Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei der Landschaftpflegestation Hexhof
Zwei Freiwillige schildern ihre ersten Eindrücke und die Hintergründe zu ihrem Entschluss einen BFD abzuleisten

Herr Bähr (Leiter des Hexhofes) zeigt einen seltenen Greifvogel der "Rotmilan" am Hexhof-Himmel
Zu den ersten Teilnehmenden gehören Gennaro Troia (18 Jahre) und Georg Mill (47 Jahre), die seit einem Monat ihren BFD im Garten-, Friedhofs- und Forstamt der Landeshauptstadt Düsseldorf absolvieren. Ihr Einsatzort ist die Landschaftspflegestation Hexhof. Gemeinsam mit den städtischen Natur- und Landschaftspflegern kümmern sie sich um die praktische Natur- und Landschaftspflege in über 600 Biotopen.
Sie erhalten zudem Einsichten in Theorie und Praxis von Landschaftspflege und Naturschutz.
Welche Beweggründe Gennaro Troia und Georg Mill zu ihrer freiwilligen Tätigkeit führte und wie ihr Arbeitsalltag auf dem Hexhof aussieht, berichten sie in den nachfolgenden Interviews:
Georg Mill (47 Jahre)

Warum haben Sie sich grundsätzlich für den BFD entschieden?
Die Entscheidung für den BFD entstand aus dem Wunsch, finanzielle Leistungen in Form von freiwilliger Arbeit an die Gemeinschaft zurückzugeben. In der Vergangenheit habe ich eine aus Sozialleistungen finanzierte IT-Ausbildung erfolgreich abschließen können.
Wie sind Sie auf die Stadt Düsseldorf beziehungsweise die Einsatzstelle aufmerksam geworden?
Düsseldorf ist seit einigen Jahren meine Wahlheimat. Als ich während einer Fahrradtour zufällig am nahe gelegen Hexhof vorbei radelte, sah ich einen Aushang an der Zufahrt zum Hexhof, auf der für den Bundesfreiwilligendienst geworben wurde.
Warum haben Sie sich für die Stadt Düsseldorf und nicht für einen anderen, freien Träger entschieden?
Die Entscheidung für die Stadt Düsseldorf hat sich aus rein pragmatischen Gründen ergeben. Da ist zunächst die gute Erreichbarkeit des Hexhofes per Fahrrad oder zu Fuß. Die Arbeit in der freien Natur liegt mir als passionierten Montainbiker sehr.

Minderheitenschutz zur Förderung von nicht dominanten Straucharten, hier mit der Astschere
(Beispielsweise Schneeball, Pfaffenhut und Heckenkirsche)
Wie sieht Ihr Aufgabenfeld aus?
Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Pflegemaßnahmen von Reit- und Fuß- bzw. Wanderwegen, die Arbeit mit Maschinen und der verantwortungs- und respektvolle Umgang mit den Arbeitskollegen gehört ebenso dazu, wie der wöchentliche Putzdienst. Es gibt jeden Tag neue, interessante Aufgaben.
Was streben Sie nach dem BFD an?
Der BFD ist eine Möglichkeit für mich, dem Arbeitsmarkt zu signalisieren, dass ich gerne arbeiten will und kann. Welche Arbeit dies konkret sein wird, hängt natürlich auch davon ab, was auf dem Arbeitsmarkt verfügbar ist. Ich kann mir sehr gut vorstellen, im "grünen" Bereich eine dauerhafte, fair bezahlte Arbeit anzunehmen beziehungsweise als Helfer im Bereich Gärtnerei oder Zierpflanzenbau tätig zu sein.
Gennaro Troia (18 Jahre)

Warum haben Sie sich grundsätzlich für den BFD entschieden?
Da ich nach meinem Schulabschluss keinen Ausbildungsplatz fand, habe ich mich alternativ für den BFD entschieden. Der Freiwilligendienst bietet mir die Möglichkeit, in einen Beruf hineinzuschnuppern.
Wie sind Sie auf die Stadt Düsseldorf beziehungsweise die Einsatzstelle aufmerksam geworden?
Durch einen Freund aus Neuss, der auch BFD´ler am Hexhof ist.
Warum haben Sie sich für die Stadt Düsseldorf und nicht für einen anderen, freien Träger entschieden?

Freischneidereinsatz in der Grünlandpflege
Da ich etwas im "grünen" Bereich ausprobieren wollte.
Wie sieht Ihr Aufgabenfeld aus?
Sehr vielfältig!
Vom Entschlammen von Teichen, der Neuanlage von Tonteichen, bis zum Äpfel pflücken ist alles dabei. Das, was mir richtig Spaß macht, ist das Arbeiten mit den Geräten, bei z.B. drohenden Astbruch und das zerkleinern von Ästen usw. mit dem Astholzzerkleinerer.
Was streben Sie nach dem BFD an?
Unbedingt eine Ausbildung. Entweder weiter im "grünen" Bereich oder als Installateur.
Weitere Informationen zum Bundesfreiwilligendienst
des Garten- Friedhofs- und Forstamtes

