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Das Blaue Band am Rhein
Das Blaue Band am Rhein
Die Erwartungen wurden übertroffen, als sich im März 2009 erstmals das Blaue Band der dezenten Frühlingsboten im Rheinpark zeigte. Von der Rheinterrasse bis zur Theodor-Heuss-Brücke schwingt sich der blaue Teppich, gewirkt aus fünf Millionen Krokussen. Er ist 1.300 Meter lang, bis zu 30 Meter breit, 24.000 Quadratmeter groß. Ein Anblick, der seines Gleichen sucht.
Im Herbst 2008 startete die erste große Pflanzaktion. Fünf Millionen Krokusse aus dem westholländischen Blumenzuchtgebiet Hillegom wurden von mehr als 2100 ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern in die Erde gebracht, die damit gemeinsam mit den Sponsoren zu Geburtshelfern des "Blauen Bandes am Rhein" geworden sind.
Die Düsseldorfer Landschaftsarchitektin Annette Weber schlug die Form des Pflanzbandes vor. Das wellenförmige Band erinnert nicht nur an den benachbarten Strom. Es setzt auch das Muster der Rheinuferpromenade fort. Und vielleicht spürt man auch ein wenig, weshalb der Dichter Eduard Möricke das blaue Band des Frühlings besungen hat.
Die Blumenzüchter von der "Bollenstreek" in Westholland haben gutes Pflanzgut geliefert. Sie haben den blauen Crocus thommasianus gemischt mit weiteren blauen Sorten. Sie blühen nicht gleichzeitig. So ist das Blaue Band - je nach Wetterlage - bis zu sechs Wochen lang zu bewundern.
Das Blaue Band wächst weiter
Auf ein Blaues Band aus blühenden Krokussen von mehr als 2,5 Kilometern Länge darf sich Düsseldorf nun jährlich freuen. Mit der Einbringung von einer weiteren Million Krokuszwiebeln der Sorte "Thommasianus" wurde das Band 2009 von der Rheinterrasse bis zur Schnellenburg ausgeweitet. Dank einer Spende von Daimler konnten im Herbst 2010 weitere 500.000 Krokuszwiebeln bis zum Nordpark gesetzt werden. Bei den aus Holland stammenden Zwiebeln ist man der Düsseldorfer Mischung treu geblieben und hat Zwiebeln aus vielen Blautönen verwendet.
Teamarbeit war gefragt
Wie schon im Herbst 2008, als 25 Tonnen Krokuszwiebeln ins Erdreich gebracht worden sind, erhielten die Ehrenamtler bei der Pflanzaktion 2009 maschinelle Unterstützung. Der Boden ist zu fest, die Wurzeln des Rasens und der Bäume erschweren das Arbeiten. Den Blumenzüchtern aus Westholland ließ das keine Ruhe. Sie entwickelten eine besondere Maschine, die die Rasendecke lostrennt. Die Zwiebeln werden dann unter diese Sode eingebracht. Mit Rücksicht auf die Düsseldorfer Gegebenheiten mit dem stark verwurzelten alten Baumbestand sind Schneidbreite und Schneidtiefe sehr knapp bemessen worden. Eine zweite Maschine schneidet Rasen streifenweise, hebt ihn an und versetzt das Grün. Auch hier müssen Krokuszwiebeln gesetzt, der Rasen wieder platziert und angedrückt werden - Teamarbeit war gefragt.
Enthüllten die Info-Tafel (v.l.): Ingo Lentz (Vorsitzender der Initiative Pro Düsseldorf), OB Dirk Elbers und Uwe Hagen (Regionalleiter des Sponsors Audi).
Daran erinnert auch die enthüllte Info-Tafel auf Höhe des Golzheimer Platzes. "Aktionen von Pro Düsseldorf sind stets Gemeinschaftsaktionen", steht dort geschrieben. Die Info-Tafel berichtet aber auch von der Vorgeschichte und nennt die Sponsoren, die unter anderem mit dem Kauf der Krokuszwiebeln das "Blaue Band" möglich gemacht haben.
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