiten dauerhaft zu erhalten, wurden 1979 Grabfelder auf den Hügeln nördlich der Kapelle, Feld 72, als historische Gräberfelder unter Schutz gestellt.
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