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Maurice-Ravel-Park
Maurice-Ravel-Park
Seit vielen Jahren ist der Güterbahnhof Derendorf nicht mehr in Betrieb. Das etwa 35 Hektar umfassende ehemalige Bahngelände trennte die Stadtteile Pempelfort und Düsseltal seit mehr als 100 Jahren. Diese Trennung ist überwunden, die beiden Stadtteile sind durch den Stadtgarten Maurice-Ravel-Park miteinander verbunden.
Mit der Fertigstellung und Öffnung des Parks im Frühjahr 2012 hat Düsseldorf eine neue, rund vier Hektar große Grünanlage, unmittelbar angegliedert an das neu entstehende Wohnquartier Le Flair, erhalten. Der neue Park hat eine besonders spannende Gestaltung. An der Ostseite - zur Toulouser Allee hin - wurden acht Meter hohe Gabionen angelegt, die sich aus mit Steinen gefüllten Metallkörben zusammensetzen. Von dort fällt das Gelände über mehrere Terrassen hin ab. Dadurch wirkt der moderne Landschaftspark sehr dynamisch. Es ist viel Schwung und Bewegung in der Anlage. Der neue Park ist in drei Teile gegliedert. Sie heißen "Garten der Ruhe", "Garten der Bewegung" und "Garten der Sukzession".
Der "Garten der Ruhe" ist als Baumhain angelegt. Dort dominieren Birken und Kiefern. Die weißen Stämme der Birke und die roten Borke der Kiefern geben dem Baumfeld einen besonderen farblichen Aspekt. Zwischen den Bäumen wurden freie Rasenflächen gelassen, die wie eine Lichtung wirken.

Blick in den neuen Stadtgarten
Beim "Garten der Bewegung" ist der Name Programm, denn dieser Parkteil ist dem Spiel gewidmet. Auf dem Plateau steht eine riesengroße Spielröhre mit Kletterseilen und Schaukelelementen. Die Mauern sind als Sitzmauern ausgeführt, eine Hecke rahmt die Fläche ein. Außerdem können die Kinder einen Flusslauf, mit Quelle und Bachlauf für ausgedehnte Matsch- und Sandspiele nutzen. Ein anderer Teil ist mit Holzboxen ausgestattet, gerahmt von Findlingen. Sie symbolisieren ein Bergdorf, durch das mit Pferden (Wipptiere) geritten werden kann. Am Plateau konnte aufgrund der steileren Geländesituation eine Hangrutsche angelegt werden. Weitere Spielgeräte bieten zusätzlich Kletter- und Schaukelmöglichkeiten.
Der "Garten der Sukzession" erinnert an den Ursprung des Geländes als Bahnanlage. Deshalb wurden bewusst Pflanzen angesiedelt, die für solche Flächen typisch sind, wie zum Beispiel Birken. In diesen Parkteil wird eine Gedenkstätte integriert, die an die Deportation von mehr als 6.000 Juden von Düsseldorf aus erinnert. In den Boden eingelassene Gleise führen bis auf den Gehweg und leiten so von außen an den Ort des Gedenkens.
Die Stadtgärten auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände sind Teil des "2. Grünen Rings". Seit dem Jahr 2004 arbeitet die Landeshauptstadt Düsseldorf stetig an der Planung und Umsetzung des "2. Grünen Rings". Die fortschreitende Auflösung industrieller Standorte im Stadtgebiet eröffnet die Chance, neben attraktiven neuen Wohngebieten, vor allem auch Naherholungsstätten zu schaffen. So erwächst mit dem "2. Grünen Ring" eine weitere "Grüne Lunge" in der Stadt. Diese beginnt am Rheinpark und erstreckt sich über den Hofgarten, führt weiter durch das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs, des Schlachthofs, des Rheinmetall-Areals und schließlich über den Arnold- und dem Golzheimer Platz wieder zum Rheinpark.
Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts verwendete der Gartenarchitekt Maximilian Friedrich Weyhe (1775 bis 1846) den Begriff "Grüner Ring". Der Düsseldorfer Hofgarten erhielt durch Weyhe seine bis heute fast gänzlich erhaltene Form, und bildet so über die Königsallee, dem Spee´schen Graben, dem Schwanenspiegel bis hin zum Rhein den "1. Grünen Ring" Düsseldorfs.
| Zahlen und Fakten | |
| Stadtteil / Lage | Derendorf Toulouser Allee Maurice-Ravel-Park |
| Gesamtfläche | 4 Hektar |
| Baujahr / Planer | 2012 / Garten- und Landschaftsarchitekten Lützow 7, Berlin |
| Attraktivitäten / Freizeitangebot | moderner Bürgerpark Gedenkstätte Ausgedehnte Wiesenflächen Kinderspielplatz |
| Hunde | ein Hundeauslaufplatz, 1.500 Quadratmeter |
| Parken | kein öffentlicher Parkplatz vorhanden |
| ÖPNV | Straßenbahn-Linie 706 Haltestelle Zoo S-Bahn S1, S6, S11 Haltestelle D-Zoo Fahrplanauskunft |
| Auskunft | Telefon 0211.89-94800 Telefax 0211.89-29058 |
| gruen@duesseldorf.de | |

